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Überflutungen und Muren in Salzburg und Tirol + Auch nächste Woche über 35 Grad

Im Pinzgau und im Pongau gingen Gewitter nieder. In Tirol gingen vor allem im Zillertal einige Muren ab. Alle aktuellen Meldungen dazu im Live-Ticker.
SALZBURG: UNWETTER IM PINZGAU

Der Höhepunkt der „stärksten Hitzewelle, die wir je hatten“ sollte überstanden sein. Richtige Abkühlung bedeutet das aber nicht. Denn auch die kommenden Tage bringen kein Ende der Hitze.

Die Temperaturen bleiben hochsommerlich, vor allem der Osten bleibt heiß. Laut Geosphere steigen die Höchstwerte ab Montag wieder auf über 35 Grad. Lokale Gewitter sind zwischenzeitlich überall möglich, ab Dienstag übernimmt im Ostalpenraum aber wieder der Hochdruckeinfluss.

Das Wochenende bringt überwiegend Sonnenschein mit einzelnen Unterbrechungen durch Schauer und Gewitter im Berg- und Hügelland, vor allem im Süden. Zum Wochenstart ziehen im Westen zunächst weitere Schauer durch, ehe sich das Wetter Richtung Dienstag wieder komplett beruhigt und die Temperaturen erneut auf bis zu 36 Grad klettern, am wärmsten im Osten.

Überschwemmungen in Salzburg

Gewitter mit Starkregen und Murenabgängen haben speziell in Pinzgau und im Pongau am Donnerstag in Salzburg die Feuerwehren gefordert. Auch in Tirol kam es lokal zu vereinzelten Murenabgängen und einigen kleinräumigen Überflutungen. Vor allem im Zillertal gingen einige Muren ab.

LIVE

Hitzewelle in Österreich

  • |Julia Deutsch

    Einige Murenabgänge und kleinräumige Überflutungen in Tirol

    Gewitter mit Starkregen haben Donnerstagabend in Tirol lokal zu vereinzelten Murenabgängen und einigen kleinräumigen Überflutungen geführt. Vor allem im Zillertal gingen einige Muren ab. Medienberichten zufolge standen zudem einige Keller in Innsbruck, in einigen Gemeinden östlich der Landeshauptstadt sowie im Bezirk Kitzbühel unter Wasser. Verletzt wurde indes niemand. Großflächige Überschwemmungen bzw. flächendeckende Schäden blieben bisherigen Informationen zufolge aus.

    Zu einem Murenabgang im Zillertal kam es unter anderem in der Marchklamm in Finkenberg. Die Mure verlegte den Wanderweg zu einer Hütte. Auch in Richtung Stillupspeicher sowie in Tux und Ginzling hielten Murenabgänge Einsatzkräfte auf Trab. Zudem sei in Brandberg die Straße in den Zillergrund auf mehreren Stellen vermurt worden.

    In Innsbruck mussten indes Feuerwehrleute im Bereich der Innenstadt sowie in den Stadtteilen Reichenau und Olympisches Dorf wegen einiger überfluteter Keller ausrücken. Dasselbe galt für den Raum Wattens und Kolsass im Bezirk Innsbruck-Land sowie lokal im Bezirk Kitzbühel.

  • |Julia Deutsch

    Gewitter mit Starkregen und Murenabgängen haben am Donnerstag im Bundesland Salzburg die Feuerwehren gefordert. 

  • |Julia Deutsch

    Die aktuelle Hitzewelle in Österreich zeigt laut Klimaforscher Karl Steininger, wie stark sich Extremereignisse bereits verschärfen. 

  • |Julia Deutsch

    Auch im Laufe des Jahres keine Entspannung bezüglich Temperaturen und Niederschlägen.

  • |Amina Beganovic

    Trinkwasser in Tiroler Gemeinde durch Unwetter verunreinigt

    Während im Osten noch die Hitze drückt, gibt es im Westen Österreichs bereits Unwetter. Nach schweren Unwettern ist es im Tiroler Zirl (Bezirk Innsbruck-Land) zu Verunreinigungen des Trinkwassers gekommen. Die Gemeinde gab auf ihrer Webseite eine dringende Abkoch-Empfehlung für die Bevölkerung heraus. 

    Maßnahmen zur Behebung des Problems seien eingeleitet und Proben für eine Laboruntersuchung entnommen worden. Sobald Ergebnisse vorliegen, werde die Bevölkerung informiert, hieß es. Während für die allgemeine Körperpflege das Leitungswasser weiterhin normal verwendet werden könne, solle man das Wasser vor der Verwendung von sensiblen Bereichen mindestens drei Minuten sprudelnd kochen lassen. Das gelte insbesondere dann, wenn man das Wasser trinken oder Getränke damit zubereiten möchte, beim Kochen sowie der Zubereitung von Speisen oder beim Zähneputzen.

