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Nun geht es an die Rackets: Fünf Tage nach einem erfolgreich abgeschlossenen Samurai-Kurs wird es für Österreichs „Tenniskrieger“ ernst: Am Freitag(ab 6 Uhr MEZ, ORF 1)  startet das "KURIER Austria Davis Cup Team" im Ariake Coliseum in Tokio die Begegnung der ersten Qualifikationsrunde zu den Davis Cup Final 8 zwischen Japan und Österreich. 

Mit wem das Team in den Eröffnungstag geht, das hat Jürgen Melzer am Donnerstag offiziell verkündet. Die Wahl des ÖTV-Sportdirektors und -Davis-Cup-Kapitäns ist zunächst auf Sebastian Ofner und Jurij Rodionov gefallen. 

Der erstgenannte Steirer läuft zum Start ein, wie die Auslosung vom Donnerstag um 2:00 Uhr MEZ auf der Anlage ergab: Die Nummer eins der rot-weiß-roten Herrennationalmannschaft (ATP 135) trifft im ersten Einzelmatch am Freitag auf Yosuke Watanuki (ATP 166). Im Anschluss fordert der Niederösterreicher Rodionov (ATP 170) im zweiten Single Japans aktuelle Nummer eins Shintaro Mochizuki (ATP 108). Für das Doppelmatch, das am Samstag um 5:00 Uhr MEZ (ab 4:55 Uhr live auf ORF SPORT+) den Anfang machen wird, wurden erwartungsgemäß Lucas Miedler und Alexander Erler aufgeboten. 

Überschattet wurde das zweite Abfahrtstraining der Männer in Bormio von einem schweren Sturz von Daniel Hemetsberger. Der Oberösterreicher verlor im oberen Streckenteil die Kontrolle und es passierte, was nicht passieren darf. Der 34-Jährige schlitterte in eine Torstange und verlor dabei seinen Helm. Hemetsberger versuchte noch mit den Händen seinen Kopf zu schützen, dann krachte er mit geöffnetem Airbag ins Fangnetz.

Der Abfahrer war rasch wieder auf den Beinen. Mit zerschundenem und blutigen Gesicht konnte er selbst ins Ziel abfahren. 

Das Tor mit dem Gesicht getroffen

"Ich habe den ganzen Sturz live miterlebt, das war gut", sagte Hemetsberger im Ziel mit einem blauen Auge und einem Cut auf der Nase. "Ich habe das Außentor genau mit dem Gesicht getroffen, ich glaube, da hat es mir den Helm runtergerissen. Mir hat es da richtig den Kopf ins Genick gerissen, das war schon unangenehm bei 130 km/h. Ich hoffe, die Schwellung am Auge geht wieder weg, weil im Moment sehe ich nicht so gut." 

Glück im Unglück: "Ich habe Schmerzen im rechten Bein, aber ich glaube, es ist nichts Gröberes. Gut ist, dass das Kreuzband dort nicht reißen kann, weil ich dort keines mehr drinnen habe."

Hemetsberger konnte sich im Ziel schon wieder über sich selbst ärgern: "Ich habe den gleichen Fehler wie in Kitzbühel gemacht. Zweimal den gleichen Fehler machen, darf nicht passieren."

Drei Italiener voran

Das Training wurde von den Lokalmatadoren dominiert. Mattia Casse fuhr die Bestzeit vor Florian Schieder und Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni. Die Österreicher kamen nicht in die Top Ten.

Als die Wiener Austria den letzten Sieg gegen Salzburg feierte, war Corona noch ein Bier. Am 27. Mai 2018 feierten die Veilchen einen 4:0-Erfolg, danach gab es 20 Salzburger Siege und vier Remis.

