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Nach dem krachend gescheiterten Investorendeal von Gianni Infantino erhöhte Europa den Druck auf den angezählten FIFA-Boss und drohte dem Weltverbandspräsidenten mit rechtlichen Schritten. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) erhebt in einem Schreiben an den Spitzenfunktionär den schweren Verdacht, der Schweizer sowie Geschäftspartner könnten Beweise vernichten wollen. Und die ersten Nationalverbände aus Europa entziehen Infantino wieder ihre Unterstützung für eine erneute FIFA-Kandidatur, die im kommenden Jahr in Marokko eigentlich ihre Krönung finden sollte.

Material darf nicht vernichtet werden

Die UEFA weitet den Widerstand gegen den FIFA-Präsidenten aus. Das Ziel ist ziemlich deutlich: Infantino soll aus seinem mächtigen Amt verschwinden. Wie der Telegraph und die Financial Times berichten, hat der europäische Dachverband den Weltverbandspräsidenten aufgefordert, sämtliches Material im Zusammenhang mit dem zurückgezogenen Investorenvorhaben nicht zu vernichten. Entsprechende Appelle gingen demnach unter anderem auch an Technologieinvestor Joshua Kushner, der eine Schlüsselrolle bei dem Projekt hätte einnehmen sollen. Der Deutschen Presse-Agentur wurde bestätigt, dass ein Schreiben zur Sicherung von Beweismitteln versandt wurde.

„Die UEFA teilt hiermit förmlich mit, dass sie aktiv die Einleitung rechtlicher Schritte, eines Schiedsverfahrens und/oder Beschwerden bei den zuständigen Aufsichtsbehörden (zusammen die 'Verfahren') prüft. Diese beziehen sich auf den von der FIFA vorgeschlagenen FFE-Plan sowie auf alle damit in Zusammenhang stehenden Angelegenheiten, die nachstehend näher erläutert werden“, zitiert der Telegraph aus dem UEFA-Schreiben.

Infantino wollte Anteile an den Premium-Produkten des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Geldgeber hätten rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) erwerben können, dessen Wert zunächst mit 20 Milliarden Dollar beziffert war.

Von Fabio Tartarotti 

Für den Aufsteiger aus Wien, den SV Wienerberg 1921, gab es am Freitagabend einen „Welcome-to-the-Ostliga“-Moment. Die Favoritner gingen zuhause gegen FC Marchfeld mit 0:5 unter. Der Abgang von Schlüsselspieler Jan Mülner dürfte für den amtierenden Wiener-Liga-Meister schwierig bis gar nicht zu kompensieren sein. 

Der Torschützenkönig der vergangenen Saison, dessen Leistung erheblich zum Wiener-Doublesieg und Aufstieg in die RLO beigetragen hatte, stürmt ab sofort für den ASK Ebreichsdorf  in der Niederösterreichischen Landesliga. Auch Erfolgscoach Werner Hasenberger trägt nicht mehr das Wappen des SV Wienerberg, an seiner Stelle sitzt nun Peter Weingartmann auf der Trainerbank. Mit SV Horn trifft Wienerberg am zweiten Spieltag wieder auf einen starken Gegner. Will man sich in der Liga etablieren, muss der Aufsteiger jetzt zumindest einen kleinen Schritt nach vorne machen. 

Vier Jahre lang hatte Rapid das erste Liga-Heimspiel gewonnen, immer zu Null. 2025 durch ein frühes Tor von Nosa Dahl gegen Blau-Weiß Linz 1:0.

Und 2026 gegen Altach? Gelang Auftaktsieg Nummer fünf, wieder zu Null, wieder durch ein frühes Dahl-Tor.

Rapid mit Blitzstart

Rapid war nach dem 6:2 im Europacup mit vier Neuen gestartet (Jakob Schöller, Jannes Horn, Tonni Adamsen  und Yusuf Demir) und hatte einen perfekten Auftakt. Ercan Kara, der vor Adamsen stürmte, gelang der hohe Ballgewinn, Matthias Seidl fand Nosa Dahl und der Norweger tanzte Filip Milojevic aus.

Beinahe hätte Goalie Dejan Stojanovic das 1:0 durch Dahl verhindern können (4.).

Erstes Spiel, erste Standortbestimmung für zwei Teams, bei denen sich einiges getan hat. Austria Lustenau begrüßte als Aufsteiger bei seiner Rückkehr in die Bundesliga die SV Ried, die einen Trainerwechsel und einen Umbruch im Kader zu bewältigen hatte. Wie das aussah? 

Die Gastgeber begannen im schmucken neuen Stadion druckvoll und gingen in Führung. Dominik Weixelbraun war von den Riedern nach einer Flanke von Danilo Soares am langen Eck völlig vernachlässigt worden und traf ungehindert zum 1:0 (26.). Da hatten die Gäste kurz geschlafen nach der ersten Trinkpause im Spiel.

Der Treffer erweckte sie allerdings: Von nun an bestimmten die Oberösterreicher mit Routinier Stefan Schwab als Taktgeber im zentralen Mittelfeld die Partie. Dem Ausgleich durch Nasrawe (34.) folgte noch vor der Pause eine Topchance für Evan Aisowieren. 

Führungstreffer von Ried zurückgenommen

Der gebürtige Linzer, der in England aufgewachsen ist, trat kurz nach Seitenwechsel wieder in Erscheinung. Sein Zuspiel fand Jaedin Rhodes, der zum 1:2 traf (58.). Der Treffer zählte wegen einer minimalen Abseitsstellung aber nicht.

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