Antiste schießt Rapid gegen Salzburg in die Meistergruppe
Antiste jubelt über das 1:0
Rapid ist und bleibt die größte Drama-Queen in dieser kuriosen Bundesliga. Zum vierten Mal in fünf Saisonen mussten die Hütteldorfer in der 22. Runde noch um die Top 6 kämpfen.
Erneut hat es Rapid geschafft, mit einem 1:0 gegen Salzburg zieht der Rekordmeister in die Meistergruppe ein. Der Sieg war glücklich, es hätte am Ende aber auch ein Unentschieden gereicht.
Vor 14.570 Zuschauern gab es ein „ausverkauft“ der anderen Art: Alle nicht gesperrten Tickets für Rapidler waren abgesetzt worden. Es wurde ohne Block West ein „britischer Support“ mit Jubel für jede gelungene Aktion versucht. Schiedsrichter Lechner war für die größtmögliche Erfahrung in der größtmöglichen Drucksituation aufgeboten worden. Salzburg-Trainer Daniel Beichler verzichtete nach der Cup-Blamage vorerst auf Goalgetter Karim Konate.
Trainer Johannes Hoff Thorup hatte bei Rapid kurzfristig auf ein 3-4-3 umgebaut und riskiert: Weil Bendeguz Bolla mit Bauchmuskel-Problemen fehlte, verteidigte rechts außen Daniel Nunoo. Der gelernte Stürmer machte seine Sache unbekümmert und ordentlich – verletzte sich aber nach nur 20 Minuten. Tobias Gulliksen kam, Niki Wurmbrand musste eine Reihe nach hinten.
Bis dahin hatten die klar überlegenen Salzburger schon zwei Top-Chancen. Niki Hedl hielt gegen Edmund Baidoo zwei Mal (9., 21.).
VAR kassiert 1:0 ein
Nach der ersten Standard-Möglichkeit jubelten die 14.300 Rapid-Fans, doch der VAR erkannte ein knappes Abseits von Ange Ahoussou vor dessen Kopfball (28.).
Weil auch Moussa Yeo gegen den starken Hedl scheiterte und Kerim Alajbegovic aus guter Position verschoss, konnte Rapid mit einer schönen Kombination vom eigenen Abstoß weg in Führung gehen. Über Wurmbrand und Gulliksen ging es – ausgerechnet – zu Janis Antiste, der einschob – 1:0 (38.). Der Leihstürmer spielte nach einem Monat auf der Tribüne, weil Sassuolo doch noch die Kaufpflicht um mehr als drei Millionen gestrichen hat.
Auch die zweite Hälfte begann mit einem Salzburger „Hunderter“: Damir Redzic schoss alleine vor Hedl drüber (51.). Nach 58 Minuten wuchs der Polster von Rapid, weil Sturm gegen Altach in Führung ging. Die erste vergebene Chance der Hausherren gab es erst in Minute 63: Andreas Weimanns Abschluss wurde noch geblockt.
Joker Konate hatte das 1:1 am Fuß – vorbei (74.).
Im Finish war die souverän führende WSG der letzte verbliebene Konkurrent. Die Hütteldorfer versuchten zu mauern. Das gelang nicht – Karim Konate köpfelte in der 91. Minute ein. Doch wieder meldete sich VAR Hameter – ein Abseits verhinderte den Ausgleich.
Danach gab es auch ohne Fanszene ein Tollhaus. Bereits am kommenden Wochenende geht es mit halbierten Punkten weiter.
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