Sport-News

ÖFB-Teamspieler Kevin Danso ist nach seinem Fehler beim 2:2 von Tottenham Hotspur gegen Brighton and Hove Albion rassistischen Beleidigungen im Internet ausgesetzt. Tottenham verurteilte am Sonntag den „abscheulichen, entmenschlichenden Rassismus“ gegen seinen Spieler auf das Schärfste und kündigte an, die Inhalte der Polizei und den zuständigen Behörden in den Ländern, in denen die Hassposter ansässig sind, zu melden. „Kevin hat unsere uneingeschränkte und bedingungslose Unterstützung als Spieler und als Mensch. Niemand in diesem Verein wird angesichts dessen jemals allein dastehen“, erklärten die Spurs.

Danso hatte am Samstag mit seinem Ballverlust im eigenen Strafraum den späten Ausgleichstreffer der Gäste eingeleitet. Der Klub des 27-Jährigen steckt damit weiter in der Abstiegszone der Premier League fest. Die Partie fand im Rahmen des „No Room For Racism“ (Kein Platz dem Rassismus) der Liga statt. Tottenham forderte auch die Betreiber der sozialen Netzwerke wie X und Instagram auf, schnell und entschlossen zu handeln, wenn rassistische Beleidigungen gemeldet werden. „Den Tätern drohen Freiheitsstrafen, Stadionverbote, Vorstrafen, Geldstrafen, gemeinnützige Arbeit oder von der Polizei angeordnete Aufklärungsprogramme“, betonte der in London ansässige Klub. Man habe in der Vergangenheit bereits erfolgreich Verurteilungen nach Beleidigungen erwirkt und unbefristete Vereinsverbote verhängt, erklärte Tottenham. 

Zum vierten Mal bzw. zum ersten Mal seit 2020 hat sich Real Sociedad den Sieg im spanischen Fußballcup gesichert. In Sevilla setzten sich die Basken am Samstag gegen Champions-League-Halbfinalist Atletico Madrid im Elfmeterschießen mit 4:3 durch, nach der Verlängerung war es 2:2 (2:2, 2:1) gestanden.

Zwei Paraden von Goalie Marrero

Zwei Paraden von Real-Sociedad-Goalie Unai Marrero gegen die Atletico-Stars Alexander Sörloth und Julian Alvarez gleich zum Auftakt des finalen Akts waren für die Truppe von Langzeittrainer Diego Simeone zu viel. Aufseiten des Außenseiters, der auch den gebürtigen Linzer und Ex-Salzburger Luka Sucic aufbot, vergab lediglich Orri Oskarsson.

Das erste Qualifikationsrennen zu den 24 Stunden auf dem Nürburgring mit Formel-1-Weltmeister Max Verstappen und dessen Tiroler Partner Lucas Auer ist am Samstag vom Tod des Schweden Juha Miettinen überschattet worden. 

Der 66-Jährige erlag nach einem Massencrash in der Passage Klostertal im Medical Center seinen Verletzungen, wie die Veranstalter bekanntgaben. Insgesamt waren sieben Autos in den Unfall verwickelt, nicht beteiligt war der Wagen von Verstappen und Auer.

Alle Wiederbelebungsversuche erfolglos

"Trotz des sofortigen Eintreffens der Rettungskräfte konnten die Sanitäter den beteiligten Fahrer Juha Miettinen (BMW 325i, #121) nicht retten; der Fahrer verstarb im Medical Center, nachdem alle Wiederbelebungsversuche erfolglos geblieben waren", hieß es auf der Instagram-Seite der Veranstalter. Vor den Rennen am Sonntag soll es im Rahmen der Startaufstellung eine Gedenkminute für Miettinen geben.

Vor 4.300 Fans im ausverkauften Stadion in Ried zeigten die ÖFB-Frauen, dass sie trotz aller Kritik für Begeisterung sorgen können. 

Mit einem 0:0 gegen Deutschland, die klar Führenden in der WM-Qualifikationsgruppe gab das Team von Alexander Schriebl ein klares Lebenszeichen. Acht Spiele hatte man bisher gegeneinander gespielt, achtmal hat Österreich verloren. Doch heute war es anders. Aller Kritik zum Trotz.

Geordnet und stabil

Wieder zeigten die Österreicherinnen eine gute erste Halbzeit, doch sie hielten die Intensität über die 90 Minuten durch. Sie präsentierten sich geordnet und stabil, mit mehr Ballbesitz, da die Deutschen die ÖFB-Frauen auch mehr zum Zug kommen ließen, nicht so hoch attackierten wie gewohnt und nicht so stark waren wie im Spiel in Nürnberg.

Auf der rot-weiß-roten Seite ersetzte eine starke Annabel Schasching die angeschlagene Sarah Puntigam als Kapitänin und als Sechserin. Und sie tat das wirklich stark. Wieder ging Österreich mit einer Fünferkette mit sehr hoch stehenden Außenverteidigerinnen (Chiara D'Angelo und Sarah Gutmann) ins Rennen. 

Die erste Chance hatte dennoch Deutschland. Jule Brand schoss aus kurzer Distanz über das Tor (3.). Doch dann zeigten die Österreicherinnen in mehreren Umschaltmomenten hintereinander, dass sie heute hier offensiv gefährlicher werden wollen als zuletzt in Nürnberg. Bei der ersten kam Eileen Campbell nicht mehr an den Ball (5.) und die neu in die Startelf gerückte Naika Reissner rutschte im Strafraum am Ball vorbei (6.). 

Man merkt es den Spielern des WAC an, dass sie seit Dezember 2025 einem Sieg nachlaufen. Beim Cup-Sieger hat die ernste allgemeine Verunsicherung um sich gegriffen, auch unter Neo-Trainer Thomas Silberberger will der erhoffte Befreiungsschlag nicht gelingen. 

Nach dem 0:0 daheim gegen Schlusslicht BW Linz bleibt die Situation nicht nur angespannt, der WAC muss sich sogar glücklich schätzen, dass mittlerweile nicht die Rote Laterne in Kärnten blinkt.

Starker WAC-Goalie

Die Gäste aus Linz waren im Kellerduell das klar bessere und strukturierte Team und hätten das Spiel eigentlich für sich entscheiden müssen. Die Kärntner konnten sich beim starken Goalie Polster und der Latte (Schuss von Strauss) bedanken, dass sie nicht als Verlierer vom Platz gingen.

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