Deutschlands WM-Kader: Nagelsmann erklärt Neuer zur Nummer eins
Nagelsmann und Neuer
Julian Nagelsmann hat am Donnerstag den Kader des DFB-Teams für die WM 2026 nominiert. Mit dabei ist wie erwartet und mittlerweile angekündigt Manuel Neuer. Für den 40-jährigen Tormann des FC Bayern München wird es bereits die fünfte Weltmeisterschafts-Endrunde.
"Ich plane ihn als Nummer eins ein", sagte Nagelsmann auch zur Rolle des fünffachen-Welttorhüters. Die weiteren beiden Torhüter sind Oliver Baumann von Hoffenheim und Alexander Nübel von Stuttgart.
"Jeder weiß, welche Aura Manuel hat und was er einer Mannschaft auch gibt", sagte Nagelsmann, der die späte Enscheidung pro Neuer auch damit begründete, dass man bis vor Kurzem nicht wusste, ob Neuer nach der WM noch weiterspielen werde. Neuer hat aber mittlerweile seinen Vertrag bei den Bayern um ein Jahr verlängert.
Wie er Oliver Baumann erklärt habe, dass er nun nicht die Nummer eins sein werde bei der WM? "Ich habe ihm im März schon gesagt, dass ich ein Treffen hatte mit Manuel", erklärte der Bundestrainer. "Am Ende war es für Oli ein Schlag, das ist aber auch verständlich. Am Ende ziehe ich vor ihm den Hut, auch vor der Saison, die er gerade gespielt hat."
Mit dabei im Kader ist auch Leroy Sane, dessen WM-Teilnahme nicht immer so klar war. Nach dem Wechsel des Technikers zu Galatasaray in die türkische Liga war seine Zukunft im Nationalteam öfters infrage gestellt worden.
Bei der Nominierung des Kaders auf dem DFB-Campus in Frankfurt wurde zudem klar, dass der Kölner Angreifer Said El Mala entgegen vorheriger Medienberichte doch nicht zum Kreis der 26 WM-Spieler gehört. Auch Matthias Ginter vom SC Freiburg bekam einen Tag nach der Niederlage im Finale der Europa-League gegen Aston Villa (0:3) keine Einladung von Nagelsmann.
Nur noch ein Weltmeister von 2014
Da Ginter fehlt, ist Neuer der einzige verbliebene Weltmeister von 2014 im Aufgebot für das XXL-Turnier mit 48 Mannschaften. Angeführt wird das Aufgebot von Kapitän Joshua Kimmich. Seine Stellvertreter Kai Havertz und Antonio Rüdiger sind nach langen Verletzungen rechtzeitig wieder in WM-Verfassung, wie auch der Dortmunder Felix Nmecha. Jüngster Akteur im Aufgebot ist Bayern-Teenager Lennart Karl mit 18 Jahren und der Erfahrung von zwei Länderspielen.
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