Sport-News

Keine Medaille, eine Disqualifikation (Daniel Tschofenig) und ein Athlet, der es auf der großen Schanze nicht einmal in den Finaldurchgang geschafft hat (Stefan Kraft) – das ist die miserable Bilanz der österreichischen Skispringer nach den ersten drei Bewerben.

Der Super-Team-Wettkampf, der heute (19.00) die Olympiapremiere erlebt, ist das Springen der letzten Chance.

Liegt ein versöhnliches Ende in der Luft oder droht ein Absturz wie 2018, als das ÖSV-Skisprung-Team bei den Olympischen Spielen leer ausgegangen war?

Der Wettkampf am Samstag auf der Großschanze, so bitter er für die Österreicher auch verlaufen war, gibt zumindest auch ein wenig Anlass zur Hoffnung. Denn Jan Hörl (5.) und Stephan Embacher (7.) waren auf Schlagdistanz zur Weltspitze und hätten mit dieser Performance in einem Teambewerb die Silbermedaille geholt.

Sepp Straka ist auf der PGA-Tour knapp am fünften Siegesstreich vorbeigeschrammt. Österreichs Golf-Ass musste sich am Sonntag (Ortszeit) beim topbesetzten und mit 20 Millionen Dollar dotierten Traditionsevent in Pebble Beach nur Collin Morikawa aus den USA geschlagen geben. Auf den zweifachen Major-Champion fehlte Straka am Ende ein Schlag. Der 32-Jährige darf sich jedoch über ein Millionen-Preisgeld und eine Verbesserung in der Weltrangliste auf Platz zwölf freuen.

Nach zwei 66er- und einer 67er-Runde kam Straka am Schlusstag in Kalifornien mit den teils sehr windigen und regnerischen Bedingungen zunächst nicht so gut zurecht wie die Konkurrenz an der Spitze. Zwei frühe Schlagverluste auf den Bahnen 1 und 5 ließen den zweifachen Ryder-Cup-Champion im Kampf um den Sieg bei dem Signature-Event der PGA etwas zurückfallen. Auf den "back nine" startete der ÖGV-Golfer eine sehenswerte Aufholjagd, bei der er Schlag um Schlag aufholte.

Trotz 20-minütiger Wartezeit vor dem 18. Loch, weil US-Golfer Jacob Bridgeman im Kampf um einen Spitzenplatz seinen Ball erst "strandete" und danach im Meer versenkte, behielt Straka die Nerven und beendete den Arbeitstag mit einem Eagle. Inklusive dreier Bogeys und fünf weiterer Birdies bedeutete das eine 68er-Schlussrunde auf dem Par-72-Kurs bzw. ein Gesamtscore von 267 (21 unter Par). Doch Morikawa, der im selben Flight wie der vierfache PGA-Tour-Sieger spielte, konterte auf der Schlussbahn mit einem Birdie. Der US-Amerikaner hatte damit knapp die Nase vorne vor Straka und dem ebenfalls zweitplatzierten Australier Min Woo Lee.

Straka sicherte sich nnapp 1,5 Millionen Euro 

Der Wiener, der im Vorjahr Siebenter in Pebble Beach war, darf dennoch positiv bilanzieren. Nach dem misslungenen Jahresauftakt in La Quinta, wo er als Titelverteidiger den Cut verpasst hatte, und Rang 18 bei den Phoenix Open schaffte Straka nun sein elftes Top-3-Resultat auf der PGA-Tour. Für seinen vierten "Zweier" bei der wichtigsten Golfserie weltweit strich Straka ein sattes Preisgeld in Höhe von 1,76 Mio. Dollar (1,48 Mio. Euro) ein. Damit knackte der ÖGV-Golfer die 30-Mio.-Marke, sein offizielles Preisgeldkonto weist nun mehr als 30,3 Millionen Dollar aus.

Manuel Feller ist inzwischen viel zu lange dabei, als dass er sich noch groß um den Medaillenspiegel scheren würde. Das Wehklagen und zetern über die missliche Lage der Skination überlässt er anderen, der Routinier hält sich da lieber an die Fakten und die Dinge, die er selbst in der Hand hat, also in seinen Slalombeinen.

Nach einer Woche Olympia sickert endlich die Erkenntnis, weshalb Bormio während dieser Winterspiele meist einem Stillen Örtchen gleicht: Hier finden schlicht und einfach die falschen Bewerbe statt.

Die Bormini, wie die Einwohner von Bormio heißen, sind offensichtlich nicht wirklich Feuer und Flamme für die Skirennen auf der Stelvio und das dazugehörige Après-Ski.

Sie veranstalten lieber ihre eigenen Spiele, quasi als Gegenveranstaltung zu Olympia und unter einem Gesichtspunkt, den man beim IOC längst nicht mehr zu kennen scheint: Herz statt Kommerz.

Der KURIER-Sport empfiehlt

Merkliste

Hier können Sie interessante Artikel speichern, um sie später zu lesen und wiederzufinden.