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Julian Nagelsmann hat am Donnerstag den Kader des DFB-Teams für die WM 2026 nominiert. Mit dabei ist wie erwartet und mittlerweile angekündigt Manuel Neuer. Für den 40-jährigen Tormann des FC Bayern München wird es bereits die fünfte Weltmeisterschafts-Endrunde.

"Ich plane ihn als Nummer eins ein", sagte Nagelsmann auch zur Rolle des fünffachen-Welttorhüters. Die weiteren beiden Torhüter sind Manuel Baumann von Hoffenheim und Jonas Urbig, Neuers Ersatzmann von den Bayern.

"Jeder weiß, welche Aura Manuel hat und was er einer Mannschaft auch gibt", sagte Nagelsmann, der die späte Enscheidung pro Neuer auch damit begründete, dass man bis vor Kurzem nicht wusste, ob Neuer nach der WM noch weiterspielen werde. Neuer hat aber mittlerweile seinen Vertrag bei den Bayern um ein Jahr verlängert.

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Am Samstag starten die Vienna Vikings mit dem Heimspiel gegen Berlin Thunder in die neue Saison. Gespielt wird im neuen Stadion des Wiener Sport-Clubs, Kickoff ist um 17 Uhr, den Münzwurf wird der ehemalige NFL-Superstar Marshawn Lynch vornehmen. Für die Wikinger beginnt eine neue Ära, es ist aber auch ein Start ins Ungewisse. Nach dem Aus der ELF geht es jetzt in der neu gegründeten AFLE um Field Goals, Touchdowns und Siege. Zu den Titelanwärtern zählen die Vikings auch in der neuen Liga – nicht zuletzt dank zweier Geheimwaffen aus Österreich.

„Sportlich war es eine der besten Vorbereitungen, die wir je hatten“, erzählt Headcoach Chris Calaycay. Die Begleiterscheinungen waren jedoch nicht ganz nach seinem Geschmack. Nach dem Aus für die ELF kam es zu Unstimmigkeiten. Es ging hin und her – und da keine Einigung erzielt werden konnte, gibt es jetzt zwei europäische Ligen (AFLE und EFA). Lange war nicht klar, welche Teams wo spielen würden. Auch waren Dinge wie etwa die Legionärsregelung lange offen. „Das war nervig“, gibt Calaycay zu.

Der Kader der Vikings ist bärenstark. Neben den Legionären aus den USA – angeführt von Quarterback Ben Holmes – setzen die Wiener auch wieder auf die bewährten Finnen. Erstmals überhaupt ist mit Sean Trotter auch ein Japaner dabei. Die Geheimwaffen kommen aber aus Österreich. Die Rede ist von den beiden Tight Ends Bernhard Seikovits und Florian Bierbaumer.

17 Jahre jung war Philipp Lienhart, als er 2014 von Wien Hütteldorf ausgezogen ist, um die Fußball-Welt zu erobern. Vom Rapid-Nachwuchs ging es zu Real Madrid, wo er in der zweiten Mannschaft spielte und bei den Profis mit Stars wie Sergio Ramos trainieren und lernen durfte, landete er 2017 beim SC Freiburg. Bis heute ist der Verteidiger aus Lilienfeld dem Klub aus dem Schwarzwald treu geblieben.

Am Mittwoch wollte sich der 29-Jährige mit seinem Langzeitklub belohnen und sich eine europäische Krone aufsetzen. Allein es wurde nichts mit dem Titel in der Europa League. Die Trophäe ging nach England. Aston Villa feierte im Beşiktaş-Stadion von Istanbul einen 3:0-Finalsieg gegen die Deutschen. Der Klub aus Birmingham holte damit nach dem Europapokal der Landesmeister 1982 auch den zweitwichtigsten Pokal im europäischen Klubfußball. Und das verdient.

Drei Tage nach dem Gewinn des Doubles hat der LASK seinen ersten Sommertransfer fixiert: Der österreichische Nationalspieler und WM-Teilnehmer Alessandro Schöpf wechselt vom Wolfsberger AC zu den Linzern und unterschreibt einen Vertrag bis Sommer 2028.

Der 32-jährige Tiroler wurde erst am Montag von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick für die WM-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada nominiert. Damit wird Schöpf nach den Europameisterschaften 2016 und 2021 bereits sein drittes großes Turnier im Nationalteam bestreiten. Bisher kommt er auf 35 Einsätze im österreichischen Nationalteam, in denen ihm sechs Treffer gelangen.

Auch auf Klubebene bringt der zentrale Mittelfeldspieler reichlich Erfahrung mit. Ausgebildet in der Akademie Tirol sowie in der Jugend und zweiten Mannschaft des FC Bayern München, führte sein Weg über den 1. FC Nürnberg und Arminia Bielefeld zum FC Schalke 04, wo er fünf Jahre lang spielte. Insgesamt absolvierte Schöpf 143 Partien in der deutschen Bundesliga, erzielte dabei elf Tore und bereitete acht weitere vor. Zudem kommt er auf vier Einsätze in der Champions League sowie zwölf Spiele in der Europa League.

Draußen vor der eindrucksvollen Swiss-Life-Arena beim Abgang zur Unterführung zum Bahnhof Altstetten schimpfte ein Schweizer Fan über die Ticketpreise. „Mit mir nicht“, rief er entsetzt und drehte dem Schauspiel den Rücken zu.

Er sollte einige Tore verpassen. Die Schweizer Nati hat sich zu einem der besten Eishockey-Nationalteams der Welt entwickelt. Das mussten am Mittwoch auch die Österreicher anerkennen. Das 9:0 war nach 3:1 gegen USA, dem 4:2 gegen Lettland und dem 6:1 gegen Deutschland der vierte Sieg in Folge. Nach vier Gegentoren in den ersten 14 Minuten gelang Österreich keine Schadensbegrenzung.

Die Kosten

An die 150 Euro kostet umgerechnet ein Ticket für ein Spiel der Schweizer Nationalmannschaft bei dieser WM. Und dennoch sind alle Partien ausverkauft. Zum Vergleich: Das Spiel Österreich gegen Lettland gab es am Dienstag schon um 40,80 Franken, also rund 45 Euro. Bis Anfang dieser Woche waren bereits 400.000 der 500.000 aufgelegten Tickets verkauft. 50 Millionen Franken (55 Millionen Euro) beträgt das Budget dieser WM. Das ist mehr als bei der Rad-WM 2024 in der Schweiz.

Die größten Kosten verursachte die Infrastruktur, sagt Christian Hofstetter, Chef des Organisationskomitees im Schweizer Fernsehen. Die Arenen in Fribourg und Zürich mussten den Anforderungen des Weltverbandes angepasst werden. Also mussten Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt werden, Garderoben umgestaltet sowie Platz für die TV-Übertragungen geschaffen werden. Die Kapazitäten sanken daher von 12.000 auf 10.000 in Zürich und von 9.300 auf 7.500 in Fribourg. Läuft alles nach Plan, dann wird die WM einen Gewinn abwerfen. Doch das scheint nur zweitrangig zu sein.

Alles, was zählt bei diesem Turnier, ist der sportliche Erfolg der Nati, die sich mit ihren sechs NHL-Profis und mit jeder Partie mehr und mehr in die Favoritenrolle spielt.

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