Nach Boykott: So lief das erste Duell zwischen Russland und Ukraine

Russen und Ukrainer traten im Langlaufbewerb der Paralympics erstmals gegeneinander an. Wer das Duell für sich entschied.
Pavlo Bal auf der Loipe in Tesero

Bei den Langlaufwettbewerben der Paralympischen Spiele in Italien treffen erstmals auf paralympischer Bühne wieder russische und ukrainischen Athletinnen und Athleten in Rennen direkt aufeinander. 

In der Sprint-Qualifikation der sitzenden Männer im italienischen Tesero ging der Russe Ivan Golubkov ebenso wie fünf Athleten aus der Ukraine ins Rennen.

Ukranische Dominanz bei den Herren

Die Ukrainer, die bislang die Nordischen Bewerbe dominieren, gingen dabei auch als klare Sieger hervor. Während sich alle fünf Ukrainer für das Halbfinale qualifizierten, hatte Golubkov als 19. keine Chance. Zwei Ukrainer schafften es dann auch ins Finale: Pavlo Bal sowie Oleksandr Aleksyk.

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Ein umgekehrtes Bild dann bei den sehbehinderten Frauen. Die Russin Anastasiia Bagiian war in der Qualifikation die zweitbeste, während die Ukrainerin Oksana Shyshkova als Achte nur knapp den Sprung ins Halbfinale schaffte.

Erstes Para-Gold für Russland 

Am Dienstag hatte Skirennfahrerin Warwara Worontschichina als erste Sportlerin aus Russland bei den Winter-Paralympics in Italien eine Goldmedaille gewonnen. Bei der Siegerehrung wurde erstmals seit 2014 in Sotschi bei Paralympics nicht nur die russische Fahne gehisst, sondern auch die Hymne gespielt. 

Wegen Dopingsanktionen und des Angriffskriegs gegen die Ukraine waren russische Sportler zuletzt allenfalls als neutrale Athleten ohne Flaggen, Symbole und Hymne zugelassen. Gleiches galt für Belarus als Unterstützer der Invasion. Im Herbst hob das Internationale Paralympics Komitee (IPC) den Bann jedoch auf. Weshalb zahlreiche Nationen - darunter auch Österreich - die Eröffnungsfeier in Italien boykottierten.

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