Im Flutlicht vor rund 12.000 Fans wurde am Dienstagabend viel gejubelt. Da war Mikaela Shiffrin, die ihren 70. Slalom-Weltcupsieg feierte, und ihre Teamkollegin Paula Moltzan, die sich über ihren achten Podestplatz im Weltcup freute – und da war Katharina Truppe, die scheinbar alle überstrahlte.
Die Kärntnerin landete im Nachtslalom von Flachau hinter den beiden US-Stars auf Rang drei, es ist der erste Weltcup-Podestplatz für Truppe vor Heimpublikum. Ein besonderer Genuss: „Die Leute waren so laut, sie haben mich ins Ziel getragen“, sagte Truppe, die versuchte, sich von der Stimmung und ihrer zwischenzeitlichen Platzierung auf Rang 3 nicht nervös machen zu lassen und „alles so wie immer“ zu machen.
Frau Konstanz
Dass Katharina Truppe im Slalom Weltklasse ist, wissen ihre Teamkolleginnen und Gegnerinnen längst. Dass sie die Ergebnisse liefern kann, hat die 29-jährige Kärntnerin schon mehrfach bewiesen. Bei der WM in Aare 2019 holte sie Silber im Team-Parallelrennen, 2022 wurde sie in Peking Olympiasiegerin im Mixed-Parallel-Bewerb, bei der WM in Saalbach 2025 gewann sie Bronze in der Teamkombination.
Dass sie auch allein ganz oben stehen kann, musste sie sich vielleicht selbst erst beibringen. Geschehen ist das im vergangenen März im Slalom von Aare, wo Truppe ihren ersten Weltcupsieg feierte.