Sport-News

Schon in der Vorwoche hatte Hans Niessl, Präsident der Bundessport-Organisation Sport Austria, am Rande des Frauen-Tennisturniers in Linz auf die wichtige präventive Rolle des Sports vor allem im Gesundheitsbereich hingewiesen. Der KURIER war bereits über zusätzliche kolportierte Kürzungen für den Sport informiert.

Nun macht Niessl mobil. Denn das aktuelle Sparpaket umfasst rund 30 Millionen Euro weniger für den Sport, was einem Rückgang der staatlichen Fördermittel von rund 13 Prozent entspricht. Besonders betroffen sind Spitzen-, Breiten- und Vereinssport gleichermaßen. Kolportierte zusätzliche Kürzungen in der Größenordnung von 20 bis 40 Millionen Euro würden die Situation weiter verschärfen und sorgen naturgemäß für große Unruhe im organisierten Sport.  Niessl betont: „Das würde unserem Sport den Boden unter den Füßen wegziehen!“

Hebel in der Prävention

Sport ist zugleich einer der wirksamsten Hebel in der Prävention. „Wer hier weiter spart, riskiert langfristig steigende Belastungen im Gesundheitssystem. Investitionen in den Sport sind daher Investitionen in die Zukunft – gesundheitlich, sozial und wirtschaftlich“, sagt Niessl. 

Die 75. Österreich-Radrundfahrt führt vom 8. bis 12. Juli über fünf Etappen von Graz nach Wien. Mit der Franz-Josefs-Höhe am Großglockner wartet beim Jubiläum der Tour of Austria eine Bergankunft. Hinzu kommen drei selektive Abschnitte und das für die Sprinter prädestinierte Finale vor dem Burgtheater. Sechs World-Tour-Teams und weitere aus dem Ausland versprechen für die österreichischen Mannschaften beim heimischen Topevent erneut hochkarätige Konkurrenz.

Wie die personelle Besetzung der Rennställe um UAE, Ineos und Lidl aussehen wird, ist noch offen. Die Strecke steht hingegen fest. Wie am Montag im Kunsthaus Graz präsentiert, umfasst sie rund 850 Kilometer und 11.000 Höhenmeter. Mit Gamlitz, Bad Kleinkirchheim und Langenlois gibt es drei neue Etappenorte. Andere wie Lienz, St. Johann und Steyr sind bereits traditionell Teil der Rundfahrt.

Harter Auftakt und Glockner-Etappe als frühe Scharfrichter

Gelegenheit zum Einrollen wird es keine geben. Bereits der Auftakt von Graz über 188 km nach Gamlitz bietet im steirischen Weinland zahlreiche Anstiege mit satten 2.700 Aufstiegsmetern. Die folgende Königsetappe in Kärnten von Bad Kleinkirchheim zur Franz-Josefs-Höhe wartet mit 189 Kilometern und fast 3.000 Höhenmetern auf. Der lange Schlussanstieg könnte eine Vorentscheidung um den Gesamtsieg bringen.

Die Toronto Raptors haben am Sonntag (Ortszeit) erstmals seit 2022 wieder ein Play-off-Ticket in der National Basketball Association (NBA) gelöst. Der Club des Wieners Jakob Pöltl machte mit einem 136:101 gegen die Brooklyn Nets alles klar. Die Kanadier beendeten den Grunddurchgang in der Eastern Conference auf Platz fünf. Der 30-jährige Center bilanzierte mit elf Punkten, fünf Rebounds, je zwei Assists und Steals sowie einem Block in 19:15 Spielminuten.

Zudem hat Pöltl einen weiteren Meilenstein erreicht. Er hält nunmehr bei 2.094 Rebounds im Dress der Kanadier. Damit ist der Wiener in dieser Kategorie auf Platz zehn in der ewigen Rangliste der Raptors vorgestoßen. Er hat Toronto-Legende Vince Carter (2.091 Rebounds) überholt und ist Andrea Bargnani (2.095) unmittelbar auf den Fersen.

Play-off-Luft nach sieben Jahren ist "coole Sache"

Der heimische NBA-Pionier darf nach sieben Jahren wieder Play-off-Luft schnuppern. Das sei für ihn persönlich eine "coole Sache". Im selben Atemzug hob Pöltl das Team hervor, das "dieses Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht" habe. Der Wiener selbst war zuletzt 2019 mit den San Antonio Spurs in der K.o.-Phase dabei.

Mit einer Machtdemonstration haben die österreichischen Handballerinnen am Sonntag das Ticket für die Europameisterschaft 2026 fixiert. Im sechsten und letzten Qualifikationsspiel festigten die ÖHB-Frauen in Linz mit einem 38:16-(22:6)-Kantersieg gegen Außenseiter Griechenland den zweiten Gruppenplatz. Damit qualifizierte sich die Truppe von ÖHB-Teamchefin Monique Tijsterman souverän für die Endrunde im Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei.

"Wir realisieren es noch gar nicht, dass es vorbei und fix ist. Wir freuen uns riesig und die Vorfreude ist jetzt schon groß. Wir haben das super gemacht und ich bin stolz auf die Mannschaft", sagte Ines Ivancok-Soltic im ORF. Tijsterman war natürlich zufrieden, vor allem mit der "unüberwindbaren" Torfrau Lena Ivancok. "Ich bin stolz. Heute war es unglaublich und dass wir zum dritten Mal seit 2024 bei einem großen Turnier dabei sind mit dieser jungen Mannschaft, das ist wirklich cool." Außerdem sei es "sehr besonders", es erstmals seit 2008 aus eigener Kraft zu einem Großereignis geschafft zu haben.

ÖHB-Sportdirektor Fölser "sehr zufrieden"

"Ich bin sehr zufrieden, wir haben sie einfach überrannt", ergänzte ÖHB-Sportdirektor Patrick Fölser. "Wir wollen uns nach oben orientieren." Bei der Auslosung am Donnerstag wird Österreich aus Topf 2 gezogen. "Egal, was kommt, wir wollen uns weiterentwickeln. Das war ein guter Schritt heute, ein souveräner Sieg, aber es geht natürlich immer noch besser. Wir können positiv in die Zukunft schauen", sagte Fölser.

Von Fabio Tartarotti 


Der Angstgegner der Top-Teams in der Regionalliga Ost hat wieder zugeschlagen. Nachdem der Favoritner Athletikclub am Ostermontag Titelverteidiger Donaufeld überraschend mit 2:0 bezwang, war am Freitag der SV Horn dran. Zu Gast beim einzigen RLO-Klub der eine 2. Bundesliga-Lizenz erhalten hat, gewannen die Favoritner erneut unerwartet. So konnte der FavAC in einer Kalenderwoche gleich sechs wichtige Punkte im Abstiegskampf holen und steht plötzlich punktgleich mit dem Wiener Sport-Club auf Rang 14 der Tabelle. "Jetzt gilt es genau so weiterzumachen und den Fokus direkt wieder auf das nächste Spiel zu legen", meinte FavAC-Trainer Herbert Gager nach Spielende. 
 

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