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Die in der Schweizer Fußball-Liga auf dem vorletzten Tabellenrang liegenden Grasshopper Club Zürich haben sich am Montag von ihrem Trainer Gerald Scheiblehner getrennt. Der Oberösterreicher war erst im vergangenen Sommer vom österreichischen Klub Blau-Weiß Linz nach Zürich gewechselt und hatte dort ursprünglich einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

Die Erwartungen an Scheiblehner waren durchaus hoch. Doch bei den Grasshoppers gelang es ihm nicht, die Mannschaft nachhaltig zu stabilisieren. Vor allem die schwache Punkteausbeute sowie defensive Probleme führten dazu, dass sich der Traditionsklub zunehmend im Tabellenkeller wiederfand und schließlich die Reißleine zog. Im Winter war Scheiblehner noch Trainerkandidat bei Sturm Graz gewesen.

Abstiegskampf

In der laufenden Saison kämpft der Rekordmeister der Schweiz erneut gegen den Abstieg – ein Szenario, das für den einst so erfolgreichen Verein alles andere als zufriedenstellend ist. Die sportliche Führung sah sich daher gezwungen, frühzeitig zu handeln, um die verbleibenden Spiele der Saison mit einem neuen Impuls anzugehen.

Lehren ziehen und das Positive mitnehmen. So lautet das Motto der Wiener Austria nach dem 2:5 gegen Sturm Graz, einem Spiel, in dem man fast 45 Minuten die bessere Mannschaft war und am Ende doch unterging. „Das habe ich so noch nicht erlebt“, meinte ein groß aufspielender Johannes Eggestein, dem ein Tor wegen Abseits nicht anerkannt wurde und der Chancen liegenließ.

Genau das war ein Grund der Niederlage. „Wir hätten eigentlich vor der Pause das zweite Tor erzielen müssen.“ So erhielt man das 1:2 noch vor dem Wechsel, ein psychischer Dämpfer ebenso wie der Elfer für Sturm und der Ausschluss für Plavotic knapp nach der Pause. 

„Davon haben wir uns nicht erholt.“ In dieser schweren Phase, so Eggesteins weiterer Kritikpunkt, hätte man als Team kompakter agieren müssen.

Doch das berühmte und gerne zitierte Momentum war dahin, weil aufseiten Sturms. Kapitän Manfred Fischer meinte: „Alles ist extrem knapp beisammen, da wurden wir eben bestraft. In diesen Phasen muss man präsent sein, das hat uns diesmal Sturm vorgezeigt.“ 

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat große Bedenken wegen der Austragung der Fußball-WM in den USA. Das Land sei "nicht der richtige Gastgeber in einer Zeit, wo die Rechte von Arbeitern, Sportlern, Fans und Communitys, die die WM erst möglich machen, eingeschränkt werden", sagte Direktorin Minky Worden. Die Lage der Menschenrechte bewege sich in den USA in eine völlig falsche Richtung, um ein internationales Event auszutragen.

FIFA soll Austragung in den USA prüfen

"Wenn Donald Trump nicht erlaubt, dass Fans oder sogar Spieler zur WM anreisen, muss die FIFA überprüfen, ob es noch möglich ist, die WM weiter in den USA ausrichten zu können." Einen Ausschluss des Iran lehnt Worden ab, auch wenn der Sport in dem Land seit Jahrzehnten politisiert werde. US-Präsident Trump hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass der Iran an der WM vom 11. Juni bis 19. Juli teilnehme.

Der iranische Verband konterte, dass der Weltverband FIFA die Entscheidungen treffe. Zudem schlug der Iran vor, die WM-Spiele seiner Elf in Mexiko statt in den USA auszutragen. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus.

Österreichs Team startet mit Testspielen in Wien am 27. März gegen Ghana (35.000 Tickets verkauft) und vier Tage später gegen Südkorea (25.000) ins WM-Jahr. Zuvor können sich die Spieler vier Tage lang in Marbella empfehlen. Vier Neue hat Ralf Rangnick am Montag einberufen. Der Teamchef über ...

... die Einberufung der verletzten David Alaba und Maximilian Wöber David ist unser Kapitän. Maxi hat, wenn er fit war, fast immer gespielt bei uns und die Gruppe bereichert. Bei beiden ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gegen Ghana oder Südkorea zum Einsatz kommen werden, hochgradig unwahrscheinlich. Trotzdem möchte ich sie dabei haben. Wir werden sicherstellen, dass sie den Rehaprozess weiter vorantreiben in diesen zehn Tagen. Bei der WM werden wir aber sicher keine Wildcards verteilen und sagen: „Irgendwann wird er schon wieder gesund.“ Ich nehme trotzdem David Alaba aus, von dem ich inständig hoffe, dass er uns als Spieler zur Verfügung stehen wird bei der WM.

In Salzburg ist man von Festspielstimmung ungefähr so weit entfernt wie eine Dose Red Bull von einer Tasse Beruhigungstee ohne Zucker.

Im Verein selbst spricht man von einer „schwierigen Phase“, das Wort „Krise“ ist aber eher angebracht. Einige sprechen sogar von der schlimmsten Krise in der Red-Bull-Ära. Ganz falsch liegen sie damit sicher nicht.

Eine vier Spiele andauernde Torflaute hat es noch nie gegeben, seit der Getränke-Konzern 2005/06 eingestiegen ist. In dieser Kategorie ist der Tiefpunkt erreicht, der nächste könnte folgen: Aktuell hält Salzburg bei drei Niederlagen in Serie, vier hat es noch nie gegeben.

Ein weiteres Armutszeugnis ist die Fankulisse. Sogar gegen Zuschauermagnet Rapid wurde die 10.000er-Marke verfehlt. Viele der erfolgsverwöhnten Fans bleiben in schweren Zeiten zu Hause. Der Rest pfeift das Team gnadenlos aus. „Wir müssen Zusammenhalt zeigen. Wir, aber auch die auf der Tribüne“, mahnte Verteidiger Frans Krätzig. Ihm sei gesagt: Die Fans werden Salzburg wohl nicht aus der Krise holen, da sind Spieler und Betreuer auf sich gestellt.

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