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Krieg in Ukraine
08/04/2022

Artillerieangriff auf Charkiw + Schwere Kämpfe bei Donezk

Tag 162 im Krieg. Alle Entwicklungen rund um die Lage in der Ukraine und die Auswirkungen des Krieges finden Sie hier.

von Josef Siffert

Aktuelle Entwicklungen

  • Tag 162 im Ukraine-Krieg: Selenskij sucht Nähe zu China (mehr)
  • Gazprom: Turbinen-Rückgabe "unmöglich" (mehr)
  • Artillerieangriff auf ukrainische Großstadt Charkiw (mehr)
  • Buhlen um China: Wie sich Russland und die Ukraine jetzt um Peking bemühen (mehr)
  • Russen und Ukrainer melden schwere Kämpfe bei Donezk (mehr
  • Ex-Kanzler Schröder: Kreml nutze Gas nicht als politisches Druckmittel (mehr)
  • Raketeneinschläge im Grenzgebiet zu Polen (mehr)
  • Scholz: Turbine für Nord Stream 1 kann jederzeit geliefert werden (mehr)
  • Russen nehmen größtes Atomkraftwerk Europas als Schutzschild: Was es mit dem AKW in Saporischschja auf sich hat (mehr)
  • Russland: "Atomkrieg ist nicht zu gewinnen" (mehr)
    • Putin versichert, keine Atomwaffen einzusetzen (mehr)
  • Wohin Russland jetzt sein Öl exportiert (mehr)
  • Hat die Ukraine eine Chance auf den VeröffentlichenSieg? (mehr)
  • "Illegale Ladung": Libanon setzte Schiff mit ukrainischem Getreide fest (mehr)

Wie man den Menschen vor Ort helfen kann, erfahren Sie hier.

  • Warum die russischen Hyperschallraketen in der Ukraine nicht effektiv wären (mehr)
  • Energiegipfel: Nun wird Ex-Gazprom-Gasspeicher in Haidach befüllt (mehr)
  • Erster Getreideexport: 26.000 Tonnen Hoffnung - und die Frage, wie es weitergeht (mehr)
  • Wie sich ultrarechte Serben Tipps von russischen Truppen holen (mehr)
  • Von der Leyen zu Energiekrise: "Auf schlimmste Situation vorbereiten" (mehr)
  • Getreide-Blockade beendet: Erstes Schiff verlässt die Ukraine (mehr)
  • Besitzer russischer Wertpapiere in der Zwickmühle (mehr)
  • Putin verkündet neue Militärdoktrin für die Seestreitkräfte (mehr)
  • Russland dreht Lettland den Gashahn zu (mehr)
  • Gas für OMV-Kunden über den Winter gesichert (mehr)
  • Ex-Kanzler Schüssel: "Es war richtig, mit Russland das Gespräch zu suchen" (mehr)
  • Putin dreht schrittweise das Gas ab - kommt Rettung aus Slowakei? (mehr)
  • Russen melden Eroberung des größten Kohlekraftwerkes (mehr)

Aktuelles zum Ukraine-Krieg

  • Heute, 10:47 PM

    Explosionen auf der Krim Folge eines ukrainischen Angriffs?

    Die gewaltigen Explosionen auf einem russischen Luftwaffenstützpunkt auf der annektierten Halbinsel Krim gehen nach Angaben der „New York Times“ auf einen ukrainischen Angriff zurück. Dabei sei eine von der Ukraine selbst entwickelte Waffe eingesetzt worden, zitierte die Zeitung am Dienstag einen ranghohen ukrainischen Militär. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

    Im Internet kursierten Videos, die angeblich zeigten, wie sich auf dem Stützpunkt Saki im Westen der Halbinsel fast zeitgleich mehrere große Explosionen ereigneten. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, dass Munition explodiert sei. Als Ursache würden Verstöße gegen den Brandschutz vermutet.

