Sport-News

Von Lukas Bergmann

Es war angerichtet im Pappelstadion. Im wohl vorentscheidenden Spiel um den Meistertitel in der Burgenlandliga zwischen dem MSV 2020 und Leithaprodersdorf lag die elektrische Stimmung förmlich in der Luft. Und diese entlud sich auch im Rahmen des Spiels in mehreren Momenten - auf und abseits des Spielfelds. Die ersten Minuten des Spiels waren dementsprechend hart umkämpft. Beide Mannschaften schenkten sich nichts.

Leithaprodersdorf fand aber im Laufe der ersten Halbzeit besser in die Partie. Die Konsequenz daraus war das 1:0 für die Gäste in der 17. Minute. Der Rückstand beflügelte jedoch die Mattersburger und nicht einmal zwei Minuten später folgte schon der Ausgleich. Der Ex-Rapidler Niklas Lang verwertete einen schönen Pass in den Strafraum zum 1:1. Damit kühlte auch das Spiel etwas ab und beide Teams lauerten auf ihre Momente. In der zweiten Hälfte starteten die Mattersburger besser. Sie konnten aber ihre zahlreichen Chancen nicht verwerten. Die Partie heizte sich danach wieder mehr auf, das Spiel wurde auch immer kampfbetonter.

Am Samstag stieg in der Krammer Arena das Topspiel der Verfolger von Leobendorf. Die Gloggnitzer - nach dem Auswärtssieg gegen Krems mit ordentlich Rückenwind - wollten gegen Parndorf nachlegen.

Wind ist auch ein gutes Stichwort: Eigentlich war es in Gloggnitz kaiserliches Wetter. Doch die teils stürmischen Böen ließen diverse Hauben und Kappen durch die Krammer Arena fliegen. Das Heimteam startete trotzdem nach Maß. In der fünften Minute schoss Pross das 1:0 für die Sportvereinigung und sie hatten auch mehrere Chancen zu erhöhen, aber einmal wieder scheiterten die Gloggnitzer an ihrer Chancenauswertung. Je länger das Spiel dauerte, desto stärker wurden die Gäste aus Parndorf.

Von Lukas Bergmann

Die SV Donau feierte in dieser Saison einige Achtungserfolge. Der Aufsteiger etablierte sich komfortabel in der oberen Tabellenhälfte der Regionalliga Ost. Deshalb hatten sie auch einige Siege zu bejubeln. Die Videos der Kabinenpartys sind jetzt ein Hit in den sozialen Medien. Ein Video aus der Kabine nach ihrem Sieg gegen Elektra letzte Woche hatte auf Instagram und TikTok über 900.000 Aufrufe.

Der Grund dafür ist recht simpel. Der Kader besteht zu Großteil aus Spielern, die ihre Wurzeln im Balkan haben – und dementsprechend wird auch gefeiert. Das kommt bei den Usern so gut an, dass auch Nachrichtenportale aus der Region über den geschichtsträchtigen Verein aus Kaisermühlen berichten. Durch diese Kombination schossen die Click-Zahlen durch die Decke. Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen am Sportplatz hatte die erlangte Prominenz jedoch noch nicht.

Das Finale beim ATP-1000-Tennisturnier in Indian Wells bestreiten Jannik Sinner und Daniil Medwedew. Der Südtiroler bezwang den Deutschen Alexander Zverev 6:2, 6:4, danach fügte der Russe dem Spanier Carlos Alcaraz dessen erste Niederlage des Jahres zu. Medwedew behielt beim mit 9,4 Mio. US-Dollar dotierten Hartplatzturnier gegen den Weltranglistenersten mit 6:3, 7:6(3) die Oberhand. Alcaraz hatte zuvor 16 Siege in Folge und die Titel bei den Australian Open und in Doha geholt.

Für Alcaraz war es die erste Niederlage seit den ATP Finals in Turin im November. "Gegen jemanden wie Carlos spielt man oft, und man verliert oft", sagte Medwedew, der unabhängig vom Finalausgang in die Top 10 der Weltrangliste zurückkehren wird. "Er ist ein fantastischer Spieler mit unglaublichen Schlägen, Verteidigung, Angriff, Return - einfach alles. Da musst du also in Topform sein", sagte er über Alcaraz.

Alcaraz erklärte, er habe Medwedew noch nie so spielen gesehen. "Ich wusste, dass er aggressiv spielen würde, aber die Art und Weise, wie er es getan hat, hat mich sehr überrascht. Er hat keinen einzigen Schlag verfehlt." Ihm sei klar gewesen, etwas anders machen zu müssen, aber Medwedew habe für jeden Schlag eine Lösung gefunden. "Ich muss das Positive an dieser Niederlage sehen. Es geht darum, dass die Leute und die Spieler denken, auf diesem Niveau spielen zu müssen, wenn sie mich schlagen wollen."

Sinner führt 8:7 gegen Medwedew

Wimbledonsieger Sinner bot eine souveräne Vorstellung. Schon nach 31 Minuten holte er sich den Satzgewinn, der zweite Durchgang blieb länger offen, Zverev hatte sogar eine Break-Chance, doch letztlich stand er auf verlorenem Posten. Der Tennis-Star aus Italien blickte dem Finale entgegen. "Daniil ist auf sehr hohem Niveau zurück. Er hat eine sehr gute Balance auf dem Platz gefunden. Er hat den Titel in Dubai gewonnen, ist hierhergekommen und hat großartige Ergebnisse erzielt. Unser letztes Spiel ist auch schon eine Weile her. Mal sehen, was kommt."

Zuletzt spielten die beiden bei den ATP Finals 2024 gegeneinander, als Sinner seinen dritten Sieg in Folge gegen Medwedew feierte. Im Head-to-Head steht es 8:7 für Sinner.

Motorsport-Hoffnung Emma Felbermayr hat in der F1 Academy mit dem Sieg im Hauptrennen von China einen perfekten Saisonstart hingelegt. Die 19-jährige Oberösterreicherin fuhr am Sonntag in Shanghai von Startplatz drei zu ihrem zweiten Erfolg in der exklusiven Frauen-Rennserie und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Am Samstag hatte es Felbermayr, die in ihrem zweiten Jahr in der F1 Academy für Audi startet, im Sprintrennen als Dritte ebenfalls auf das Podium geschafft.

"Ich habe noch nie eine Meisterschaft angeführt, das fühlt sich richtig gut an", sagte Felbermayr im ORF. Beim Sieg in Kanada im Vorjahr sei es "nur" ein Sprintrennen gewesen. "Jetzt das richtige Rennen am Sonntag zu gewinnen, ist noch einmal etwas anderes." Felbermayr, die dem deutschen Autohersteller Audi seit dem Einstieg in den Formel-1-Kosmos heuer den ersten Sieg bescherte, will nun um den Titel fahren. "Das Ziel war, die Meisterschaft zu gewinnen und nichts zu riskieren. Also einfach die meisten Punkte wie möglich zu holen", erklärte sie.

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