Rückkehrer Antiste als Matchwinner: „Jetzt ist für Rapid alles möglich“

Warum Janis Antiste weggeschickt wurde, um danach Trainer Hoff Thorup zu überzeugen. Bereits am Sonntag kommt es für Rapid zum Wiedersehen in Salzburg.
Matchwinner Antiste mit Trainer Hoff Thorup (l.)

So schnell kann es gehen im Fußball – und besonders in dieser kuriosen Bundesliga-Saison. Janis Antiste saß einen Monat auf der Tribüne, um gegen Salzburg als Matchwinner von Rapid ein besonderes Comeback zu feiern.

Antiste verwertete einen von nur drei Torschüssen der Wiener zum glücklichen, aber umso härter erkämpften 1:0 gegen Salzburg.

„Das Zuschauen war das Härteste“, sagt der Franzose, der Trainer Johannes Hoff Thorup im Training überzeugt hat: „Er war über Wochen einer der Besten und hat immer alles gegeben.“

Antiste jubelt über das 1:0

Antiste jubelt über das 1:0

Davor wurde der Stürmer sogar einige Tage aus Hütteldorf weggeschickt.

Mit freiem Kopf retour 

„Janis war am Ende der Transferzeit so enttäuscht, dass es keine Einigung für ihn gab, dass wir ihn nach Frankreich geschickt haben. Er sollte den Kopf frei bekommen - dann ist er zurückgekommen und hat jeden Tag alles gegeben“, lobt Hoff Thorup die Mentalität des beinahe abgeschriebenen 23-Jährigen.

Erst knapp vor dem 1:0 war klar, dass Sassuolo doch die Kaufpflicht im Leihvertrag streicht und Rapid den zuletzt verunsicherten Leihspieler ohne Transferverpflichtung um mehr als drei Millionen einsetzen kann.

„Jetzt ist alles möglich“, glaubt der Stürmer, der weiß: „Für unser Team war es ein sehr wichtiges Tor, jetzt können wir pushen.“

Antiste rechnet aufgrund der halbierten Punkte: „Es ist ein Neustart.“

Neben dem Sonderlob für Antiste und auch für Tormann Hedl rückt Hoff Thorup den gemeinsamen Kampf in den Fokus: „Die Spieler haben wirklich alles abgerufen, was nötig war. Ich glaube an die Spieler und an unseren Weg. Durch den abfallenden Druck wird jetzt eine bessere Rapid zu sehen sein.

Andres Weimann, der im ersten Monat seiner Leihe schon sehr viel erlebt hat, sagt: „Spielerisch ist nicht viel gegangen, aber es war ein großer Kampf. Für Rapid ist jetzt alles möglich.“

FUSSBALL: ADMIRAL BUNDESLIGA/ 22. RUNDE: SK RAPID - RED BULL SALZBURG

Los geht es bereits am Sonntag in Salzburg.

Drei überraschende Rechtsverteidiger 

Vermutlich aber nicht wieder mit dem Trio Nunoo, Wurmbrand und (im Finish) Seidl (!) als rechte Außenverteidiger.

„Zuerst wollten wir viel Druck über diese Seite machen. Und am Ende hat Matti das getan, wofür er herausgehoben werden sollte: Er tut immer alles für das Team – eben dort, wo er gerade gebraucht wird“, erklärt Hoff Thorup die unerwarteten Kandidaten rechts außen.

Nunoo dürfte nun mit einer Muskelverletzung ausfallen, Bolla könnte zurückkehren, wenn in Salzburg wieder alles losgeht.

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