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Sportchef Rangnick und Trainer Glasner: Macht AC Milan ernst?

Zwischen Ralf Rangnick und AC Milan könnte es ernst werden. Laut der Gazzetta dello Sport steht der 67-Jährige als neuer Sportchef auf der Wunschliste. Oliver Glasner könnte Trainer werden.
Oliver Glasner und Ralf Rangnick

Kann man zugleich Sportdirektor bei AC Milan und Teamchef in Österreich sein? Schwer vorstellbar. Eher kommt dem ÖFB nach der bevorstehenden Weltmeisterschaft doch noch Ralf Rangnick abhanden. Und das, obwohl man bereits seit einem halben Jahr an der Verlängerung des Vertrages des 67-Jährigen arbeitet. Warum sich dieses Prozedere so in die Länge zieht, dieser Sache wird man vielleicht noch auf den Grund gehen müssen. Dann nämlich, wenn eintrifft, worüber italienische Medien großflächig berichten. „Avanti con Rangnick“ war am Samstag die Headline einer Doppelseite der renommiertesten Sporttageszeitung am Stiefel, der Gazzetta dello Sport. Zu Deutsch: Weiter geht’s mit Rangnick.

Gazzetta dello Sport am Samstag

Gazzetta dello Sport am Samstag

Österreichs Teamchef ist demzufolge als neuer mächtiger Sportchef beim AC Milan vorgesehen. Rangnick soll den Verein sportlich neu aufstellen, wie er das schon bei mehreren Klubs getan hat, und sportlich wieder flott machen. Zur Erinnerung: Erst vor wenigen Tagen wurden bei den Rossoneri sämtliche sportliche Verantwortliche vor die Türe gesetzt, nachdem man durch eine 1:2-Heimniederlage gegen Cagliari in letzter Minute das Ticket für die Champions League verspielt hatte.

Treffen mit Glasner

Mit Rangnick soll Oliver Glasner als Trainer kommen. Dem Bericht zufolge wurde der Oberösterreicher am Freitag kontaktiert, um ein Treffen für die nächsten Tage mit Milan-Boss Gerry Cardinale und dessen Berater Zlatan Ibrahimovic zu vereinbaren.

Die Gazzetta widmet Glasner auf der Doppelseite zugleich eine Geschichte, um ihn entsprechend zu porträtieren. Da wird zunächst von der Hirnblutung geschrieben, die dem heute 51-Jährigen im Jahr 2011 das Leben hätte kosten können, schließlich aber „nur“ das Ende seiner Laufbahn als Spieler und den Beginn seiner schließlich ruhmreicheren Trainerkarriere bedeutet hat. Davon, dass Glasner seine Teams am liebsten in einer 3-4-2-1-Formation auf den Rasen schickt und darüber, dass er sich nach dem Sieg in der Conference League am Mittwoch in Leipzig mit den Worten „Danke, dass ihr nicht zu viele dumme Fragen gestellt habt“, von den englischen Journalisten verabschiedet hat.

Sollte Oliver Glasner tatsächlich der heißeste Kandidat auf den Trainerstuhl in Mailand sein, dann wird das wohl mit dem Treffen der Milan-Bosse am Mittwoch in Wien mit Ralf Rangnick zu tun haben. Fakt ist: Das Treffen hat stattgefunden. Und dass Österreichs Teamchef, der Glasner einst zu einer Trainerkarriere ermutigt hatte, bei diesem Gespräch als seinen Wunschtrainer deponiert hat, wäre ebenso nachvollziehbar, wie die Nennung eines Ersatzkandidaten.

Jaissle als Alternative

Dieser hört auf den Namen Matthias Jaissle. Der Ex-Salzburg-Trainer, ebenso ein Vertrauter Rangnicks und zuletzt in Saudi-Arabien erfolgreich, wird von der Gazzetta dello Sport als Alternative genannt. Die könnte es brauchen, wenn Oliver Glasner beim FC Liverpool landen sollte. Die „Reds“ trennten sich am Samstag jedenfalls von Trainer Arne Slot.

Den Verantwortlichen beim ÖFB wird egal sein, wer bei Milan oder Liverpool auf der Trainerbank sitzt. Mit dem möglichen Abgang von Ralf Rangnick wird man sich aber doch beschäftigen müssen. Vor allem sollte die Sache geklärt sein, bevor Österreichs Team am 17. Juni in Santa Clara gegen Jordanien in die WM startet.

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