  • |Amina Beganovic

    Donau-Niedrigwasser: Budapest im Dunkeln

    Um in der Energiekrise Strom zu sparen, hat Ungarn die Beleuchtung für seine Wahrzeichen wie das neugotische Parlamentsgebäude, die Budaer Burg und die berühmte Kettenbrücke, abgeschaltet. Die anhaltende Hitzewelle und der historisch niedrige Wasserstand der Donau zwingen das Land zu diesem Schritt. Das einzige Atomkraftwerk des Landes ist für die Kühlung auf den Fluss angewiesen.

    Wegen des Wassermangels stand es am Wochenende kurz vor der Abschaltung. Ausbleibende Regenfälle und die Hitze haben ähnlich wie am Rhein auch an der Donau für Rekordtiefstände gesorgt. Die Temperaturen kletterten am Donnerstag in Ungarn auf mehr als 40 Grad.

    Während Touristen enttäuscht auf die Sparmaßnahmen reagieren, zeigen viele Einheimische Verständnis für die Entscheidung. "Ich bin sehr enttäuscht, denn man kommt vielleicht einmal im Leben nach Budapest", sagte eine deutsche Touristin. "Ich bin gestern auf den Hügel gestiegen und habe gewartet, dass das Gebäude beleuchtet wird. Aber es passierte einfach nicht." Andere Besucher sehen es gelassener. "Klar ist das Mist, aber ich kann wertschätzen, was ich hier habe. Also keine große Sache", meinte ein anderer Tourist.

  • |Amina Beganovic

    Einsatzkräfte gehen an ihre Grenzen bei Brand im Föhrendwald

    Drehender Wind erschwerte die Brandbekämpfung, die noch Tage dauern soll. Hubschrauber und 370 Einsatzkräfte sind nach wie vor vor Ort.

    Wie sich der Brand im Föhrenwald, der gestern am Nachmittag ausgebrochen ist, für die Einsatzkräfte abgespielt hat, schildert der als Einsatzleiter in St. Egyden:

  • |Amina Beganovic

    Hitzerekord? Was misst man da eigentlich?

    In den letzten Tagen las man die Schlagzeile immer wieder: "Neuer Hitzerekord in Österreich gebrochen". Aber was genau bedeutet das, und was und wie wird gemessen?

    Der KURIER hat bei einem Meteorologen nachgefragt, wie die viel zitierten Messungen zustande kommen.

  • |Amina Beganovic

    Grüne verlangen Krisengipfel in NÖ

    Angesichts von Hitze, Trockenheit und Waldbrandgefahr fordern die Grünen die Einberufung des niederösterreichischen Landessicherheitsrates. ÖVP-Landeshauptfrau Mikl-Leitner weist die Kritik zurück.

    Mehr dazu hier: 

  • |Amina Beganovic

    Schwere Waldbrände am Balkan: Ein Toter, zu wenig Einsatzkräfte

    Inmitten der Hitzewelle kämpft die Feuerwehr auch auf dem Balkan gegen Waldbrände. In Serbien kam eine Person ums Leben. Alte Kriegsminen erschweren die Löscharbeiten in Bosnien, auch gebe es einen Mangel an Personal, Hubschraubern sowie das Problem veralteter Ausrüstung für Einsatzkräfte. 

  • |Amina Beganovic

    Alpenvereinshütten kämpfen mit Wasserknappheit

    Die Hitze hat zu Wasserknappheit bei einigen Schutzhütten des Alpenvereins geführt. Der Alpenverein appellierte an alle Hüttengäste, bewusst und sparsam mit Wasser umzugehen. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, setzten betroffene Hütten auf verschiedene Einsparungsmaßnahmen. Und: Anhaltende Trockenheit könne vereinzelt zur Beendigung der Saison führen.

    Betroffen seien unter anderem zwei Hütten in der Steiermark (Voisthaler- und Pühringer-Hütte) und jeweils eine in Oberösterreich (Priel-Schutzhaus), Tirol (Porze-Hütte) und Vorarlberg (Freschen-Haus). Als Maßnahmen wurden etwa die zeitweise oder vollständige Sperre von Duschen, die Ausgabe kostenpflichtiger Duschmarken und begrenzte Nutzungszeiten oder notfalls die Sperre von Waschräumen gesetzt. Darüber hinaus kamen vermehrt Trockentoiletten und wassersparende Armaturen zum Einsatz. Zusätzlich wurde die Nutzung vorhandener Quellen optimiert, Wasserspeicher ausgebaut und weitere Möglichkeiten zur Nutzung von Regenwasser geprüft.

    "Seit weit über zehn Jahren zeigt sich immer deutlicher, dass viele Hütten, die früher ausreichend Wasser zur Verfügung hatten, heute mit sinkenden Wassermengen konfrontiert sind", erklärte Georg Unterberger, Leiter der Abteilung Hütten und Wege im Österreichischen Alpenverein: "Das sind unmittelbare Auswirkungen des Klimawandels."