    „Das war ein Luftwaffenstützpunkt, von dem regelmäßig Flugzeuge zu Angriffen auf unsre Kräfte an der südlichen Front gestartet sind“, sagte der ukrainische Offizier nach Angaben der „New York Times“. Bei dem Angriff hätten auch örtliche Partisanen, die loyal zur Ukraine stehen, eine Rolle gespielt. Russland hatte die Halbinsel Krim im Schwarzen Meer 2014 annektiert. Fast alle Länder betrachten sie völkerrechtlich weiter als Teil der Ukraine.
    Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

  • Heute, 10:44 PM

    IAEA: keine unmittelbare Bedrohung im AKW Saporischschja

    Die Internationalen Atombehörde (IAEA) sieht nach dem Beschuss des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja am Wochenende keine unmittelbare Bedrohung der nuklearen Sicherheit. Das teilte IAEA-Chef Rafael Mariano Grossi am Dienstag am Sitz der Behörde in Wien mit. Ukrainische Behörden hätten die IAEA informiert, dass es zwar Schäden gab, die Strahlungsmessungen aber weiterhin auf normalem Niveau lägen.

    Das in der Stadt Enerhodar gelegene AKW Saporischschja war am vergangenen Wochenende mehrfach beschossen und teils beschädigt worden. Die kritische Infrastruktur soll aber weiter intakt sein. Russland und die Ukraine geben sich gegenseitig die Schuld. Unabhängig zu überprüfen sind die Vorwürfe bislang nicht. UN-Generalsekretär António Guterres hatte den Beschuss des Kraftwerks „selbstmörderisch“ genannt und internationalen Zugang zum Gelände gefordert.

  • Heute, 09:50 PM

    Rüstungskontrollen: Russland wirft USA Provokationen vor

    Die russische Regierung wirft den USA Provokationen bei Kontrollen von Atomwaffen-Arsenalen im Rahmen des New-START-Abkommens vor. Die USA hätten eine Kontrolle angemeldet, obwohl sie wüssten, dass Russland dies nicht zulassen werde, teilte das Außenministerium in Moskau am Dienstag mit. Am Montag hatte Russland angekündigt, die Kontrollen auszusetzen.

  • Heute, 08:35 PM

    USA für Ukraine: 89 Millionen Dollar für Minenräumung

    Das US-Außenministerium hat für die Anschaffung von Minenräumgeräten und Schulungsmaßnahmen in der Ukraine 89 Millionen Dollar bewilligt. Das teilt ein Vertreter des Ministeriums mit. Mit dem Geld soll die Ausrüstung von 100 Teams für die Beseitigung von Kampfmitteln bezahlt werden.

  • Heute, 08:32 PM

    Putin: Für deutsche Innenministerin ist er ein Kriegsverbrecher

    Wegen seines Angriffskriegs auf die Ukraine betrachtet Bundesinnenministerin Nancy Faeser den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Kriegsverbrecher. Mit einem klaren „Ja“ antwortete Faeser am Dienstagabend in Potsdam bei der Veranstaltungsreihe „RND vor Ort“ des Redaktionsnetzwerks Deutschland auf die Frage „Ist Wladimir Putin für Sie ein Kriegsverbrecher?“.

    „Das unterliegt natürlich erst mal der Beweissicherung und dem rechtsstaatlichen Verfahren“, führte die SPD-Politikerin aus. Aber angesichts des Leides, das Putin in der Ukraine angerichtet habe, werde man ihn wohl als Kriegsverbrecher bezeichnen können. Faeser hatte Ende Juli zusammen mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die ukrainische Hauptstadt Kiew und die vom Krieg zerstörte Stadt Irpin besucht. US-Präsident Joe Biden hat Putin wiederholt einen „Kriegsverbrecher“ genannt und damit eine scharfe Gegenreaktion im Kreml ausgelöst.

