Grabher-Trainer Bresnik: „Bedenklich, wenn ich Konkurrenz brauche“
Stark in Form: Julia Grabher ist im Vorwärtsgang.
Schon beim Lokalaugenschein in der Südstadt vor zwei Wochen sah man eine blendend aufgelegte Julia Grabher. Die Aufschläge kamen nicht nur hart, sonder meist auch präzise.
Vor allem ist sie längst wieder fit. Die 29-jährige Vorarlbergerin war 2023 auf dem Sprung in die Top 50, ihr Aufwärtstrend riss mit einer Sehne im Handgelenk. Heuer wurde sie von Wadenproblemen gebeutelt, im Vorjahr war eine Bauchmuskelverletzung Grund für einen Arztbesuch.
In Paris trifft Grabher heute auf Amanda Anisimova, die Amerikanerin stand im Vorjahr in Wimbledon und bei den US Open im Finale.
„Natürlich ist Julia krasse Außenseiterin, Anisimova gehört zu den ganz großen Spielerinnen. Da muss schon sehr viel zusammenpassen, damit sie eine Chance hat“, sagt Grabhers Trainer Günter Bresnik, der vor Ort in Paris ist. Bei der Spielerin selbst überwiegt das Schöne. „Ich freue mich mega auf die Möglichkeit und werde versuchen, mein Spiel zu spielen.“
„Das beste Match“
Am besten so wie in der ersten Runde, in der sie die Slowakin Rebecca Sramkova 6:2, 6:2 in der Gluthitze kalt abservierte. „Das war großartig, sie war enorm aggressiv mit der Vorhand und hat sehr gut serviert, auch vom Auftreten her wohl das beste Match, das ich von ihr gesehen habe“, sagt Bresnik. „Wenn sie so weiterspielt, steht sie bald wieder in den Top 100.“
Jahrelang war Grabher Alleinunterhalterin im österreichischen Frauen-Tennis, nun hat sie mit Neo-Staatsbürgerin Anastasia Potapowa, Lilli Tagger und Sinja Kraus Konkurrenz im eigenen Land. „Ich halte es generell für bedenklich, dass ich Konkurrenz von anderen Leuten brauche, um mich motivieren zu können. Für ein Land ist es sehr gut, wenn es mehrere Spielerinnen da sind, mir taugt das“, sagt Bresnik.
„Schade ist nur, dass Potapowa nicht hier trainiert. Wenn sie mehrere Trainingswochen in der Südstadt absolvieren würde, würde sich noch mehr tun, wäre es noch positiver.“
Günter Bresnik zum Konkurrenzkampf
„Schade ist nur, dass Potapowa nicht hier trainiert. Wenn sie mehrere Trainingswochen in der Südstadt absolvieren würde, würde sich noch mehr tun, wäre es noch positiver.“
Besagte Anastasia Potapowa trifft ebenfalls heute in Runde zwei auf Britin Katie Boulter, im Gegensatz zu Grabher ist sie Favoritin.
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