ÖFB-Frauen: Teamchef Schriebl muss gehen, ein Bekannter übernimmt
Beim österreichischen Frauen-Nationalteam haben die schweren Wochen in der WM-Qualifikation nun doch zur Personalentscheidung geführt: Alexander Schriebl muss nach knapp eineinhalb Jahren als Teamchef die Segel streichen. Ihm folgt mit Lars Söndergaard ein alter Bekannter im österreichischen Fußball.
Lars Söndergaard
Die ÖFB-Frauen blicken auf eine sportlich zuletzt herausfordernde Phase zurück. In den vergangenen 14 Spielen mussten sie neun Niederlagen verzeichnen. In die WM-Qualifikation startete man mit drei Niederlagen gegen Norwegen, Slowenien und Deutschland, bevor ein 0:0 in Ried gegen Deutschland eine erleichternde Versöhnung brachte.
Unter Schriebl wurde allerdings auch ein personeller Umbruch eingeleitet. Zehn junge Spielerinnen feierten ihr Teamdebüt, zudem musste das Team den verletzungsbedingten Ausfall von mehreren absoluten Leistungsträgerinnen kompensieren, darunter Torfrau Manuela Zinsberger und Mittelfeldmotor Sarah Zadrazil.
Es übernimmt der 67-jährige Lars Söndergaard. Der Däne ist im österreichischen Fußball bestens bekannt. In seiner Trainerlaufbahn war er unter anderem bei Austria Salzburg, Austria Wien, GAK und Wacker Innsbruck tätig. In Dänemark fungierte er unter anderem als Cheftrainer von Viborg und Aalborg.
Zuletzt betreute Söndergaard über einen Zeitraum von sechs Jahren das dänische Frauen-Nationalteam und führte dieses sowohl zur Europa- als auch zur Weltmeisterschaft. Der Name Söndergaard war bereits gefallen, als ein/e Nachfolger/in für die langjährige ÖFB-Teamchefin Irene Fuhrmann gesucht wurde.
"Mit Lars Söndergaard konnten wir eine anerkannte Persönlichkeit des europäischen Fußballs gewinnen", sagt ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel. Der Däne werde das Frauen-Nationalteam zunächst bis zum Ende der Kampagne für die WM 2027 in Brasilien betreuen.
Österreich ist derzeit in der Gruppe A4 der Qualifikation hinter Deutschland, Norwegen und Slowenien nur Vierter und damit Letzter. Doch in den verbleibenden Spielen gegen Slowenien und Norwegen kann man sich noch Platz 3 sichern. Dieser würde eine bessere Ausgangslage für die Play-offs im Herbst bedeuten, in denen sich Österreich noch für die WM qualifizieren kann.
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