  • |Maximilian Fally

    Hitzewelle geht weiter: Nächste Woche wieder über 35 Grad

    Auch die kommenden Tage bringen kein Ende der Hitze. Laut aktueller Prognose der Geosphere steigen die Höchstwerte im Osten ab Montag wieder auf über 35 Grad, lokale Gewitter sind zwischendurch zwar überall möglich, klingen aber jeweils rasch wieder ab. Ab Dienstag übernimmt im Ostalpenraum wieder der Hochdruckeinfluss, insgesamt bleibt es damit vor allem im Osten weiterhin hochsommerlich heiß.

  • |Josef Siffert

    Getränke und Eis deutlich stärker nachgefragt

    Der Hitzerekord im Juli ließ den Absatz von Getränken und Eis im österreichischen Lebensmittelhandel merklich steigen. Spar verzeichnete bei Mineralwasser ein Plus von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Rewe meldete ein Wachstum von über zehn Prozent. Auch die Nachfrage nach Eis sei derzeit sehr hoch. Starkes Interesse besteht zudem an alkoholfreiem Bier und Biermischgetränken, auch klassisches Bier werde nicht weniger nachgefragt. Beliebt sind auch vorgeschnittenes Obst wie Wassermelonen oder frischer Obstsalat.

  • |Maximilian Fally

    Achte Tropennacht in Folge: Auch die Nächte bringen keine Abkühlung

    Auch die Nacht auf Donnerstag brachte keine Abkühlung: Die Unwetterzentrale verzeichnete an fünf Orten neue Rekorde für die höchste Minimaltemperatur, darunter Oberndorf an der Melk mit 24,9 Grad und Weitra mit 22,4 Grad (Messreihe seit 1936). In der Wiener Innenstadt sank die Temperatur nicht unter 27,3 Grad - nur 0,1 Grad unter dem erst am Vortag aufgestellten Allzeitrekord. Damit hält Österreich bereits die achte Tropennacht in Folge, der bisherige Rekord liegt bei 17 Nächten aus dem Jahr 1994.

  • |Maximilian Fally

    Orange Unwetterwarnung für Tirol

    Die Geosphere Austria warnt für das Tiroler Unterland und Gebiete östlich von Innsbruck vor schweren Unwettern am Donnerstagnachmittag und -abend. Möglich sind 50 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter sowie Sturmböen bis zu 80 km/h. Grund ist eine Kaltfront, die auf schwül-feuchte Luftmassen trifft. Behörden warnen vor kleinräumigen Überflutungen und Vermurungen und raten, Abstand zu Gewässern zu halten sowie Bergtouren notfalls rechtzeitig abzubrechen.

  • |Maximilian Fally

    Klimawandel setzt Donau zunehmend unter Druck

    Bis 2050 könnten Tage mit eingeschränktem Schiffsverkehr auf der Donau um rund 80 Prozent zunehmen, zeigt eine Studie eines internationalen Forschungsteams unter Leitung des Boku-Hydrologen Helmut Habersack. Betroffen wären vor allem untere Flussabschnitte: Dort drohen Kraftwerken wie den Atomkraftwerken im ungarischen Paks und in Rumänien künftig deutlich längere kritische Niedrigwasserphasen bei der Kühlwasserversorgung. In Österreich könnte die Stromproduktion aus Laufkraftwerken in trockenen Monaten sinken, in feuchteren Zeiten aber teilweise wieder ausgeglichen werden.

    Als Gegenmaßnahme arbeitet Habersacks Team im Rahmen des EU-Projekts DANUBE4all an einem Sedimentmanagement- und Flussrenaturierungsplan. Dabei geht es nicht darum, den historischen Urzustand des Flusses wiederherzustellen, betont Habersack, sondern um ein gezieltes „Bauprogramm für die kommenden 20 bis 25 Jahre", das die Donau widerstandsfähiger gegen Hochwasser und Dürre macht. Dazu zählt etwa das Wiederanbinden von Seitenarmen und Überflutungsflächen, was sowohl der Natur als auch dem Hochwasserschutz nützt.

  • |Maximilian Fally

    Hitzewellen könnten Österreichs Wirtschaft Milliarden kosten

    Die Wirtschaft muss sich zunehmend auf die Folgen des Klimawandels einstellen. „Wir werden lernen müssen, mit Hitze produktiv umzugehen", sagt IHS-Ökonom Klaus Weyerstraß. Hitzewellen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, vor allem am Bau und in der Landwirtschaft, wo häufig körperlich anstrengend im Freien gearbeitet wird. Aber auch in Büros zeigen sich Produktivitätsrückgänge, etwa durch schlechteren Schlaf und nachlassende Konzentration an heißen Tagen. Ein Großteil der Kosten entsteht dabei indirekt über Lieferketten, etwa wenn am Bau weniger gearbeitet wird und dadurch auch die Nachfrage nach Baustoffen sinkt.

    Modellrechnungen zeigen die Dimension: Im dritten Jahr eines Hitze-Szenarios könnte das reale Bruttoinlandsprodukt um rund 0,7 Prozent oder knapp drei Milliarden Euro niedriger ausfallen, über drei Jahre summieren sich die Verluste auf rund sechs Milliarden Euro. Weyerstraß bezeichnet die Zahlen als eher konservativ, da etwa Gesundheits- und Infrastrukturfolgen darin noch nicht enthalten sind. Als Gegenmaßnahmen nennt er flexiblere Arbeitszeiten, Kühlsysteme und ausreichend Schattenplätze.