  • Heute, 08:31 PM

    Lettland: Ausnahmezustand an der Grenze zu Belarus verlängert

    Lettland hat den Ausnahmezustand an der Grenze zu Belarus bis zum 10. November verlängert. Das beschloss die Regierung in Riga am Dienstag. Der Ausnahmezustand gilt bereits seit fast genau einem Jahr. Er wurde im August 2021 beschlossen, weil Tausende Migranten über die EU-Außengrenzen nach Polen oder in die baltischen Staaten gelangen wollten. Die Europäische Union wirft den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, in organisierter Form Migranten aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen.

    Der lettische Grenzschutz soll mit der Verlängerung des Ausnahmezustands ermächtigt bleiben, illegal aus Belarus eingereiste Migranten zurückzuschicken. Nach Angaben des Innenministeriums in Riga ist die Zahl der illegalen Grenzübertritte zuletzt zurückgegangen. Dennoch müsse sich der Grenzschutz weiter mit Migranten auseinandersetzen, die versuchten, von Belarus aus nach Lettland zu gelangen. Ein weiterer wichtiger Faktor für die erneute Verlängerung des Ausnahmezustands sei auch Russlands Krieg in der Ukraine, hieß es.

    Lettland grenzt an Russland und dessen autoritär regierten Verbündeten Belarus. Nach offiziellen Angaben wurden in Lettland seit Ausrufung des Ausnahmezustands fast 6 800 Versuche von Migranten verhindert, die Grenze illegal zu überqueren.

  • Heute, 07:45 PM

    Finnland: Cyberangriff auf Internetseite des Parlaments

    Die Internetseite des finnischen Parlaments ist nach einem Cyberangriff vorübergehend lahmgelegt worden. Gegen 14.30 Uhr (Ortszeit) sei am Dienstag ein sogenannter Denial-of-Service-Angriff auf die Seite verübt worden, teilte die Parlamentsverwaltung auf Twitter mit. Man arbeite unter anderem mit Sicherheitsspezialisten daran, den Schaden zu begrenzen.

    Bei Denial-of-Service-Angriffen ist der betroffene Server durch eine künstlich erhöhte hohe Nachfrage nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr erreichbar. Am Abend war die Seite des finnischen Parlaments weiterhin nicht aufzurufen.

    Dem finnischen Sender Yle zufolge sollen russische Hacker hinter dem Angriff stecken: Auf Telegram schrieb das russische Kollektiv „NoName057(16)“, man habe sich entschlossen, dem Nachbarn Finnland einen „freundschaftlichen Besuch“ abzustatten, der so darauf bedacht sei, der NATO beizutreten. Das finnische Parlament hat im Mai für den Beitritt Finnlands zu dem Militärbündnis gestimmt. Damit reagierte das Land auf eine veränderte Sicherheitslage durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.

  • Heute, 07:43 PM

    Russische Flugabwehr für Saporischschja

    Nach dem mehrfachen Beschuss von Europas größtem Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine rüstet Russland die von ihm besetzte Anlage mit einer eigener Flugabwehr aus. „Die Luftabwehrsysteme des Kraftwerks werden verstärkt“, sagte der Chef der von Moskau eingesetzten Militärverwaltung in der Region, Jewgeni Balizki, am Dienstag im russischen Staatsfernsehen.

    Das unter russischer Kontrolle stehende AKW im Süden der Ukraine wurde in den vergangenen Tagen mehrfach mit Raketen beschossen, was international Sorgen um die Sicherheit der Anlagen auslöste. Moskau und Kiew weisen sich gegenseitig die Schuld für die Angriffe zu.

  • Heute, 07:40 PM

    Weitere 3.000 Zivilisten aus Donezk geflüchtet

    Die Ukraine hat mehr als 3.000 Zivilisten aus der schwer umkämpften Region Donezk im Osten des Landes fortgebracht. In den vergangenen sechs Tagen seien mehr als 3.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, darunter fast 600 Kinder und 1.400 Frauen, teilte der Vizechef der Präsidialverwaltung, Kyrylo Timoschenko, am Dienstag mit. Die Evakuierung dauere an.

