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Marcel Hirscher hat angekündigt, in dieser Saison nicht mehr in den Weltcup zurückzukehren. Ein anderer Superstar nimmt dessen Rekorde ins Visier. Der Riesentorlauf-Klassiker in Adelboden (10.30/13.30) ist für den Schweizer Marco Odermatt nicht nur ein Heimrennen, sondern auch eines seiner Lieblingsevents.

In bisher fünf Saison-Riesentorläufen gelangen dem RTL-Überflieger der Vorsaison drei Podestplätze (zwei Siege, ein dritter Platz). Sollte er „daheim“ in Adelboden heute triumphieren, wäre das für Odermatt der fünfte Sieg am Chuenisbärgli in Folge. Das gelang vor ihm noch niemand. Wie Odermatt hat auch der Schwede Ingemar Stenmark zwischen 1979 und 1982 in Adelboden viermal hintereinander gewonnen.

Mit seinem Sieg in der Abfahrt von Gröden hat Marco Odermatt einen anderen Meilenstein aufgestellt. Er hatte seinen 50. Weltcupsieg gefeiert und hat damit mit Alberto Tomba gleichgezogen.

Die meisten Siege hat bei den Männern Stenmark (86). Platz drei hält Hermann Maier mit 54 Siegen, die Odermatt heuer erreichen könnte. An zweiter Stelle? Marcel Hirscher mit 67.

Drei Speedbewerbe fanden vor zwei Jahren in Altenmarkt-Zauchensee beim Heimweltcup statt. Fünf von neun Podestplätzen gingen damals an die ÖSV-Läuferinnen Mirjam Puchner, Stephanie Venier und Co.

Jetzt ist der Ski-Weltcup zurück im Salzburger Land und muss wegen des Wintereinbruchs flexibel bleiben. Für heute, Samstag, ist die Abfahrt geplant (11.30 Uhr/live ORF 1), für Sonntag der Super-G (12 Uhr/live ORF 1).

Ob alles wie geplant über die Bühne gehen wird, ist noch nicht klar. Am Donnerstag fand das erste Abfahrtstraining wegen Windes auf verkürzter Strecke statt, das zweite Training am Freitag musste wegen großer Schneemengen überhaupt abgesagt werden.

Weil auf dem oberen Teil nicht trainiert wurde, ist bereits im Vorfeld klar, dass der spektakuläre Start-Abschnitt auch am Samstag nicht befahren werden kann.

„Ich bin mit einer gewissen Ruhe da“, sagt Cornelia Hütter, die im Dezember die Abfahrt in Val d’Isère gewinnen konnte. Sie habe ein paar Tage Pause gehabt und Energie gesammelt. Mit dem roten Trikot geht Lindsey Vonn an den Start. Die 21-jährige Vorarlbergerin Leonie Zegg wird ihr Debüt feiern.

Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund trennten sich im ersten Spiel nach der kurzen Winterpause der deutschen Fußball-Bundesliga nach einem späten Schlagabtausch 3:3. Mahmoud Dahoud traf am Freitag in der 92. Minute zum vermeintlichen Heimsieg der Eintracht, ehe Carney Chukwuemeka vier Minuten später für den BVB ausglich. Mit Marcel Sabitzer in der Startelf waren die Dortmunder davor durch Maximilian Beier (10.) und Felix Nmecha (68.) zweimal in Führung gegangen.

Verrückte Schlussphase

Der Eintracht gelang durch Can Uzun (22./Elfmeter) und Neuzugang Younes Ebnoutalib (71.) jeweils der Ausgleich. In der Schlussphase köpfelte Dortmunds Nico Schlotterbeck an die Latte, ehe Dahouds abgefälschter Schuss das Ziel fand. Beim 3:3 lieferte Sabitzer die Flanke, Chukwuemeka verwertete mit etwas Glück.

Dortmund bleibt Zweiter, der Rückstand auf den enteilten FC Bayern könnte am Wochenende weiter anwachsen. Frankfurt bleibt Siebenter.

Senegal ist als erstes Team ins Halbfinale des Fußball-Afrika-Cups in Marokko eingezogen. Im ersten Viertelfinale des Turniers gewann der Champion von 2022 am Freitag in Tanger 1:0 gegen Mali. Das Tor erzielte Everton-Profi Iliman Ndiaye in der 27. Minute. Er profitierte von einem Patzer von Torhüter Djigui Diarra. Einen deutlicheren Erfolg vergab Lamine Camara mit einem Stangenschuss in der Schlussphase.

Wie schon in den beiden vorangegangenen Spielen kassierte Mali auch im Duell mit dem Senegal einen Platzverweis. Yves Bissouma sah kurz vor dem Seitenwechsel die Gelb-Rote Karte nach wiederholtem Foulspiel.

Auch Marokko weiter

Im Abendspiel hatte Marokko gegen Kamerun keine Probleme. Die Gastgeber gewannen in Rabat ungefährdet mit 2:0.

Der starke Schneefall hat auch im Lavanttal für Änderungen im Trainingsbetrieb gesorgt. „Wir sind bei der Infrastruktur nicht so eingerichtet wie manch andere, aber keiner der Jungs jammert“, erzählt Ismail Atalan.

Der deutsche Chefcoach der Wolfsberger verlegte den Fokus auf taktische Arbeit: „Ich sehe viel Energie und freudige Gesichter, trotz der schlechten Umstände. Und nächste Woche geht es ja schon in die Sonne.“

Der Cupsieger ist ab 13. Jänner in Jerez, um in Spanien für die Rückkehr von Platz 8 in die Top-6 zu üben: „Unser Anspruch ist, in jedes Spiel zu gehen, um es zu gewinnen. Dann werden wir uns mit den Besten in der Meistergruppe messen können.“

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