Keine Lizenz für Neulengbach, aber ein Hoffnungsschimmer
In dem erstmals für die Frauen-Bundesliga durchgeführten Lizenzierungsverfahren bekamen zehn Bewerber, darunter neun Bundesligisten und Zweitligist SK Rapid, die Spielberechtigung für die Saison 2026/27. Das teilte die Liga am Mittwoch mit. Der frühere Serienmeister USV Neulengbach hat wie erwartet keine Lizenz für die kommende Saison in der Frauen-Fußball-Bundesliga erhalten, da die nötigen Unterlagen fehlten - der KURIER berichtete.
Neulengbach hatte in der Vorwoche den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens angekündigt. Das soll nun aber zunächst nicht passieren, bestätigte Vereinsobmann Thomas Wirnsberger gegenüber dem ORF Niederösterreich. Der Verein hat nun die Chance, mit möglichen Geldgebern die Zukunft zu retten - und möglicherweise die Lizenz in der zweiten Instanz - bis 15. April - zu erhalten. Sportdirektorin Maria Wolf habe bereits Kontakt zu einem Financier aufgenommen, der bereit wäre, den Klub mit "hohem Werbewert" zu übernehmen.
Lizenz für europäische Bewerbe
Zusätzlich zum nationalen Lizenzierungsverfahren erhielten sechs Vereine (Austria Wien, SKN St. Pölten, Sturm Graz, Red Bull Salzburg, Altach, Vienna) die Zulassung für die internationalen UEFA-Frauen-Klubbewerbe. Es sei insgesamt "als sehr positiv zu bewerten, dass dieses erstmalige Lizenzierungsverfahren von den Clubs weitestgehend erfolgreich abgeschlossen worden ist", betonte Thomas Hofer-Zeni, Vorsitzender des zuständigen Senat 5, in einer Aussendung. In der 2. Frauen Bundesliga liegt Rapid nach 17 von 22 Runden einen Punkt hinter Tabellenführer SVK Wildcats aus Krottendorf, der allerdings keine Lizenz erhielt.
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