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Wer vergangene Saison den besten Rasen Österreichs gehabt hat, entscheiden nicht Experten mit Lupen und Messgerät, sondern jene, die auf diesem monatelang arbeiten: die Fußballprofis.

Bei der jährlichen „VdF-Pitch Competition“ bewertet die Gastmannschaft nach einem Auswärtsspiel auf einer Skala von 0 bis 10 Punkten die Platzverhältnisse des Stadions. Aus diesem Feedback ergibt sich der Saisonendstand.

Für die Saison 2025/26 holte sich Rapid die Bundesliga-Krone mit 8,19 Punkten zurück. Zweiter wurde der FC Blau-Weiß Linz (7,75) und vervollständigt wird das Podest vom FC Red Bull Salzburg (7,59). Der Vorjahressieger SCR Altach kam mit 6,88 Punkten nicht an seine Leistung vom letzten Jahr (8,28) heran und landete auf Rang 7. Schlusslicht bleibt der TSV Hartberg mit 4,72 Punkten.

Von Fabio Tartarotti 

Für den Aufsteiger aus Wien, den SV Wienerberg 1921, gab es am Freitagabend einen „Welcome-to-the-Ostliga“-Moment. Die Favoritner gingen zuhause gegen FC Marchfeld mit 0:5 unter. Der Abgang von Schlüsselspieler Jan Mülner dürfte für den amtierenden Wiener-Liga-Meister schwierig bis gar nicht zu kompensieren sein. 

Der Torschützenkönig der vergangenen Saison, dessen Leistung erheblich zum Wiener-Doublesieg und Aufstieg in die RLO beigetragen hatte, stürmt ab sofort für den ASK Ebreichsdorf  in der Niederösterreichischen Landesliga. Auch Erfolgscoach Werner Hasenberger trägt nicht mehr das Wappen des SV Wienerberg, an seiner Stelle sitzt nun Peter Weingartmann auf der Trainerbank. Mit SV Horn trifft Wienerberg am zweiten Spieltag wieder auf einen starken Gegner. Will man sich in der Liga etablieren, muss der Aufsteiger jetzt zumindest einen kleinen Schritt nach vorne machen. 

Am Ende ist es noch knapp geworden. Nach einer ersten Hälfte, die von spielstarken Rapidlern dominiert worden war und einer Phase auf Augenhöhe mit wenigen Chancen folgte ein Finish, in dem Altach auf das 1:1 drängte.

„Rapid hat in der Offensive unglaubliche Qualität, aber so wie wir sie am Schluss eingekesselt haben, hätten wir uns einen Punkt verdient“, meint Altach-Trainer Zaric nach der 0:1-Niederlage in Hütteldorf.

Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup war sehr angetan über den Start, erleichtert über den vierten Sieg im vierten Pflichtspiel, macht sich aber natürlich Gedanken über den körperlichen Verfall in der Rapid-Viertelstunde.

Welche Hintergründe sieht der Däne? 

Vier Jahre lang hatte Rapid das erste Liga-Heimspiel gewonnen, immer zu Null. 2025 durch ein frühes Tor von Nosa Dahl gegen Blau-Weiß Linz 1:0.

Und 2026 gegen Altach? Gelang Auftaktsieg Nummer fünf, wieder zu Null, wieder durch ein frühes Dahl-Tor.

Rapid mit Blitzstart

Rapid war nach dem 6:2 im Europacup mit vier Neuen gestartet (Jakob Schöller, Jannes Horn, Tonni Adamsen  und Yusuf Demir) und hatte einen perfekten Auftakt. Ercan Kara, der vor Adamsen stürmte, gelang der hohe Ballgewinn, Matthias Seidl fand Nosa Dahl und der Norweger tanzte Filip Milojevic aus.

Beinahe hätte Goalie Dejan Stojanovic das 1:0 durch Dahl verhindern können (4.).

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