Sport-News

Für die österreichischen Handballerinnen ist die EM-Teilnahme 2026 in Griffweite gerückt. Mit dem Kantersieg gegen Israel (38:23) fuhr das Nationalteam den Pflichtsieg ein und bleibt damit auf Kurs Richtung Endrunde.

Das Duell war von Beginn an eine einseitige Angelegenheit. Gerade in der Anfangsphase überrollten die Österreicherinnen die völlig überforderten Handballerinnen aus Israel und lagen schnell mit 10:2 voran. 

Danach schaltete das Team von Monique Tijsterman einen Gang zurück, die Pausenführung war mit 17:9 aber immer noch sehr komfortabel.

Duell mit Griechenland

Mit dem souveränen Auswärtserfolg behauptete das österreichische Nationalteam in der Gruppe den zweiten Tabellenplatz hinter Spanien. Aus den insgesamt sechs Qualigruppen qualifizieren sich die jeweiligen Top 2 sowie die vier besten Gruppendritten für die Endrunde. 

Das sollten sich die Österreicherinnen im Normalfall nicht mehr nehmen lassen. Am Sonntag wartet noch das abschließende Heimspiel gegen Griechenland.

Das EM-Turnier findet heuer vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei statt.

Es ist selbstredend, dass die Frau im Mittelpunkt steht dieser Tage. Und bei der 35. Auflage des Upper Austria Ladies, Österreichs größtem Frauen-Turnier, noch ein bisserl eindrucksvoller. „Advantage Ladies“ ging in  die  vierte Auflage, mit Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock hat man eine perfekte Botschafterin aus dem Eiskanal geholt.

Für  die Tirolerin ist es wichtig, „den Mädchen im Sport die richtigen Rahmenbedingungen zu geben, wo sie sich wohlfühlen“.
Sie weiß, dass der Sport in Österreich zu geringen Stellenwert besitzt. „Es gibt keine Sport-Struktur“, sagt auch Hans Niessl, Präsident von Sport Austria. Dass der Bund dem Upper Austria Ladies die Förderung von 300.000 Euro strich, passt irgendwie dazu. 
Initiativen wie die weitere Ausbreitung der täglichen Turnstunde sollen den Österreichern Beine machen.  Dafür wird freilich Geld benötigt. Doch: Es wird kolportiert, dass die Bundesregierung im Sport  20 bis 40 Millionen Euro einsparen will.  

Der österreichische Fußball-Bundesligist LASK und der niederländische Topclub Ajax Amsterdam haben eine langfristige Partnerschaft vereinbart. Ajax gilt als einer der besten Ausbildungsvereine in Europa, von der Expertise des vierfachen Champions-League-Siegers und niederländischen Rekordmeisters in Trainingsmethodologie, Talentförderung und Scouting soll künftig auch der Linzer Traditionsverein profitieren.

"Die enge Zusammenarbeit mit einem Club, der eine große Geschichte mit Weltklasse-Expertise in der Spielerentwicklung und der Integration junger Talente auf höchstem Niveau verbindet, ist eine großartige Chance, uns weiterzuentwickeln", wurde LASK-Geschäftsführer Siegmund Gruber in einer Aussendung am Mittwoch zitiert. Der LASK wird Mitglied in einem großen Netzwerk, Ajax hat Partnerclubs in Mexiko (CF Pachuca, Club Leon), Spanien (Real Oviedo), Italien (Como 1907) oder Japan (Gamba Osaka).

In dem erstmals für die Frauen-Bundesliga durchgeführten Lizenzierungsverfahren bekamen zehn Bewerber, darunter neun Bundesligisten und Zweitligist SK Rapid, die Spielberechtigung für die Saison 2026/27. Das teilte die Liga am Mittwoch mit. Der frühere Serienmeister USV Neulengbach hat wie erwartet keine Lizenz für die kommende Saison in der Frauen-Fußball-Bundesliga erhalten, da die nötigen Unterlagen fehlten - der KURIER berichtete

Neulengbach hatte in der Vorwoche den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens angekündigt. Das soll nun aber zunächst nicht passieren, bestätigte Vereinsobmann Thomas Wirnsberger gegenüber dem ORF Niederösterreich. Der Verein hat nun die Chance, mit möglichen Geldgebern die Zukunft zu retten - und möglicherweise die Lizenz in der zweiten Instanz - bis 15. April - zu erhalten. Sportdirektorin Maria Wolf habe bereits Kontakt zu einem Financier aufgenommen, der bereit wäre, den Klub mit "hohem Werbewert" zu übernehmen. 

Alle zwölf Fußball-Bundesligisten haben die Lizenz für die nächste Saison gleich in erster Instanz erhalten. Zudem erteilte der für die Lizenzerteilung zuständige Senat 5 der Bundesliga auch den vier am Aufstieg aus der 2. Liga interessierten Vereinen Admira Wacker, SKN St. Pölten, Vienna und Austria Lustenau die Spielgenehmigung für die oberste Spielklasse. Keine Bundesligalizenz erhielten dagegen der FAC und SW Bregenz. Das gab die Bundesliga am Mittwoch bekannt.

Wie erwartet erhielt Rapid die Lizenz für die Saison 2026/27 ohne Auflagen. Somit ist auch Rapid II weiterhin an der Teilnahme an der 2. Liga berechtigt. Die erstmalige Lizenzierung in der Frauen-Bundesliga ergab, dass die SK Rapid Frauen im Falle eines Aufstiegs ebenfalls spielberechtigt wären.

Beim FAC fehlt nur die Trainer-Lizenz

Von den zwölf Bundesligisten bekam lediglich die finanziell angeschlagene Wiener Austria Auflagen. Die Violetten müssen "aktualisierte geprüfte finanzielle Zukunftsinformationen" liefern. Dieselbe Auflage im Falle eines Aufstiegs erhielten Zweitliga-Tabellenführer St. Pölten und die Admira, nicht aufsteigen dürfen der FAC aus personellen und Bregenz aus infrastrukturellen Gründen.

Die Lizenz für die höchste Spielklasse wurde dem FAC in erster Instanz verwehrt, weil Cheftrainer Sinan Bytyqi derzeit nur die UEFA-A-Lizenz hat und nicht die UEFA-Pro-Lizenz. Der FAC kann in den nächsten acht Tagen diese Anforderung erfüllen und die Lizenz in zweiter Instanz beantragen. Sollte der Aufstieg in die Bundesliga gelingen, würde der FAC in der Generali-Arena seine Heimspiele austragen.

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