  • |Josef Siffert

    Schlechteste Ernte seit 56 Jahren: Bauernvertreter rufen nach Hilfe

    Angesichts der anhaltenden Dürre fordert Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich ein umfassendes Dürre-Maßnahmenpaket. Besonders im Burgenland spitze sich die Lage zu.

  • |Josef Siffert

    Gemeinde ruft zum Wassersparen auf: So reagieren die Bürger

    Nach der Einführung von Sparmaßnahmen zeigt sich laut der Litzelsdorfer Wassergenossenschaft bereits ein positiver Trend.

  • |Josef Siffert

    Wahrscheinlichkeit für Waldbrände in Kanada verdoppelt

    Der Klimawandel hat die Wahrscheinlichkeit für die Waldbrände in Kanada in diesem Jahr Forschern zufolge etwa verdoppelt. Die höhere Erdtemperatur sorge für Hitze, Dürre und eine "durstige" Atmosphäre, die den Boden schneller austrocknet - das sogenannte Feuerwetter, heißt es einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Die Waldbrände zerstörten in diesem Jahr bereits große Flächen in mehreren Teilen des Landes, hieß es am Donnerstag.

    "Feuerwetter wie in diesem Jahr ist im heutigen Klima keine Seltenheit mehr", befanden die Forscher. Solche extremen Wetterbedingungen werden der Studie zufolge im Nordwesten des Landes künftig alle zwei bis sechs Jahre, in der Provinz Ontario um Toronto alle sechs bis 15 Jahre erwartet. Zum Vergleich: Ohne den Klimawandel würden die Bedingungen im Schnitt alle 40 Jahre auftreten.

    "Die Waldbrände, die wir seit 2023 in Kanada sehen, haben ein ganz anderes Ausmaß und eine ganz andere Intensität", erklärte der leitende Studienautor Theodore Keeping. Die Ausbreitung der Brände sei "beängstigend", fügte er hinzu. Bessere Vorsorge und Anpassung reichten nicht aus. "Wir müssen uns schnell von fossilen Energien verabschieden, um zu verhindern, dass solche Ereignisse noch mehr zur Realität werden." In Kanada verbrannten in diesem Jahr bisher mehr als 3,8 Millionen Hektar. Tausende Menschen wurden evakuiert.

  • |Josef Siffert

    Brand im Föhrenwald: Kampf gegen Glutnester

    Bei dem am Mittwochnachmittag ausgebrochenen Großbrand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld haben am Donnerstag rund 200 Feuerwehrmitglieder Glutnester bekämpft. Erwartet wird, dass der Einsatz bis zum Abend andauert. Der Katastrophenhilfsdienst unterstützte die örtlichen Kräfte bei den Nachlöscharbeiten. Auch mehrere Hubschrauber standen im Einsatz. Sechs Feuerwehrleute wurden verletzt, sagte Klaus Stebal vom Landeskommando auf APA-Anfrage.

    Die Flammen hatten sich auch aufgrund des Windes "sehr schnell ausgebreitet", berichtete Stebal. Rund 100 Hektar waren betroffen. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Mehr als 550 Feuerwehrmitglieder rückten aus, unterstützt von Drohnen und fünf Hubschraubern. Am Abend konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.

  • |Josef Siffert

    Überdurchschnittlich viele Tropennächte in Landeshauptstädten

    Die Zahl der Tropennächte mit nicht weniger als 20 Grad hat sich in Österreich in den vergangenen Jahrzehnten vervielfacht. 2026 gab es in den meisten Landeshauptstädten inklusive der Rekordnacht auf Mittwoch schon mehr davon als im Jahresmittel von 1991 bis 2020. An der Messstation Wien-Innere Stadt zählte die Geosphere Austria heuer schon 34 Tropennächte, in Eisenstadt 17 und in Linz 14. Der jeweilige Spitzenwert aus 2024 wurde in diesen Städten aber noch nicht übertroffen.

    2024 verzeichnete die Geosphere in Wien mit 53 bisher die meisten Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad sank. Zwischen 1991 und 2020 gab es an der Messstelle Innere Stadt pro Jahr im Schnitt rund 21 davon. Auch Eisenstadt (27) und Linz (18) verzeichneten 2024 die meisten Tropennächte. 6,43 waren es in Eisenstadt von 1991 bis 2020 durchschnittlich pro Jahr, in Linz wurden in dieser Periode im Schnitt 3,2 Tropennächte gezählt.

  • |Michaela Höberth

    Massive Ernteausfälle: Landwirte fordern finanzielle Unterstützung

    Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NÖ, sprach in der ZiB2 über die aktuelle Lage.

