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Was bei Peter Stöger und Lothar Matthäus Kopfschütteln auslöste

Die beiden Ex-Rapid-Trainer waren am Freitag Ehrengäste bei einem Empfang in Wien.
Wolfgang Winheim
Peter Stöger und Lothar Matthäus posieren vor einer Sponsor-Wand.

25 Tage vor Österreichs WM-Start gegen Jordanien scheint Ralf Rangnicks Team in der Interwetten-Rangliste „Wer wird Weltmeister?“ an 23. Stelle unter den 48 Teilnehmern auf. „Aber ich traue Euch mehr zu ...“, lässt Lothar Matthäus als Werbeträger des Wettanbieters wissen. Nachsatz des Ex-Weltmeisters: „Wenn bei Euch der Teamspirit weiterhin so stimmt. Wenn sich jeder Spieler dem großen Ganzen unterordnet. So wie es bei uns Deutschen bei der WM 1990, davor und danach bei der WM 1986 und vor allem 1994 hingegen leider nicht der Fall war.“

Besonders bitter sind Matthäus’ Erinnerungen an die US-WM 1994, als er in New York mit Titelverteidiger Deutschland gegen Bulgarien (mit dem späteren Rapid-Abwehrchef Trifon Ivanov/2016) im Viertelfinale ausschied.

Aktuell scheint Deutschland im Quoten-Ranking auf Platz sieben auf. Als Topfavoriten gelten Spanien, Frankreich und England, obwohl der deutsche Coach der Briten, Thomas Tuchel, mit der Nichtberücksichtigung von Ausnahmekönnern wie Phil Foden und Cole Palmer nicht nur auf der Insel, sondern auch bei Matthäus und Peter Stöger Kopfschütteln auslöst. Die beiden Ex-Rapid-Trainer waren Freitag nicht TV-Augenzeugen von Rapids Niederlage in Ried, sondern in Wien Ehrengäste beim Wettanbieter. Während der WM werden sie als TV-Experten im Dauereinsatz sein.

Worauf gewettet werden kann ...

Unabhängig vom Ranking der Buchmacher kann – natürlich nur in der Theorie – jetzt schon darauf gewettet werden,

... dass viele TV-Fußball-Fans während der WM-Gruppenphase nicht nur wegen der ungewöhnlichen Beginnzeiten einschlummern werden, zumal speziell in den ersten 45 Spielminuten die Vorsicht mit abwartendem Ballgeschiebe dominieren wird.

... dass es aber ab der K.o.-Phase zu Turbo-Fußball kommen und so manch Wiener Lästermaul mit einem abfälligen Hinweis auf die heimische Bundesliga wieder von einer „anderen Sportart“ reden wird;

.... dass mindestens zwei Drittel der 48 Teamchefs nach der WM zurücktreten oder zurückgetreten werden, gleichgültig, ob sie längerfristig Verträge haben oder nicht.

... dass sich Donald Trump ungeachtet der Situation in Nahost, geschweige denn des Resultats beim kurz davor erfolgten WM-Start seiner USA gegen Paraguay am 14. Juni groß feiern lassen wird. Denn an diesem Tag wird der drogerieblonde FIFA-Friedenspreisträger (!!!) 80 Jahre alt.

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