Linzer Festspiele: Heldinnen machen auf Missstände im Land aufmerksam

Turnier in Linz: Im Mittelpunkt des Symposiums "Advantage Ladies" stand die Sichtbarkeit der Frauen in einem Land, in dem es "an einer Sportstruktur mangelt."
Heiße Diskussion: Sandra Reichel, Hans Niessl und Janine Flock.

Es ist selbstredend, dass die Frau im Mittelpunkt steht dieser Tage. Und bei der 35. Auflage des Upper Austria Ladies, Österreichs größtem Frauen-Turnier, noch ein bisserl eindrucksvoller. „Advantage Ladies“ ging in  die  vierte Auflage, mit Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock hat man eine perfekte Botschafterin aus dem Eiskanal geholt.

Für  die Tirolerin ist es wichtig, „den Mädchen im Sport die richtigen Rahmenbedingungen zu geben, wo sie sich wohlfühlen“.
Sie weiß, dass der Sport in Österreich zu geringen Stellenwert besitzt. „Es gibt keine Sport-Struktur“, sagt auch Hans Niessl, Präsident von Sport Austria. Dass der Bund dem Upper Austria Ladies die Förderung von 300.000 Euro strich, passt irgendwie dazu. 
Initiativen wie die weitere Ausbreitung der täglichen Turnstunde sollen den Österreichern Beine machen.  Dafür wird freilich Geld benötigt. Doch: Es wird kolportiert, dass die Bundesregierung im Sport  20 bis 40 Millionen Euro einsparen will.  

Freilich braucht Österreich auch Helden. „Es war schön, wie sich die Kinder freuten, als ich eine Schule besuchte“, sagt Flock. Deshalb soll vor allem auch der Schulterschluss zwischen Schulen und Sportlern bzw. Vereinen verstärkt werden.

Woche der Frauen

Powerfrauen gibt es viele in Linz. Neben Flock, Kickerin Sarah Zadrazil, Turnierchefin Sandra Reichel auch Turnierbotschafterin Barbara Schett und Top-Trainerin Judy Murray, die einen Vortrag hält.  Und natürlich Lilli Tagger, die am Dienstag ihr Auftaktmatch gegen die ehemalige  Nummer zwei Paula Badosa 6:4, 7:6 gewann. „Solche Vorbilder braucht das Land“, sagt Reichel. „Der Tennissport, aber der Sport allgemein.“

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