ÖFB-Boss Pröll über möglichen WM-Boykott: „Halte davon nichts“
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und die dadurch entstandene Krise zieht auch Kreise in den Fußball, in Richtung WM 2026 im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada. ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll nahm zu dem Thema im ORF Stellung. „Es müssen viele Diskussionen geführt werden, die FIFA muss vorneweg gehen. Aktuell wird auf vielen Ebenen gesprochen.“
Es sei allerdings viel zu früh, um beurteilen und einschätzen zu können, wohin die aktuelle Lage noch führen wird. „Wir als ÖFB müssen unseren Weg weiter gehen und die Vorbereitung auf die WM konsequent verfolgen.“
Ein Boykott der Weltmeisterschaft, wie er in Deutschland beim DFB zumindest angedacht wurde, steht beim ÖFB jedenfalls nicht zur Diskussion. Pröll: „Davon halte ich nichts.“ Dafür steht der ehemalige Politiker in ständigem Austausch mit dem Außenministerium.
Auch gelte es auf bestehende Statuten und deren Einhaltung zu pochen. „Darauf werden wir drängen. Die UEFA muss sich auch für die europäischen Vertreter positionieren. Jetzt muss man zeigen, dass wir in dieser Krise handlungsfähig sind.“
Sport und Politik
Pröll stellt darüber hinaus klar, dass „alles, was wir tun, auch politisch ist“. Damit meint er allerdings nicht die klassische Parteipolitik. „Aber es ist klar, dass der Sport viel Politisches an sich hat. Die Organisationen stehen jetzt vor neuen Herausforderungen.“
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