Sport-News

Es vergeht kaum ein Tag, an dem Teamchef Roger Bader keine Hiobsbotschaft erreicht. Am Donnerstag vor dem 3:4 im Test gegen Deutschland in Zell am See wurde bekannt, dass auch noch Benjamin Baumgartner nicht fit für die WM wird. Der in der Saison so starke Stürmer des Schweizer Top-Klubs SC Bern hatte einen Knöchelbruch, ihm wurde eine Platte eingesetzt und diese verursacht starke Schmerzen im Schuh. Somit ist kein Stürmer auf der Centerposition im Kader, der im Vorjahr mit dem Team ins WM-Viertelfinale kam. Einzig Benjamin Nissner, der im Vorjahr nicht dabei war, hat WM-Erfahrung als Spielmacher.

Gegen Deutschland testete Teamchef Bader Mario Huber auf der Centerposition, der Tiroler konnte gefallen in seiner neuen Rolle. immer wahrscheinlicher wird durch die vielen Ausfälle auch, dass der 18-jährige Wiener Leon Kolarik ins WM-Team kommt. Das Offensiv-Talent aus der kanadischen Juniorenliga agierte bei Österreich in der ersten Powerplay-Formation und hatte einige gute Chancen.

Stürmer Peter Schneider sprach von einer guten Leistung beim 3:4 gegen Deutschland: „Wir haben natürlich Fehler gemacht, aber dafür ist die Vorbereitung da. Wir haben sonst viel richtig gemacht. Zum Glück haben wir noch zwei Spiele und ein paar Trainings bis zur WM.“

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat gleich zu Beginn seiner Rede beim Kongress des Fußball-Weltverbandes versichert, dass der Iran an der WM in diesem Sommer teilnehmen wird. "Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt", sagte Infantino in Vancouver. "Der Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird der Iran in den USA spielen", sagte Infantino.

Schon vor zwei Wochen hatte der FIFA-Chef bekräftigt, dass der Iran trotz des Krieges mit den USA "auf jeden Fall" an der WM teilnehmen werde. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran erst im März von einer Teilnahme abgeraten und Sicherheitsbedenken angeführt. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio erklärte zuletzt, dass die Entscheidung über eine WM-Teilnahme beim Iran liege. Gleichzeitig sagte er aber auch: "Das Problem mit dem Iran wären nicht die Sportler. Es wären einige der anderen Leute, die sie mitbringen wollen."

Iranische Vertreter fehlen beim Kongress

Am Kongress in Vancouver nahm der iranische Fußball-Verband nicht teil. Verbandspräsident Mehdi Tadsch wurde auf dem Weg nach Vancouver laut Medienberichten bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen. Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Auch bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington war die Delegation Irans nicht anwesend. Die USA haben seither einen Krieg mit Iran begonnen.

Falls Christian Scherer wirklich vorgehabt haben sollte, seinem Vorgänger nachzueifern, dann hat er das weit verfehlt. 43 (!) Jahre lang war Klaus Leistner dem ÖSV als Generalsekretär vorgestanden. 

Für den Nachfolger aus Obertilliach endet die Amtszeit nach nicht einmal sechs Jahren. Scherer zieht sich aus eigenen Stücken im Herbst als Generalsekretär und Geschäftsführer des ÖSV zurück und wechselt in die Privatwirtschaft.

Wer überträgt das heutige Champions-League-Spiel? Wo läuft die Europa League – und wo die Conference League? Und welcher Anbieter zeigt eigentlich die österreichische Bundesliga?

Der Trend ist eindeutig: Rechte wandern, werden aufgeteilt und neu gebündelt – aber nur selten im Sinne der Zuschauer. Für Fußballfans in Österreich wird es immer schwieriger, den Überblick über die Übertragungen zu behalten. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Ab der Saison 2027/28 wird der Fußball auf den TV-Bildschirmen weiter zersplittert. Dann greifen neue Rechtezyklen für die europäischen Bewerbe, gültig bis inklusive der Saison 2030/31 – und die Karten werden einmal mehr neu gemischt. Ein Überblick:

Champions League in Österreich: Herber Rückschlag für Sky

Die Champions League wird weiterhin auf mehrere Anbieter verteilt. Den größten Anteil sichert sich DAZN. Der Streamingdienst zeigt ab 2027/28 nahezu alle Spiele der Königsklasse: 186 Spiele, von den Play-offs über die Ligaphase bis zum Finale. „Unser Anspruch ist klar: Wir wollen Fans das umfassendste und beste Erlebnis bieten“, erklärte Alice Mascia, CEO von DAZN in der DACH-Region, in einer Aussendung am Donnerstag. Für Sky bedeutet das einen herben Rückschlag. Der Sender zeigt künftig nur noch das Top-Spiel am Dienstag exklusiv.

Eine sehr private, aber feine Atmosphäre begleitete das KURIER-Team beim Lokalaugenschein beim Challenger in Mauthausen. Mittlerweile sind die "Danube Upper Austria Open" neben Tulln das einzige Challenger heuer, nachdem  in Salzburg  2024 das bisher letzte Mal serviert wurde und heuer auch Bad Waltersdorf aufgrund fehlender Sponsoren zumindest pausiert. 

Florian Leitgeb ist bei beiden noch vorhandenen Challenger-Turnieren als Veranstalter federführend. "Das ist eine schöne Bühne für österreichische Spieler, die sich hier präsentieren können. Wir haben im Hauptbewerb viele dabei, allein in der Quali starteten acht Österreicher." Positiv: Die NÖ Open in Tulln, mit der die Challenger-Serie 2021 nach Österreich zurückkehrte, sind für heuer gesichert. 

Ähnlich sieht es Jürgen Melzer, der vor einigen Jahren als ÖTV-Sportdirektor antrat, und die Wiedereinführung der Challenger-Turniere auf die To-do-Liste schrieb. "Ich habe immer gesagt, wir müssen unseren Spielern die Möglichkeit geben, sich vor heimischem Publikum zu zeigen. Wir hoffen, dass es wieder mehr Challenger werden, aber als ich angetreten bin, gab es gar keines."

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