    Laut Timoschenko haben seit der russischen Invasion im Februar 1,3 Millionen Menschen die Region verlassen. Viele der nach ukrainischen Angaben noch verbliebenen rund 350.000 Bewohner - darunter 50.000 Kinder - zögern jedoch, da ihnen die Mittel zum Neuanfang fehlen, und sie nicht wissen, wohin sie gehen sollen.

    Ende Juli hatte Kiew eine verpflichtende Evakuierung der Bewohner angekündigt. Angesichts des bevorstehenden Winters und fehlender Heizmöglichkeiten hatte die ukrainische Regierung ihre Bemühungen seit Juli verstärkt, noch mehr Menschen in Sicherheit zu bringen. Unmittelbar vor Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar hatte der russische Staatschef Wladimir Putin die Unabhängigkeit der beiden selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine anerkannt. Dort kämpfen pro-russische Separatisten bereits seit 2014 gegen ukrainische Streitkräfte.

  • Heute, 07:18 PM

    Ukraine: Kreml stellt Zugang zu besetztem AKW in Aussicht

    Russland will eigenen Angaben zufolge einen Besuch der IAEA im kürzlich beschossenen AKW Saporischschja im von eigenen Truppen besetzten Süden der Ukraine ermöglichen. "Von unserer Seite aus sind wir bereit, maximal mögliche Unterstützung zur Lösung organisatorischer Fragen zu leisten", so das Außenministerium am Dienstag. Zugleich beschuldigte Moskau die UNO, eine bereits geplante Inspektionsreise angeblich abgesagt und damit eine neue Eskalation herbeigeführt zu haben.

    Mehr dazu lesen Sie auch hier:

  • Heute, 07:01 PM

    Ein Toter nach Explosionen auf Halbinsel Krim

    Auf der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim ist lokalen und Moskauer Angaben zufolge ein Munitionsdepot auf einem Luftwaffenstützpunkt explodiert. In sozialen Netzwerken kursierende Videos zeigten am Dienstag zudem Explosionen und große Rauchwolken, die bei dem Ort Nowofjodorowka unweit des Badeortes Feodossija aufgenommen worden sein sollen. Ein Mensch sei getötet worden, teilte Krim-Chef Sergej Aksjonow nach Angaben russischer Agenturen mit.

    Erst hatte es geheißen, dass es keine Opfer gebe. Touristen verließen das Gebiet fluchtartig. Aksjonow sagte, dass ein Bereich im Radius von fünf Kilometern rund um den Stützpunkt abgesperrt werde. Zur Ursache der Explosion äußerte er sich nicht. Beobachter gingen von einem Sabotageakt aus, da die ukrainischen Truppen über 200 Kilometer entfernt sind. Bisherigen Berichten zufolge verfügt die ukrainische Armee derzeit nicht über Raketen mit dieser Reichweite. Eine Quelle im russischen Verteidigungsministerium nannte einen Verstoß gegen Brandschutzregeln auf dem Stützpunkt als wahrscheinlichste Ursache. Es gebe keinen Hinweis auf eine Einwirkung von außen.

  • Heute, 06:02 PM

    Explosionen auf von Russland annektierter Halbinsel Krim

    Opfer hat es russischen Angaben zufolge keine gegeben. RIA: Ursache für Explosion kein Angriff.

  • Heute, 02:25 PM

    Ukraine erhält 50 Militärtransporter aus der Türkei

    Knapp ein halbes Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs hat die Ukraine eigenen Angaben zufolge 50 Militärtransporter von der Türkei erhalten. Weitere 150 sollen folgen, wie ukrainische Medien am Dienstag berichteten. Die gepanzerten Mannschaftstransporter vom Typ Kirpi sind mit Allradantrieb ausgestattet und können neben der Besatzung zwölf Soldaten transportieren. Bei der Abwehr russischer Angriffe ist die Ukraine stark auf internationale Militärhilfe angewiesen, ihr wichtigster Waffenlieferant sind die USA.

