Sport-News

Schon beim Sechzehntelfinale gegen Österreich war er groß eingeblendet worden, als er seine Grimassen schnitt. „Vamos“, schrie der junge Fan im Spanien-Dress mit der Nummer 19. Vielleicht wäre der Dreijährige auch so ein Internet-Hit geworden, aber dann ist er nicht nur süß und enthusiastisch, sondern auch noch zufällig der Halbbruder von Spanien-Superstar Lamine Yamal.

Keyne ist schon seit der Europameisterschaft in Deutschland ein kleiner Star, als er mit dem spanischen Team nach dem Sieg des EM-Titels auf dem Rasen feierte. Er ist der Sohn von Yamals Mutter Sheila Ebana. Und nicht er allein ist der Social-Media-Hit, sondern die Beziehung, die die beiden Brüder miteinander teilen. „Mein kleiner Bruder bedeutet die Welt für mich“, sagte der 18-jährige Yamal nach dem Österreich-Match. „Ich bin immer berührt, wenn ich ihn so fröhlich sehe.“

Die Zukunft des deutschen Fußballs dürfte in Amerika entschieden werden. Weil Wunschkandidat Jürgen Klopp – als Experte für MagentaTV – in den USA weilt, sollen nun die Eckpunkte eines möglichen Bundestrainer-Vertrags auf amerikanischem Boden fixiert worden sein.

Ende der Woche reisten DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vizechef Hans-Joachim Watzke nach New York, um dort mit dem „Head of Global Soccer“ von Red Bull ein persönliches Gespräch zu führen. Laut Bild Zeitung, die vor dem Hotel am Flughafen gewartet haben will, soll das Treffen mehr als vier Stunden gedauert haben. Dabei sei auch Marc Kosicke gewesen, der Berater von Klopp.

Mehr Geld als Nagelsmann

Grob soll demnach bereits davor geklärt worden sein, unter welchen Bedingungen sich Klopp vorstellen könnte, Bundestrainer zu werden. Der DFB teilte nun mit, dass die „Eckpunkte eines potenziellen Vertrages“ verhandelt seien.

In der Mitteilung des Verbandes ist von „einem ersten, intensiven Gespräch“, das „zur möglichen Übernahme des Amtes des Bundestrainers“ geführt worden sei, die Rede. Die Gespräche würden in der kommenden Woche fortgesetzt. „Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen - vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull - letztlich erfolgreich abgeschlossen werden können.“

Der 59-jährige Jürgen Klopp soll laut Medienberichten einen Vertrag bis nach der WM 2030 unterschreiben und „minimal mehr“ als Vorgänger Julian Nagelsmann verdienen, der laut Bild auf rund sieben Millionen Euro Gehalt im Jahr kam. Als Co-Trainer sind seine früheren Assistenten in Dortmund und Liverpool im Gespräch: Peter Krawietz, aktuell mit Klopp bei Red Bull, und Ex-Salzburg-Coach Pepijn Lijnders.

Ein Todesfall erschüttert die Fußball-WM. Jayden Adams, Mittelfeldspieler Südafrikas, der in allen drei Gruppenspielen für die Bafana Bafana aufgelaufen war, starb mit nur 25 Jahren. Die Umstände von Adams' Tod waren zunächst noch nicht öffentlich gemacht worden. 

Adams, ein vielversprechendes junges Talent im südafrikanischen Fußball, machte sich beim Stellebosch FC einen Namen, bevor er zu den Mamelodi Sundowns wechselte und sich dort in der Nationalmannschaft etablierte.

Sportminister Gayton McKenzie erklärte: „Mit tiefem Schock und schwerem Herzen habe ich vom Tod von Jayden Adams im Alter von 25 Jahren erfahren. Der südafrikanische Fußball hat eines seiner größten jungen Talente verloren, und unsere Nation trauert mit seiner Familie, seinen Teamkollegen und den Millionen von Fans, die ihn von einem vielversprechenden Nachwuchsspieler zu einem vollwertigen Nationalspieler der Bafana Bafana heranwachsen sahen.“

Im Spiel zwischen Spanien und Belgien waren wohl zwei Auswechslungen spielentscheidend. In der 71. Minute, als Belgien-Tormann Thibaut Courtois für Ersatzmann Senne Lammers ausgewechselt wurde und schließlich jene in der 86. Minute, als Mikel Merino das Feld betreten hat. Nach einem Weitschuss patzte Lammers, ließ den Ball aus und Merino staubte ab. 

Der Rest ist Geschichte. Spanien steht im WM-Halbfinale. Dennoch versuchte Courtois im Anschluss der Partie seinen Stellvertreter zu trösten: „Ich habe ihn fest umarmt. Mehr kann ich im Moment nicht tun. Für einen Torwart ist das ein beschissenes Gefühl.“ Während bei Belgiens „goldener Generation“ getrauert wird, herrscht in Spanien Jubel und Vorfreude auf das Spiel gegen Frankreich.

Die spanische Sporttageszeitung „Marca“ etwa schreibt: „Spanien lässt das Duell gegen Frankreich, das als vorweggenommenes Finale gilt, nicht aus. Das spanische Nationalteam schafft es, ins Halbfinale vorzustoßen, um weiterhin den Weg der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika nachzuahmen.“

Gegen Frankreich kommt es auch zur Neuauflage vom Halbfinale der Europameisterschaft 2024 in Deutschland. Die beiden Fußball-Schwergewichte trafen in München aufeinander, damals mit dem glücklicheren Ende für den späteren Europameister Spanien.

Ganz ohne Druck geht die Schweiz in das WM-Viertelfinale gegen Argentinien am Sonntag (3 Uhr MESZ/live ServusTV). Gegen den Titelverteidiger sind die Eidgenossen klarer Außenseiter, dennoch will man sich davon nicht beeindrucken lassen und den Südamerikanern Paroli bieten. 

Schweiz vor WM-Viertelfinale: „Wird ein gigantisches Spiel“

„Also wir sind vorbereitet und es wird ein gigantisches Spiel für uns“, sagte der Schweizer Teamchef Murat Yakin vor dem Duell. Gelingt den Schweizern die Sensation, würden sie erstmals in ihrer Geschichte in ein WM-Halbfinale einziehen.

Hoffnung macht den Eidgenossen die zuletzt anfällige Defensive der Argentinier. Sowohl Kap Verde im Sechzehntelfinale als auch Ägypten im Achtelfinale gelangen gegen den amtierenden Weltmeister jeweils zwei Treffer. Mit ihrer Offensivqualität hat auch die Schweiz das Potenzial, die Südamerikaner vor Probleme zu stellen.

„Wir sind noch nicht fertig“

Allerdings lastet in der Schweizer Offensive viel Verantwortung auf Johan Manzambi. Der Top-Torschütze der Eidgenossen bei dieser Endrunde verpasste jedoch bereits das Achtelfinale gegen Kolumbien verletzungsbedingt und wird aller Voraussicht nach auch gegen Argentinien fehlen.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.