  • |Diana Dauer

    Brand im Föhrenwald in Niederösterreich unter Kontrolle

    Bei einem Brand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist die Feuerwehr am Mittwoch im Großeinsatz gestanden. Am Abend konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Umfangreiche Nachlöscharbeiten waren im Gange. Rund 100 Hektar waren betroffen, berichtete Klaus Stebal vom Landeskommando. Über 550 Feuerwehrmitglieder rückten aus. Eine Rauchsäule war von weitem zu sehen. Auch mehrere Hubschrauber sowie Drohnen standen im Einsatz.

  • |Diana Dauer

    Waldbrand-Drama im Föhrenwald: Welche Brände noch größer waren

    Rund 100 Hektar betroffen: Nur wenige Brände in Niederösterreich waren zuletzt noch größer. 

  • |Michaela Höberth

    27 neue Rekorde an Österreichs Messstellen

    An insgesamt 27 Messstationen der GeoSphere Austria wurden am Mittwoch neue Allzeit-Standortrekorde aufgestellt. Neben Bad Deutsch-Altenburg, Wien-Stammersdorf, Mistelbach und Wien-Innere Stadt waren das mit 39 Grad und darüber: Bad Vöslau (NÖ) und Mattersburg (B) mit 39,8 Grad, Wien-Hohe Warte und Gänserndorf (NÖ) mit 39,7 Grad, Wolkersdorf (NÖ), Wien-Donaufeld mit 39,6 Grad, Wien-Unterlaa und Zwerndorf (NÖ) mit 39,5 Grad, Wiener Neustadt mit 39,4 Grad, Schwechat-Flughafen und Podersdorf mit 39,2 Grad sowie Groß-Enzersdorf (NÖ) mit 39,1 Grad.

    In Hornstein im Burgenland registrierte die GeoSphere-Messstation einen Tageshöchstwert von 38,7 Grad. Am selben Standort wurde in der Nacht auf Mittwoch mit 28,5 Grad die heißeste Nachttemperatur der Messgeschichte verzeichnet. Der höchste Wert, der nicht in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gemessen wurde: St. Andrä im Lavanttal (K) mit 38,9 Grad, ebenfalls ein Allzeit-Stationsrekord.

  • |Michael Pekovics

    Großbrand im Föhrenwald außer Kontrolle

    Der Großbrand im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Aktuell stehen 41 Feuerwehren mit rund 500 Einsatzkräften im Einsatz. Die betroffene Fläche liegt bei etwa 100 Hektar.

    Unterstützt werden die Löscharbeiten durch mehrere Hubschrauber, Drohnen sowie Spezialdienste wie den Waldbrand- und Flugdienst. Ein Bezirksführungsstab koordiniert den Einsatz.

    Die Rauchsäule ist kilometerweit sichtbar, über dem Brandgebiet hat sich eine Pyrocumulus-Wolke gebildet – ein Hinweis auf die enorme Hitzeentwicklung.

  • |Michaela Höberth

    41 Grad in Wien – und trotzdem sagt einer: „Ich liebe Hitze.“

    Wie erlebt Wien die Rekordhitze? Der KURIER hat sich in Kaisermühlen umgehört.

  • |Michaela Höberth

    41,4 Grad: Slowakei verzeichnete neuen Temperaturrekord

    Die Slowakei hat einen neuen Temperaturrekord verzeichnet: Am Mittwoch stieg das Thermometer in Kamenica nad Hronom im Südwesten des Landes auf 41,4 Grad, wie der slowakische Wetterdienst in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP erklärte. Der bisherige Höchstwert von 41,3 Grad war demnach am 30. Juni im selben Ort gemessen worden.

  • |Amina Beganovic

    Weiterer Waldbrand im Föhrenwald bei St. Egyden

    Trockenheit: Ein Waldbrand im Föhrenwald im Bereich von St. Egyden am Steinfeld hat am Mittwochnachmittag einen Großeinsatz ausgelöst. Insgesamt 36 Feuerwehren aus den Bezirken Neunkirchen und Wiener Neustadt stehen im Einsatz.

  • |Amina Beganovic

    Belastung für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen

    Hitzewellen setzen pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen zu. Die Mobile Pflege bereitet sich deshalb schon seit Monaten auf die aktuelle Situation vor.

    Wie genau, lesen Sie hier:

  • |Michael Pekovics

    Waldbrand in St. Florian: 2.500 Quadratmeter betroffen

    Rund 70 Einsatzkräfte standen am Mittwoch bei einem Waldbrand in St. Florian im Bezirk Linz-Land im Einsatz. Als die Feuerwehr eintraf, standen etwa 2.500 Quadratmeter Wald und Flur in Flammen.

    Ein Übergreifen auf das angrenzende Waldgebiet konnte laut Feuerwehr verhindert werden. Mehrere Landwirte unterstützten die Löscharbeiten, indem sie Wasser in Güllefässern anlieferten.

    Die Brandursache ist noch Gegenstand von Ermittlungen.

  • |Amina Beganovic

    +++ 41,2 Grad als neuer Rekord +++

    Doch es ging leider noch mehr: Der Allzeit-Hitzerekord wurde nun in Bad Deutsch-Altenburg gebrochen, mit 41,2 Grad.

