Sport-News

Das erste Sechzehntelfinale in der Geschichte einer Fußball-Weltmeisterschaft brachte gleich eine Premiere mit sich. Sowohl Südafrika als auch Kanada hatten erstmals die Gruppenphase einer WM-Endrunde überstanden. Im Sofi-Stadium in Los Angeles, wo auch Österreich am Donnerstag auf Spanien trifft, gingen die Kanadier als Favorit in die Partie.

Südafrika gegen Kanada: Chancenarme Halbzeit

Die Nordamerikaner versuchten von Beginn an Druck aufzubauen und die „Bafana Bafana“ früh unter Druck zu setzen. Wirklich aufgehen wollte dieser Plan allerdings nicht. Stattdessen entwickelte sich eine zerfahrene Begegnung, geprägt von technischen Unsauberkeiten und zahlreichen Ballverlusten auf beiden Seiten.

Auf Torchancen warteten die Zuschauer in der Anfangsphase vergeblich. Auf den Rängen quittierte man das Dargebotene immer wieder mit Pfiffen.

Davies brachte Schwung

Gefährlich wurde es in der ersten Hälfte dann doch noch: Kurz vor der Pause bot sich Kanada dann die große Möglichkeit zur Führung. Nach einem Eckball köpfelte Bombito aufs Tor, doch der Ball wurde gerade noch auf der Linie geklärt. Im anschließenden Gestochere kam schließlich auch Buchanan zum Abschluss, doch Torwart Williams verhinderte den Rückstand (44.).

Aprilia-Pilot Jorge Martin hat mit seinem dritten Platz beim Großen Preis der Niederlande in Assen die WM-Führung in der MotoGP übernommen. Der Tagessieg ging aber an jemand anderen. Der Japaner Ai Ogura gewann seinen Grand Prix in der Königsklasse und ist überhaupt der erste Japaner, der seit 2004 einen MotoGP-WM-Sieg verzeichnen konnte. 

Marco Bezzecchi, bis Assen der WM-Leader, kam schwer zu Sturz und konnte Stallrivalen Martin nichts entgegensetzen. Martin behauptete von der Pole Position zunächst die Führung und kämpfte später mit Sprint-Sieger Raul Fernandez und Ogura. Die beiden Aprilias vom Team Trackhouse zogen bei noch neun ausstehenden Runden an dem Spanier vorbei. Ogura ließ im Finish schließlich noch seinen Teamkollegen stehen.

Schwerer Bezzecchi-Sturz

Weiter hinten im Feld spielten sich bei brütender Hitze teilweise wilde Szenen und harte Zweikämpfe ab. In der 2. Runde entglitt Bezzecchi in Schräglage in Kurve 16 sein Motorrad und flog bei hoher Geschwindigkeit ins Kiesbett ab. Den Italiener schleuderte es vom Sitz, er überschlug sich mehrmals. Wie es ihm gesundheitlich geht, war vorerst unklar. KTM-Ass Pedro Acosta schied mit körperlichen Problemen aus.

Im MotoGP-Zirkus geht es in 2 Wochen am deutschen Sachsenring weiter. 

Anastasia Potapowa startet ohne Coach in ihr sechstes Wimbledonturnier. Österreichs Nummer eins hat sich von ihrem deutschen Trainer Henner Nehles getrennt. Dies hat die Weltranglisten-28. am Sonntag vor ihrem Erstrundenspiel gegen die Spanierin Jessica Bouzas Maneiro (Montag, 4. Match nach 13 Uhr, Amazon Prime) verraten. „Ich bin nur mit meinem Sparringpartner Sebastian Pisano hier und einem Physio.“

Die 25-Jährige sprach auch über ihre Anpassungsprobleme auf Rasen und die zwei Aufgaben.  „Die ersten Wochen auf Gras waren nicht ideal, auch nicht vom Gefühl her. Ich hatte so viele Matches auf Sand. Es war wirklich schwer, mich an die Bedingungen zu gewöhnen“, erklärt Potapowa. 

Gesundheitlich hatte Potapowa ebenfalls Probleme, musste sowohl in 's-Hertogenbosch als auch in Berlin aufgeben. Auch die Aufgabe in Deutschland sei noch auf eine zuvor etwas übergangene Viruserkrankung zurückzuführen, widerlegte sie andere Eindrücke. „Ich dachte, der Virus geht weg und habe weitergespielt, das war ein großer Fehler. In Deutschland ist es mir schlechter gegangen, da hat mein Körper aufgegeben.“

Viel hatte George Russell zuletzt einstecken müssen. Der Brite, zu Beginn der Saison als WM-Favorit gehandelt, hatte mit technischen Problemen oder mit seinem Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli zu kämpfen gehabt. Doch auf dem Red Bull Ring schlug der 28-Jährige zurück. Nach seiner Bestzeit im Qualifying gewann der von der Poleposition aus gestartete Russell auch den Grand Prix am Sonntag. Für Russell war es der zweite Sieg in Österreich nach 2024.

"Diesen Sieg heute werde ich richtig genießen", sagte Russell. "Max und Red Bull waren sehr schnell. Es war harte Arbeit, ihn hinter mir zu lassen. Jetzt freue ich mich auf ein Getränk. Ich habe versucht, ständig ans Limit zu gehen. Dabei gab es die eine oder andere kritische Situation." Mit breiter Brust wird er zu seinem Heimrennen nach Silverstone fahren (5. Juli).

Max Verstappen war nach seinem Ausrutscher im Qualifying nur von Rang fünf gestartet. Doch der Niederländer kam gut weg und kämpfte bald gegen Russell um den Tagessieg. Letztlich setzte sich der Brite doch durch. "Für uns war das ein sehr gutes Rennen", freute sich der vierfache Weltmeister. "Die ersten paar Runden haben richtig Spaß gemacht, und danach habe ich einen guten Rhythmus gefunden." Verstappen verriet außerdem, dass er sich bei seinem Crash am Samstag etwas das Knie angeschlagen hatte. 

"Ich habe ein paar Fehler gemacht"

WM-Leader Antonelli verlor in den ersten Runden zwei Plätze - und rettete am Ende als Dritter 15 Punkte für die WM-Wertung. Dennoch war der Italiener nicht unzufrieden: "Ich habe in den ersten Runden leider ein paar Fehler zu viel gemacht. Erst gegen Ende war ich richtig schnell. Wäre es zwei oder drei Runden länger gegangen, wäre es (gegen Verstappen) noch einmal spannend geworden."

Die beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton waren von den Plätzen zwei und drei gestartet. Doch das Rennen verlief für die Scuderia enttäuschend. Hamilton wurde Fünfter, Leclerc gar nur Achter.

Trotz fast unerträglicher Hitze wurde in Spielberg laut offiziellen Angaben ein neuer Zuschauerrekord verzeichnet. 320.000 Fans wurden über das gesamte Wochenende gezählt, hieß es in einer Aussendung. 

Red-Bull-Sieg in der Formel 2

Im Rahmenprogramm in Spielberg gewann Red-Bull-Junior Nikola Tsolov das Formel-2-Rennen. Der Bulgare von Campos Racing siegte vor dem Italiener Gabriele Mini und dem Deutschen Oliver Goethe (jeweils MP Motorsport). In der Gesamtwertung verteidigte Mini seine Führung knapp vor Tsolov. In der Formel 3 triumphierte der Norweger Noah Strömsted (Trident). Österreichische Fahrer waren in den beiden Nachwuchsrennen keine am Start.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.