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FIFA-Präsident Gianni Infantino drängt trotz des Krieges im Nahen Osten auf eine Teilnahme Irans an der Fußball-WM im Sommer. "Wir wollen, dass Iran spielt, Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D - es gibt Plan A", sagte der Chef des Weltverbands in einem Interview des mexikanischen Fernsehsenders N+ Univision. Die FIFA wolle dafür sorgen, dass der Iran "unter den bestmöglichen Bedingungen" an der WM teilnehmen könne.

Infantino räumt ein: Situation "sehr kompliziert"

Zugleich räumte der 56-jährige Schweizer ein, dass man in der "realen Welt lebe" und die Situation "sehr kompliziert" sei. Angesichts des Krieges möchte der Iran seine drei Gruppenspiele gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten nicht - wie bisher geplant - in den USA austragen, sondern in Mexiko. Weiterhin ist unklar, ob die FIFA diesem Wunsch nachkommen kann und überhaupt will.

Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus. Irans Verbandschef Mehdi Tadsch hatte vor eineinhalb Wochen laut der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA einen Boykott der USA, nicht aber der WM angekündigt, ohne dies näher zu erläutern.

Marco Bezzecchi hat beim Grand Prix in Austin, Texas, Geschichte geschrieben und sich auf eine Stufe mit zwei ganz Großen seiner Zunft gestellt. Saisonübergreifend hat er nun fünf Mal in Folge gewonnen, dazu bei jedem einzelnen Rennen von der ersten bis zur letzten Runde das Feld angeführt.

Wem das vor ihm auch gelungen war? Marc Marquez und einem gewissen Valentino Rossi. Als Belohnung übernahm der 27-jährige Aprilia-Fahrer die nach dem Sprint an seinen Teamkollegen Jorge Martin verlorene Gesamtführung. Der Spanier wurde Zweiter, Rang drei ging an KTM-Pilot Pedro Acosta.

Nach dem von vielen Stürzen geprägten und von Martin gewonnenen Samstag-Sprint gab es diesmal zwar neuerlich viele packende Zweikämpfe und Überholmanöver, mit Joan Mir rutschte aber nur ein Akteur ohne Fremdeinwirkung in der sechsten Runde von der Strecke. Der Japaner Ai Ogura schied nach einer starken Vorstellung wegen eines technischen Defekts aus.

Eineinhalb Jahre nach dem tödlichen Sturz der Schweizerin Muriel Furrer bei der Straßenrad-Weltmeisterschaft 2024 in Zürich hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt. Es sei keine Einwirkung Dritter oder eine strafrechtlich relevante Pflichtverletzung bei der Streckensicherung oder der Nothilfe festgestellt worden, teilte die Behörde mit.

Die 18-Jährige war bei dem Juniorinnen-Rennen in einer Abfahrt unbemerkt von der Rennleitung von der Strecke abgekommen und in einem Waldstück gestürzt. Sie wurde erst bei Ende des Rennens vermisst und gesucht. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft vergingen zwischen Sturz und Rettung eine Stunde und 25 Minuten. Furrer erlitt bei dem Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und starb am nächsten Tag im Krankenhaus.

Bei diesem Rennen gab es kein Live-Tracking

Furrer habe im Unterholz gelegen und sei von der Straße aus nicht zu sehen gewesen, so die Staatsanwaltschaft. Da die Räder im Vergleich zu anderen Weltmeisterschaften nicht mit Tracking-Transpondern ausgestattet waren, war das Fehlen Furrers nicht automatisch gemeldet worden. Allerdings haben solche Transponder im Radsport generell Seltenheitswert. Eine Pflicht zum GPS-Tracking gibt es nicht.

Die WM war damals auf Wunsch der Familie fortgesetzt worden. Nach dem Unfall wurden die Sicherheitsvorkehrungen auf der Strecke erhöht: In dem Waldstück wurden mehr Ordner eingesetzt, die Abfahrt wurde an einigen Bäumen mit Matten abgesichert, und ein großes Banner wies Fahrerinnen und Fahrer in dem Waldstück auf die Linkskurve hin.

Frankreichs Fußball-Nationalteam gewann auch das zweite Testspiel im WM-Jahr 2026. Die "Equipe Tricolore" behielt am Sonntag in Washington gegen Kolumbien souverän mit 3:1 die Oberhand und stellte dabei unter Beweis, dass auch der "zweite Anzug" sitzt. Teamchef Didier Deschamps hatte seine Startelf im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Foxborough gegen Brasilien am Donnerstag komplett verändert, was sich nicht negativ auf den Spielfluss auswirkte.

Beim Führungstreffer von Desire Doue (5.) war etwas Glück dabei, da dessen Schuss von der Strafraumgrenze von Daniel Munoz noch unhaltbar abgefälscht wurde. Kurz vor dem Pausenpfiff köpfelte Marcus Thuram (41.) aus sechs Metern nach Akliouche-Flanke ein. Der 20-jährige PSG-Flügelspieler Doue ließ kurz vor dem Pausenpfiff die Chance auf den Doppelpack aus, fixierte diesen dann aber in der 56. Minute nach Vorarbeit von Thuram. Den Kolumbianern gelang durch Jaminton Campaz (77.) zumindest noch der Ehrentreffer.

Die Sabres St. Pölten sicherten sich zum siebenten Mal den Titel in der European Women’s Hockey League (EWHL). Die Niederösterreicherinnen gewannen am Sonntag auch das Final-Rückspiel gegen Aisulu Almaty mit 3:1 und ließen nach dem 3:1-Erfolg schon im ersten Drittel keinen Zweifel mehr am Gesamtsieg.

Wie schon im ersten Duell eröffnete Tamina Schall das Scoring für die Sabres. Die Angreiferin traf früh zur Führung, ehe Verena Haselsteiner nur eine Minute später auf 2:0 stellte. Zwar gelang den Gästen aus Kasachstan im Mitteldrittel der Anschlusstreffer, doch St. Pölten behielt die Kontrolle über die Partie. Im Schlussabschnitt machten die Sabres alles klar: Madison Laberge fixierte mit dem Treffer zum 3:1 den Endstand und damit den Titelgewinn.

Jetzt geht es um den Meistertitel

Für die Sabres ist es bereits der siebente EWHL-Triumph der Vereinsgeschichte. Die Chance auf das Double lebt weiter: Am 3. und 4. April geht es beim Final-Four der win2day Austrian Women’s Hockey League in Graz um den nationalen Titel.

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