Erstmals in dieser Saison gewinnt in dieser Saison kein Schweizer ein Abfahrtsrennen. Und das ausgerechnet in Kitzbühel, der gefürchtetsten und prestigeträchtigsten Strecke der Welt.
Gefeierter Sieger ist der Italiener Giovanni Franzoni, der in 1:52,31 mit einer Fabelzeit ins Ziel kam. Der 24-Jährige aus Brescia fand speziell beim Hausberg und bei der Traverse die schnellste Linie und holte nach dem Super-G in Wengen seinen zweiten Weltcupsieg. Damit ist der junge Mann mit dem Nasenpflaster auch ein heißer Medaillentipp bei den Olympischen Spielen in Mailand/Cortina in zwei Wochen.
Die ÖSV-Herren erlitten ein historisches Debakel: Erstmals kam kein Österreicher bei der Kitz-Abfahrt in die Top-10.
Stefan Babinsky konnte nicht an seine starke Leistung mit dem dritten Rang beim Super-G am Samstag anschließen und kam nur in 1:54,35 Minuten ins Ziel. Damit lag er bereits mehr als 2 Sekunden hinter Franzoni.
Marco Odermatt hatte auf seiner Fahrt lange Zeit eine Nasenlänge Vorsprung auf den Italiener, doch im Ziel hatte der große Weltcup-Dominator 0,07 Sekunden Rückstand auf Franzoni. Dritter wurde überraschend der mit Nummer 29 gestartete Maxence Muzaton, der einige Zischenbestzeiten hatte und im Ziel über einen knappen Rückstand von 0,39 Sekunden jubeln durfte.
Florian Schieder rundete mit Rang vier mit 0,67 Sekunden Rückstand auf Franzoni das starke Resultat der Italiener ab.