Für Papa Hermann Maier wird es immer schwieriger

Hermann Maier bei der Star Challenge 2024
Hermann Maier lädt am Montag wieder zu seinem Promi-Skirennen nach Flachau. Seine Familie hält der ehemalige ÖSV-Star von der Öffentlichkeit fern. Noch.
Wolfgang Winheim

Wolfgang Winheim

„Der Hermann hat mich nur net eing’laden, weil er von mir net besiegt werden will“, sagt Hermann Maiers früherer Erfolgscoach (und Tiefschneeweltmeister) Andreas Evers in Anspielung auf die Maier-Ski-Challenge, die am Montag vor den Haustüren der beiden Flachauer stattfindet. In Wahrheit muss Evers zur gleichen Zeit als der zum ÖSV heimgekehrte Speedtrainer am Teamcaptains-Meeting in Wengen teilnehmen. Dort, wo Samstag die längste Abfahrt stattfindet und damit eine Mini-Chance besteht, dass das (45 Monate) lange Warten auf den ersten ÖSV-Abfahrtssieg der Herren endet.

Davor kann der ORF noch an zwei Flachauer Ski-Abenden mit bis zu einer Million Seher spekulieren. Ja vielleicht sogar einen Quoten-Rekord für Gaudi-Rennen bejubeln, obwohl am selben Montag Servus TV im Salzburger Hangar 7 den Trainer-Guru Jürgen Klopp exklusiv über sein erstes Jahr und seine Pläne als Oberchef des Red Bull-Fußball-Imperiums reden lässt. Wobei der deutsche Startrainer auch über Entertainer-Qualitäten verfügt.

In politisch wie wirtschaftlich schweren Zeiten ist leichtere Kost beim Seher gefragt. Diesbezüglich kann Gastgeber Maier nebst dem Nostalgie-Ski-Ländermatch Österreich – Schweiz (mit Anna Veith, Franz Klammer, Hans Knauß, Fritz Strobl, Bernhard Russi, Sonja Nef, Carlo Janka usw.) auch Spaß dank Promis à la Kickerschwergewicht Andreas Herzog garantieren.

Abgesehen von dieser Legenden-Show und manch TV-Werbepots sucht Maier keineswegs die Nähe zu Medien. Er genießt vielmehr die Rolle als Anti-Seitenblicke-Typ, der mehr Einladungen ablehnt als annimmt. Und der seine Familie von der Öffentlichkeit fernhält. Der Vater dreier Töchter kann sehr zornig werden, wenn deren Namen medial aufscheinen. Was im Falle der Elfjährigen (Name der Redaktion nicht bekannt) noch zu einer Maier-Challenge werden könnt.

Noch ist’s verfrüht, um wie bei Nina Ortlieb (Papa Olympiasieger ) oder Romy Sykora (das 18-jährige Töchterl vom Slalom-Olympiadritten gewann ihre erste Nachwuchs-Abfahrt) das Sprichwort vom Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, zu strapazieren.

„Aber der Hermann macht’s g’scheit. Er ist kein überehrgeiziger Trainervater. Er zwingt sei Kloanste zu nix. Die is halt auffallend talentiert. Die wird er aus Resultatlisten net leicht wegstreichen lassen können“, sagt Freund Andi Evers. Und das hat dieser ausnahmsweise nicht nur im Spaß gemeint.

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