    Die Türkei unterhält enge Beziehungen zur angegriffenen Ukraine - aber auch zu Russland. So gehörte sie zu den Vermittlern im Streit um monatelang in der Ukraine blockierte Getreideexporte. Die Mediation endete Ende Juli mit der Einigung auf ein Abkommen, das den Export von Lebensmitteln aus drei ukrainischen Häfen vorsieht.

  • Heute, 02:23 PM

    Brutkästen für Frühchen: Geräte funktionieren ohne Strom

    Zu früh geborene Säuglinge können in der Ukraine jetzt mit neuen Sauerstoffgeräten unterstützt werden, die ohne Strom funktionieren. Die Entwicklung der Geräte hat Unitaid finanziert, eine bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf angesiedelte internationale Einrichtung, die sich für die Versorgung ärmerer Staaten mit Medikamenten und anderen Gesundheitsprodukten einsetzt. Die Geräte werden zur Zeit in Kenia hergestellt. Die Lufthansa habe sie gratis zur Verteilung in der Ukraine nach Europa geflogen, sagte ein Unitaid-Sprecher am Dienstag in Genf.

    In der Ukraine wurden 25 Kliniken mit 220 Atemwegsdruckgeräten (bCPAP) und 125 Sauerstoffmischsystemen versorgt. Die Mischsysteme verhindern Schäden an Augen, Lungen und im Gehirn, die bei der Versorgung von Säuglingen mit reinem Sauerstoff auftreten können.

    Weil das Kriegsgeschehen werdende Mütter unter Stress setzt, werden nach Angaben des Unitaid-Sprechers in der Ukraine mehr Kinder als vor dem Krieg zu früh geboren. Damit steige der Bedarf an Geräten zur Sauerstoffversorgung. Nach Angaben der WHO wurden seit Beginn des Krieges im Februar mehr als 400 Gesundheitseinrichtungen angegriffen. Oft falle der Strom aus.

  • Heute, 01:28 PM

    Kein russisches Öl mehr durch Ukraine-Leitung nach Europa

    Durch die Druschba-Pipeline fließt nach Angaben der Betreiberfirma seit Donnerstag kein russisches Erdöl mehr durch die Ukraine nach Europa. Die Lieferungen seien eingestellt worden, nachdem eine Banktransaktion aufgrund westlicher Sanktionen gegen Russland abgelehnt worden sei, erklärte das russische Staatsunternehmen Transneft am Dienstag. Moskau macht die Ukraine dafür verantwortlich. Über die Leitung werden vor allem Ungarn, die Slowakei und Tschechien versorgt.

  • Heute, 01:08 PM

    Russland soll Munitionsdepot zerstört haben

    Russland hat nach eigenen Angaben ein Munitionsdepot nahe der zentralukrainischen Stadt Uman zerstört. Dort seien auch von den USA gelieferte HIMARS-Raketenwerfer und M777-Haubitzen gelagert worden, teilt das Verteidigungsministerium mit. Insgesamt seien bei dem Angriff mehr als 300 Raketen zerstört worden.

    Berichte aus dem Kampfgebiet lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Die Regierung in Kiew hat die Lieferung von HIMARS-Systemen als besonders wichtig für den weiteren Verlauf der Kämpfe bezeichnet. Russland wirft dem Westen vor, den Konflikt durch die Bewaffnung der Ukraine in die Länge zu ziehen.

  • Heute, 12:19 PM

    Belarus startet Luftwaffen-Übung

    Die Luftwaffe von Belarus startet nach Angaben der Minsker Regierung am heutigen Dienstag ein Manöver. Der erste Teil der Übung solle diese Woche noch bis Donnerstag in Belarus laufen, teilt das Verteidigungsministerium mit. Der zweite Teil sei zwischen dem 22. und 25. August in Russland auf der Übungsbasis Aschuluk geplant. Bei den Manövern werde auch scharfe Munition eingesetzt.

    Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands. Seit dem Einmarsch in die benachbarte Ukraine kamen immer wieder Spekulationen auf, ob sich das Land an dem Krieg beteiligt. Von Belarus aus war ein Teil des russischen Militärs in die Ukraine eingefallen.