Am Freitag sind die Violetten zum Frühjahrsauftakt wieder in Salzburg zu Gast, die Favoritenrolle liegt ganz klar beim Winterkönig. Aber nicht nur wegen der Historie. Während es für die Austria das erste Pflichtspiel des Jahres ist, haben die Salzburger schon drei in den Beinen – zwei in der Europa League, eins im Cup. „Auch wenn wir gegen Aston Villa verloren haben – wir haben drei sehr gute Spiele gemacht und wollen jetzt mit einem Sieg in die Bundesliga starten“, erklärte Trainer Thomas Letsch.

Besser als im Herbst

Kapitän Mads Bidstrup kann den Auftakt kaum erwarten: „Wir wollen unbedingt zeigen, dass wir besser sind als vor der Winterpause.“ Welche Dinge sind es denn, die jetzt besser laufen? „Wir haben gesehen, dass das Pressing sehr gut funktioniert“, erzählt der Däne, der auch die Spielfreude hervorhob. Und auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint besser. „Die Atmosphäre im Team ist top“, bestätigt Bidstrup. Letsch fügte mit einem zufriedenen Grinsen hinzu: „Wir haben die Zeit genutzt und sind auf einem guten Weg.“

Die österreichische Profiboxerin Michaela Kotaskova steht vor dem bislang größten Kampf ihrer Karriere. Die Bounce-Boxerin trifft am 5. April in London auf keine Geringere als Chantelle Cameron, ehemalige unangefochtene Weltmeisterin (Undisputed) im Superleichtgewicht und eine der konstantesten Boxerinnen Europas. Die beiden kämpfen um den WBO Jr. Middleweight World Champion Titel. 

Die 34-jährige Cameron ist bekannt unter dem Kampfnamen „Il Capo“ und zählt seit Jahren zur Weltspitze. Die technisch starke und taktisch äußerst disziplinierte Britin war Weltmeisterin aller vier großen Verbände (WBA, WBC, IBF, WBO) im Halbweltergewicht und schrieb im Mai 2023 Boxgeschichte mit ihrem Sensationssieg gegen Katie Taylor. Der spätere Rückkampf ging zwar verloren, die Rivalität gilt jedoch als eine der bedeutendsten im modernen Frauenboxen.

"Jahrelang darauf hingearbeitet"

Für Michaela Kotaskova, die bei Bounce unter Vertrag steht, ist dieser Fight der nächste konsequente Schritt auf internationaler Ebene. Die amtierende WBF-Weltmeisterin hat sich den Kampf durch jahrelange Disziplin, Konstanz und kompromisslose Arbeit im Training erkämpft. Nun geht es um eine Weltmeisterschaft der sogenannten Big-4, also ein Titel der WBO, eines der vier großen internationalen Boxverbände. "Genau solche Kämpfe wollte ich immer haben – gegen die Besten, auf der größten Bühne. Ich habe jahrelang auf diesen Moment hingearbeitet." 

Wenn am Freitag in Mailand die Olympischen Spiele feierlich eröffnet werden, haben die Snowboardbewerbe bereits begonnen. Clemens Millauer wird bereits heute, Donnerstag, als erster Österreicher im Wettkampfeinsatz sein. Für den 31-jährigen Freestyle-Snowboarder fühlt sich die Big-Air-Qualifikation fast wie ein Finale an. Die Konkurrenz im Männer-Snowboarden ist riesig, das Level steigt rasant.

Mit einem 1980er (fünfeinhalb Drehungen), seinem schwierigsten Trick, ist Clemens Millauer in der Konkurrenz voll dabei. Die Qualifikation ist dabei der eigentliche Knackpunkt: „Da gibt es oft ein Favoritensterben.“ Den „19er“ habe er im Repertoire, „wenn der Kicker groß genug ist“. Und: „Wenn ich ins Finale komme, ist alles möglich“, sagt der Oberösterreicher.

Volles Risiko

Seine Partnerin, die zweifache Big-Air-Olympiasiegerin Anna Gasser, sieht ihn als Medaillenkandidaten. „Er hat auf jeden Fall das Können für das Podium“, sagt sie. „Ich finde, der Clemens unterschätzt sich selber ein bisschen.“

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