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Im Jahr 2010 ist die Schweiz zum letzten Mal in der Vorrunde ausgeschieden. Danach begann die außergewöhnliche Serie des Nachbarlands, die in Österreich unvorstellbar schien: Alle zwei Jahre war die "Nati“ bei den Großereignissen dabei und auch immer bis zu den K.o.-Spielen mittendrin. Nach dem 4:1 gegen Bosnien wird es auch bei der WM in den USA so sein.

Die Bosnier, die immerhin Italien ausgeschaltet hatten, müssen nun gegen Katar gewinnen, um in Gruppe B ebenfalls aufzusteigen.

Die Liste an Spielern mit Österreich-Bezug war bei Bosnien lange: Tarik Muharemovic verteidigte zentral. Der Serie-A-Legionär wurde beim WAC ausgebildet. Bruder Kenan, ebenfalls ein großer Innenverteidiger, trainiert am Freitag mit den Rapid-Profis.

An der Flanke ist nicht nur Salzburg-Fans Amar Dedic ein Begriff. Und in der Offensive wurde erstmals Kerim Alajbegovic aufgeboten, der Dribbler ist von Salzburg zu Leverkusen zurückgekehrt. Auf der Bank saß der Ex-Austrianer Haris Tabakovic. Auch Sturm-Verteidiger Arjan Malic, der nachnominiert worden war, schaute zu.

Nach dem Ausfall von Christoph Baumgartner droht dem ÖFB-Team der nächste schmerzvolle Ausfall bei der WM. Bei Stefan Posch war am Tag nach dem Jordanien-Spiel klar: Es handelt sich um einen Kieferbruch. Der Steirer war in der Schlussphase mit einem Gegenspieler heftig zusammengestoßen.

Am Mittwoch folgte in Santa Barbara ein Röntgen und eine CT-Untersuchung. Um vollständige Klarheit zu haben, wurden die Bilder aber auch noch nach Österreich zu einem Kieferspezialisten geschickt. Allerdings: Der Mediziner schlief aufgrund der Zeitverschiebung schon, als es so weit war. Bis zur endgültigen Diagnose dauerte es daher bis Donnerstag Vormittag Ortszeit.

Die Bestätigung

Da folgte aber die Bestätigung. In einer Aussendung des ÖFB hieß es:

Eine Operation ist nach aktuellem Stand nicht notwendig. Für den ÖFB-Teamspieler wird nun eine Spezialschiene angefertigt, die den weiteren Heilungsverlauf unterstützen soll.

Ob Posch im kommenden Gruppenspiel gegen Argentinien bereits wieder einsatzbereit sein wird, bleibt abzuwarten.

Mit der Partie Tschechien – Südafrika begann der zweite WM-Durchgang. Die Afrikaner setzten anfangs dort fort, wo das Eröffnungsspiel verloren gegangen war: Wie gegen Mexiko präsentierte sich der Außenseiter fehlerhaft und defensiv anfällig.

In der 2. Minute wollten die tschechischen Fans in Atlanta bereits jubeln, aber Schick köpfelte für seine Mittelstürmer-Qualitäten ungewohnt schlecht.

Nach nur sechs Spielminuten war es dann doch so weit: Ein schneller Einwurf reichte aus, um die im ersten Spiel ebenfalls enttäuschenden Tschechen vors Tor zu bringen. Ein guter Pass von Sojka folgte, und dann traf Michal Sadilek zur Führung.

Wie gegen Südkorea kam von den Tschechen danach nicht mehr viel. Erst Sekunden vor dem Pausenpfiff wurde die Chance zum Ausgleich zugelassen, Goalie Kovar hatte gepatzt – ohne Folgen.  

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