  • |Amina Beganovic

    40,7 Grad in Stammersdorf

    Stammersdorf legt wieder nach: 40,7 Grad verzeichnet UBIMET kurze Zeit später, um 15.30 Uhr. 

    Wie es sich gestern am heißesten Ort Österreichs angefühlt hat, können Sie übrigens hier nochmal nachlesen:

  • |Amina Beganovic

    Höchstwert derzeit in Bad Deutsch Altenburg

    Nicht in Stammersdorf, sondern in Bad Deutsch Altenburg im niederösterreichischen Bezirk Bruck/Leitha wurde am Mittwoch die Höchsttemperatur erreicht. Das sagt zumindest die Österreichische Unwetterzentrale (UWZ), die sich am Nachmittag (Stand 15.10 Uhr) auf Daten von UBIMET bezieht.

    40.4 Grad wurden in Bad Deutsch Altenburg gemessen, dicht gefolgt von der Inneren Stadt in Wien (40,0) und dann Stammersdorf mit 39,8 Grad.

    Wetterdaten uwz
  • |Amina Beganovic

    Arbeitnehmervertreter weiter für Rechtsanspruch auf Hitzefrei am Bau

    Die Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 41 Grad rückt die Arbeitsbedingungen am Bau wieder verstärkt in den Fokus. Am Bau kann zwar ab 32,5 Grad vom Arbeitgeber "Hitzefrei" gegeben werden, einen Anspruch darauf gibt es aber nicht. Freiwilligkeit alleine reicht aus Sicht der Arbeiterkammer (AK) nicht, auch die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) ist weiterhin für einen Rechtsanspruch, "damit Schutz nicht vom Goodwill einzelner Betriebe abhängt", hieß es am Mittwoch.

    Seit 2026 gilt für Arbeiten im Freien eine Hitzeschutzverordnung. Ab Hitzewarnung der GeoSphere Austria Stufe 2 ("Warnstufe gelb", 30 bis 34 Grad Celsius) müssen Arbeitgeber verpflichtend Schutzmaßnahmen umsetzen und dokumentieren. Bereits ab 30 Grad steigt das Unfallrisiko laut AK um 7 Prozent. Bei sehr schwerer körperlicher Arbeit unter extremen Bedingungen ist laut einer AK-Studie nur noch rund 15 Minuten ununterbrochene Arbeit medizinisch vertretbar.

    Angesichts immer länger andauernder Hitzewellen braucht es laut GBH weitere Maßnahmen, die in den kommenden Monaten diskutiert werden müssten. Neben der langjährigen Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Hitzefrei sprachen sich die Gewerkschafter auch für eine gesetzlich begrenzte Höchstarbeitszeit an Hitzetagen aus.

  • |Amina Beganovic

    Ruf nach mehr Hitzeschutzmaßnahmen aus Kindergärten

    Die Regierung hat sich mitten in der Hitzewelle darauf verständigt, Vorkehrungen gegen hohe Temperaturen in Wohnungen und Schulen zu erleichtern. Die entsprechenden Pläne waren bereits länger bekannt. Nun verabschiedete man einen gemeinsamen Ministerratsvortrag. Erleichtert werden soll demnach die Zulassung von Klimaanlagen, indem die Genehmigungspflichten reduziert werden. An älteren Schulen soll zudem baulich nachgerüstet werden - der KURIER berichtete.

    Unterdessen kam auch aus den Kindergärten und Horten der Ruf nach mehr Hitzeschutzmaßnahmen. Es sei unverständlich, dass diese bei den angekündigten Plänen der Regierung keine Rolle spielten, kritisierte der private Träger KIWI, der in Wien 91 Standorte betreibt.

  • |Amina Beganovic

    Was mentale Kühlung bringt

    Hitze belastet nicht nur das Herz und den Kreislauf, sondern auch die Psyche. Meditation und innere Bilder können das Erleben beeinflussen - die Temperatur senken sie jedoch nicht.

  • |Amina Beganovic

    Niedriger Wasserstand: Voestalpine weicht von der Donau auf die Bahn aus

    Auch  die Wirtschaft spürt die Auswirkungen der Hitze: Der Linzer Stahlkonzern ist für einen Gutteil des Umschlags auf heimischen Donauhäfen verantwortlich. Wegen des niedrigen Wasserstands werden die Warenströme auf die Bahn verlagert.

  • |Amina Beganovic

    "Mit 42 Grad Körpertemperatur in Spitäler eingeliefert“

    Die Hitze macht selbst Gesunden teils massiv zu schaffen. Darauf machte der Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), Wolfgang Schreiber, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien aufmerksam. „Menschen, die an sich gesund sind, werden mit exzessiven Körpertemperaturen von 42 oder gar 42,5 Grad in Spitäler eingeliefert“, schilderte er. 

