2. Liga neu: Keine Heimspiele mehr für Austria, Rapid und Sturm?
Auszug? Rapid II könnte auf die Heimspiele in der 2. Liga verzichten
So kann es nicht weitergehen, darin sind alle Beteiligten einig. Die Saison in der 2. Liga ist zwar mit einem spannenden Titelkampf zwischen Lustenau und St. Pölten zu Ende gegangen, aber der Zusammenbruch von Stripfing und die Insolvenz von Klagenfurt sorgten für große Zweifel an der Lebensfähigkeit der zweithöchsten Spielklasse.
Der TV-Vertrag sorgt Liga-Vorstand Ebenbauer
Seit Monaten wird über Reformen diskutiert, über eine Verkleinerung der 16er Liga oder gar – dafür würde es keine Mehrheit geben – ihre Abschaffung.
Viel wahrscheinlicher ist hingegen eine Veränderung, die international ihresgleichen sucht.
Es ist eine Anpassung nach dem Motto: Wie können wir den Vereinen konkret helfen? Etwa mit drei Heimspielen mehr (und dementsprechend drei Auswärtsreisen weniger) bei den insgesamt 30 Partien.
Und wie soll das gehen? Indem die „Zweierteams“ auf ihre Heimspiele verzichten. Konkret geht es dabei um die Young Violets, Rapid II und Sturm II (Red Bulls Farmteam Liefering ist offiziell „unabhängig“).
Der Rasen und seine Belastung
Die Heimspiele der Grazer Talente fanden zuletzt auf dem Gleisdorfer Acker oder, weit weg, in Leoben statt.
Austrias Hoffnungsträger spielen in Favoriten. Doch der Rasen in der Generali Arena kommt an seine Belastungsgrenzen: Neben den Profis und dem Zweierteam spielen dort auch die Austria-Frauen in der Liga und im Europacup.
Auch in Hütteldorf war der Aufwand bei der Rasenpflege groß, um neben den Profis Rapid II im Stadion spielen lassen zu können. Dazu kommen die Frauen, die nach dem Aufstieg nicht nur im Derby die große Bühne geboten bekommen sollen.
Wie vom KURIER berichtet, wird bei Rapid geprüft, wo und wie eine zweite Heimstätte (mit maximal 3.000 Plätzen) errichtet werden könnte.
Da jedes Spiel im Allianz Stadion einen fünfstelligen Betrag kostet und die Besucherzahlen mäßig blieben, waren bisher fast alle Partien von Rapid II ein Minusgeschäft.
Wohin weht der Wind in Hütteldorf?
Ein Nullsummenspiel
Sollten die drei Zweierteams ihre Heimspiele abtreten, würden dafür die Reisekosten für die "Großen" steigen – in Summe wohl ein Nullsummenspiel.
Was nicht geht, ist das Herauspicken einzelner Heimspiele, wie etwa gegen Wacker oder Austria Salzburg – Stichwort Fairness und Berechenbarkeit. Lediglich untereinander würden Austria, Rapid und Sturm ihre Zweierteams noch zu Hause antreten lassen.
"Thema soll auf die Tagesordnung"
Im Juni steht eine mit Spannung erwartete Bundesliga-Hauptversammlung an.
Auf KURIER-Anfrage sagt die Bundesliga dazu: „Das Thema ,Verzicht auf Heimspiele der Zweierteams‘ wird seit einiger Zeit intern diskutiert und soll auf die Tagesordnung. Dann könnte auch darüber abgestimmt werden.“
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