In der ÖFB-Gruppe J lieferte Argentinien gegen Algerien eine Machtdemonstration ab. Mit einem überragenden Lionel Messi und einer überzeugenden Leistung startete Argentinien das Projekt Titelverteidigung. Der Weltmeister feierte am Dienstag in Kansas City dank dreier Treffer seines Superstars (17., 60., 76.) einen 3:0-(1:0)-Sieg. Messi stellte mit nun 16 WM-Treffern den Rekord des Deutschen Miroslav Klose ein. Nächster Gegner der Argentinier in der Gruppe J ist am 22. Juni (19.00 Uhr MESZ) in Dallas das ÖFB-Team.
„Es gibt keine Worte mehr, um das zu beschreiben. Wenn jemand dachte, diese Mannschaft sei ohne Leo besser, dann ist heute klar geworden, dass er der Wichtigste von allen ist und wir eine Mannschaft aufstellen müssen, in der er sich wohlfühlt“, sagte Messis Mitspieler Alexis Mac Allister. „Man muss es genießen, denn wir werden ihn vermissen, wenn er nicht mehr auf dem Platz steht“, meinte Teamchef Lionel Scaloni schon etwas sentimental.
Standing Ovations für Messi
Mit Standing Ovations der fast 70.000 Zuschauer wurde Messi bei seinem Austausch in der 80. Minute verabschiedet, nachdem er eine Woche vor seinem 39. Geburtstag eine Gala abgeliefert hatte. Der achtfache Weltfußballer war Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des Titelverteidigers und bewies auf den Tag genau 20 Jahre nach seinem Debüt und ersten Treffer bei einer Weltmeisterschaft auch im hohen Fußball-Alter sein Ausnahmekönnen und seine einzigartigen Abschlussqualitäten.
Teamchef Lionel Scaloni setzte in seiner Startelf auf acht Spieler, die beim Finalsieg vor vier Jahren gegen Frankreich zum Einsatz gekommen waren. Darunter natürlich Messi, der in seinem sechsten WM-Turnier gleich nach fünf Minuten in Erscheinung trat, bei seinem Tor allerdings knapp im Abseits stand. Algerien erging es drei Minuten später ähnlich, ein Treffer von Fares Chaibi wurde ebenfalls wegen Abseits nicht anerkannt.
Es war der Auftakt in eine Partie, in der Argentinien und vor allem Messi mit Spielfreude und Kombinationsfußball richtig Spaß machten. Und Messis zweiter Abschluss zählte. Der 38-Jährige zog aus rund 20 Metern ab und versenkte den Ball, Algeriens Schlussmann Luca Zidane sah aber nicht gut aus. Glück hatte der achtfache Weltfußballer auch, als er nach einem Tritt gegen die Wade von Aissa Mandi nicht einmal Gelb sah (31.).