    Mehr dazu hier:

  • |Amina Beganovic

    Hitze aus Ausreißer? - Klimaforscher: "Modelle waren tendenziell zu 'kalt'"

    Die aktuelle Kombination aus massivem Regendefizit und Extremtemperaturen lädt zur Interpretation als "Ausreißer" ein. Da die Temperaturen hierzulande zuletzt stärker gestiegen sind, als noch vor zehn Jahren gedacht, greift die Sicht auf den heurigen Sommer als reine "Ausnahme" aber zu kurz. "Auch wenn der Klimawissenschaft oft Alarmismus vorgeworfen wird, zeigt sich mittlerweile, dass die Modelle tendenziell zu 'kalt' waren", so der Klimaforscher Daniel Huppmann.

    Warum die aktuelle Entwicklung dennoch "keineswegs normal" ist, lesen Sie hier:

  • |Karl Peternel-Oberascher

    Wo war es gestern so heiß wie noch nie?

    Wir haben den gestrigen Tag noch einmal aufgearbeitet. An diesen 50 Messstationen wurden gestern neue Rekordtemperaturen registriert: 

  • |Amina Beganovic

    Siesta wegen Hitze? "Möglicherweise kontraproduktiv"

    Eine Anpassung der Öffnungszeiten bzw. eine Siesta in der Gastro, wie diese vereinzelte Betriebe schon haben, empfiehlt WKÖ-Gastro-Obmann Rainer grundsätzlich nicht. Ob das zweckmäßig sei, komme stark auf die Rahmenbedingungen des jeweiligen Lokals an. "Da kommen die Kundschaften, die es gewohnt sind, dass man zu bestimmten Zeiten offen hat, und dann stehen sie vor verschlossenen Türen. Am Ende des Tages ist das vielleicht sogar kontraproduktiv", so Fachverbandsobmann Rainer. 

    Das Personal für die schwächer bzw. stärker frequentierten Zeiten umzuplanen, mache, wenn möglich, aber jedenfalls Sinn.

  • |Amina Beganovic

    Gastro-Obmann sieht keinen Grund für Schwarzmalerei

    Die extreme Hitzephase macht auch der Gastronomie zu schaffen. Gerade mittags und am frühen Nachmittag bleiben viele Tische leer, der Konsum außer Haus ist verhalten. Für den Gastro-Obmann in der Wirtschaftskammer (WKÖ), Alois Rainer, ist dies aber kein Grund, den "Teufel an die Wand zu malen", sagte er. "Es gibt immer wieder findige Unternehmer, die gute Konzepte gegen Extremtemperaturen und andere Trends entwickeln."

    Freilich sei die Lage für die Betriebe aktuell nicht angenehm, zumal ausbleibende Umsätze über den Tag kaum am Abend kompensiert werden könnten. Konsumzurückhaltung bzw. weniger Gäste im Hochsommer oder der generell geringere Alkoholkonsum seien aber keine neuen Phänomene, hielt der Wirtschaftskämmerer und Gastronom fest.

    Auch dass die wirtschaftliche Belastung heuer bei den Rekordtemperaturen in vielen Regionen schlimmer als in früheren Jahren ausfällt, könne man "pauschal nicht sagen". Aus Gastro-Sicht gehe es da auch um die Frage, welche Art von Betrieb und wo dieser geführt werde. "An Badeseen zum Beispiel machen wir gerade ein Bombengeschäft."

  • |Amina Beganovic

    Brandursache in Lobau noch unklar - Kontrolle mit Drohnen

    100 Einsatzkräfte mit 40 Einsatzfahrzeugen sind zu Spitzenzeiten beim Großbrand in der Wiener Lobau im Einsatz gestanden. Der Vegetationsbrand war am Dienstagnachmittag ausgebrochen, der Einsatz dauerte bis Mittwochvormittag an. Erst gegen 10 Uhr konnte offiziell "Brand aus" gemeldet werden.

    Die Ursache des Brandes war noch unbekannt, die Polizei ermittelt.

  • |Amina Beganovic

    Studie: Kühlbedarf in Österreich wird sich bis 2050 mehr als verdoppeln

    Eine Studie der Boku (Universität für Bodenkultur) aus dem Vorjahr zum "urbanen Kältebedarf in Österreich 2030/2050" liefert erstmals eine umfassende und geografisch detaillierte Analyse des künftigen Kühlbedarfs von Gebäuden. Die Ergebnisse seien ein "Weckruf für Politik, Städteplaner*innen und Energieversorger: Bis 2050 könnte sich die Anzahl der sogenannten Kühlgradtage – der entscheidende klimatische Faktor für den Kältebedarf – österreichweit um über 40 Prozent gegenüber dem aktuellen Stand (2021) erhöhen," heißt es. 

    Und: "Dabei weisen die alpin geprägten Bundesländer eine deutlich stärkere relative Zunahme auf als der Osten Österreichs, denn künftig werden sich auch die höher gelegenen Regionen stärker als bisher erwärmen."

    Mehr Details lesen Sie hier.