  • Heute, 12:12 PM

    Parolin bestreitet "pro-russische Haltung" des Papstes

    Der vatikanische Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, bestreitet, dass der Papst mit seinen Friedensappellen eine pro-russische Position einnehme. "Papst Franziskus hat vom ersten Moment an mit unmissverständlichen Worten die russische Aggression in der Ukraine verurteilt, er hat niemals Aggressor und der Angegriffene gleichgestellt", so Parolin in einem Interview mit der geopolitischen Fachzeitschrift Limes.

    "Ich muss gestehen, dass mich diese Vereinfachung ein wenig erschreckt. Ist der Papst pro-russisch, weil er zum Frieden aufruft? Ist der Papst pro-russisch, weil er das Wettrüsten und die Verwendung riesiger Summen für den Kauf neuer und immer mächtigerer Waffen verurteilt, anstatt die verfügbaren Mittel für den Kampf gegen Hunger und Durst in der Welt, für Gesundheit, Wohlfahrt, Bildung und ökologischen Wandel zu verwenden?", fragte Parolin. "Der Papst steht all jenen Menschen nahe, die unter den schädlichen Folgen dieses Krieges leiden, in erster Linie den zivilen Opfern, dann den Soldaten und ihren Familien, einschließlich der Mütter so vieler junger russischer Soldaten, die keine Nachricht von ihren in den Kämpfen gefallenen Söhnen erhalten haben", erklärte der Kardinal.

    Im Krieg zwischen Russland und der Ukraine, wie in allen Konflikten, sei die Abrüstung die einzige angemessene und entscheidende Antwort. "In diesem Sinne erscheint es mir nicht richtig, den Angreifer aufzufordern, seine Waffen abzugeben", so Parolin.

  • Heute, 12:10 PM

    Russische Kritik an gefordertem Reiseverbot

    Russland hat Forderungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij nach einem Reiseverbot für Russen in Europa scharf kritisiert. „Die Irrationalität seines Denkens in diesem Fall schießt über das Ziel hinaus“, sagt Kreml-Sprecher Dmitry Peskow in Moskau.

    Europa solle „sich fragen, ob Selenskij alles richtig macht und ob seine Bürger für dessen Launen zahlen sollten“, sagt Peskow. „Jeder Versuch, Russland oder Russen zu isolieren, ist ein ausichtsloser Vorgang.“ Selenskij äußerte seine Forderung in einem Interview mit der Washington Post.

  • Heute, 11:19 AM

    Zwei weitere Getreide-Schiffe unterwegs

    Im Zuge der Wiederaufnahme von Getreide-Exporten aus der Ukraine haben in der Hafenstadt Tschornomorsk zwei weitere Schiffe abgelegt. Insgesamt über 70.000 Tonnen Lebensmittel werden von den beiden Frachtern durch einen Sicherheitskorridor im Schwarzen Meer transportiert, teilte das ukrainische Infrastrukturministerium am Dienstag in sozialen Netzwerken mit. Mit dem Schiff „Rahmi Yaggi“ gehen demnach 5300 Tonnen Sonnenblumenschrot in die Türkei. Weitere knapp 65 000 Tonnen Mais transportiert die „Ocean Lion“ nach Südkorea.

    Im Juli hatten die Kriegsparteien Ukraine und Russland Abkommen mit der Türkei und der UN für den Export von Agrarprodukten und Dünger aus drei ukrainischen Schwarzmeerhäfen abgeschlossen. Ein Dutzend Schiffe haben seitdem die Häfen Tschornomorsk, Odessa und Piwdennyj mit über 380 000 Tonnen Fracht verlassen. Russland hatte nach seinem Angriff auf die Ukraine Ende Februar die ukrainischen Häfen blockiert. Die Ukraine wiederum hatte die Hafenzufahrten aus Furcht vor einer russischen Invasion vermint.

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