Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Neue Machtverhältnisse bei der Wiener Austria

Nach dem Abgang von Michael Wagner als Sportdirektor weist der Weg klar in eine Richtung.
Alexander Strecha
Michael Wagner Fußball Austria Wien

Bei der Wiener Austria haben sich die Machtverhältnisse wieder einmal verschoben. Zwei sind einer zu viel, die Austria leistete sich bekanntlich den Luxus eines Sportvorstands und eines Sportdirektors. 

Michael Wagner schmiss als Sportdirektor hin, Tomas Zorn hat als Sportvorstand nun das alleinige Sagen. Er kam auf Vorschlag seines Vorgängers Jürgen Werner, zu dem er regelmäßig Kontakt halten soll. Wagner wiederum war von AG-Vorstand Harald Zagiczek ins Rennen geworfen worden.

Werner ist zwar nicht mehr Sportvorstand, hat keinen Sitz im Aufsichtsrat, allerdings trotzdem Einfluss aus der zweiten Reihe. Weil er im Aufsichtsrat Vertraute hat und immer noch Anteile der Investmentgruppe WTF hält. Und mit Zorn im sportlichen Bereich einen, den er selbst vorgeschlagen hat.

Austrias Spotvorstand Tomas Zorn

Austrias Spotvorstand Tomas Zorn

Der Vertrag von Zagiczek wiederum läuft im Oktober aus. Anfang des Jahres wurde er verdächtigt, Illegales getan zu haben. Eine externe Untersuchung bestätigte dies nicht. Vor Kurzem wurde er medial von Präsident Kurt Gollowitzer in höchsten Tönen gelobt.

Jenem Gollowitzer, der vor geraumer Zeit gegen Werner gewettert und sich auch im VIP-Klub ein Schreiduell mit ihm geliefert hatte, nun aber situationselastisch seine Position adaptiert hat. Sämtliche Versuche, Jürgen Werner von der Austria fernzuhalten, sind nachhaltig gescheitert. Seine Kritiker und Gegner verlieren anscheinend an Macht.

Kommentare