  • |Amina Beganovic

    NGOs fordern bessere Klimapolitik der Regierung

    Dienstagabend versammelten sich rund 700 Menschen auf Aufruf der "Fridays For Future" (FFF) vor dem Parlament in Wien. Die Stille der Regierung, allen voran von Kanzler Christian Stocker und Klimaminister Norbert Totschnig (beide ÖVP), sei "ohrenbetäubend", hieß es am Mittwoch.

    "Die Meldungen zu Hitzeopfern überschlagen sich, Landwirtschaften sind über ihrem Limit, Brände brechen auch in Österreich aus, erstmals werden 41 Grad in Österreich gemessen. Wir befinden uns in einer Notlage. Nichts davon ist normal. Nichts davon müsste so sein. Doch die politische Antwort bleibt aus", sagte Veronika Müller für "Fridays For Future".

    Forderung nach Klimagesetz

    Die "Fridays For Future" fordern erneut ein umfassendes und wirksames Klimagesetz der Regierung. Zudem müsse die Gebäudesanierung vorangetrieben werden, um Menschen vor überhitzten Wohnungen zu schützen. Auf europäischer Ebene solle sich Österreich für einen starken Klimaschutz einsetzen. "Wer weiter bremst, trägt Verantwortung. Denn Klimapolitik kann Leben schützen", sagte FFF-Sprecherin Emma Reynolds.

    Für die Umweltschutzorganisation Global 2000 handle die Regierung "plan- und tatenlos". Die aktuelle klimatische Entwicklung und die Temperaturextreme hierzulande kämen nicht überraschend. Seit Jahrzehnten würden Expertinnen und Experten davor warnen - und zugleich sei auch klar, welche Maßnahmen gesetzt werden müssten.

    "Was gegen die Klimakrise hilft, ist kein Geheimnis: Konsequenter Klimaschutz und massive Emissionsreduktion auf der einen Seite, Investitionen in Katastrophenschutz und Anpassungsmaßnahmen auf der anderen Seite", so Hannah Keller, Klima- und Energiesprecherin bei Global 2000. "Doch statt Klimaschutzgesetz und Maßnahmenbudget schaut die Bundesregierung tatenlos zu, während Österreich unter Rekordhitze leidet."

  • |Diana Dauer

    Pegelstände österreichischer Seen teilweise tief wie noch nie

    Der Wasserstand des Bodensees lag am 5. August so niedrig wie noch nie. Beim Neusiedlersee spricht man wegen der anhaltenden Trockenheit von Niederwasser, und man liegt nur zwölf Zentimeter über dem bisherigen Tiefststand aus dem Jahr 2022. Der Wolfgangsee ist bei einem 30-Jahre-Tief angekommen.

    In Kärnten liegen die Pegelstände der großen Seen mit wenigen Ausnahmen durchwegs im Niedrigwasserbereich - und zwar schon auffallend lang, sagte Elisabeth Gutschi vom Hydrographischen Dienst des Landes Kärnten auf APA-Anfrage. Künstlich reguliert werden etwa die Pegel des Weissensees und des Wörthersees, hier gebe es nur geringe Schwankungen. Deutlich niedriger ist der Pegel aber im drittgrößten Kärntner See, dem Ossiacher See bei Villach. Allerdings sei der derzeitige Wasserstand kein historisch tiefer - auch schon 2022 war er wie heuer, in den Jahren 2007 und 2008 war er sogar um wenige Zentimeter unterschritten worden.

    Deutliches Niedrigwasser führt derzeit auch der Längsee im Bezirk St. Veit an der Glan: Der Pegelstand liegt bereits seit Wochen um einige Zentimeter unter dem minimalen Tagesmittel der vergangenen 30 Jahre. Insgesamt wurde in Kärnten seit 1. Jänner 2026 beim Jahresniederschlag ein Defizit von rund 24 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre verzeichnet. Das mache sich vor allem bei den Pegelständen der Kärntner Flüsse bemerkbar, besonders niedrig sei derzeit die Lavant im Osten Kärntens.

  • |Adisa Beganović

    Heißeste Nacht in Hornstein im Burgenland

    Nicht nur die Tage sind aktuell teils unerträglich heiß – auch die Nächte bringen kaum noch Abkühlung. Während gestern, Dienstag, tagsüber der Rekordwert von 41 Grad gemessen wurde, fielen auch in der Nacht von 4. auf 5. August einige Rekorde

    Der Allzeit-Rekord wurde demnach in Hornstein im Burgenland aufgestellt: Wie der Wetterdienst Ubimet meldet, wurden dort 28,5 Grad gemessen. Das ist der höchste je in Österreich gemessene Nachtminimum-Wert.

  • |Adisa Beganović

    Könnte der Hitzerekord heute gebrochen werden?

    Laut Kachelmannwetter könnte der gestrige Allzeitrekord von 41,0 Grad aus Wien-Stammersdorf heute überboten werden. Im Bezirk Gänserndorf hat es aktuell 34 Grad, am Nachmittag sind dort verbreitet 39 bis 41 Grad zu erwarten. Nach Angaben von Kachelmannwetter könnten sogar 41,5 Grad möglich sein.

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