Medaillen für Österreich: "Wusste ja, dass ich kein Vollwappler bin"
Thomas Grochar konnte sein Glück nach Bronze gar nicht fassen.
Alles hat einmal ein Ende, auch der Erfolgslauf von Johannes Aigner. Der 20-Jährige musste sich nach den beiden Goldmedaillen in Abfahrt und Super-G der Sehbeeinträchtigten erstmals bei diesen Paralympics geschlagen geben. Aigner sicherte sich mit Guide Nico Haberl Bronze in der Kombination.
Das Duo aus Niederösterreich lieferte sich bereits im ersten Durchgang, dem Super-G, ein enges Rennen mit dem Italiener Giacomo Bertagnolli sowie dem Kanadier Kalle Eriksson. Die drei Paarungen lag nur getrennt durch 45 Hundertstel auf den ersten drei Rängen.
Im Slalom war es dann der Viertplatzierte Brite Neil Simpson, der vorlegte und der Konkurrenz eine fast unlösbare Aufgabe mitgab. Aigner blieb hinter Simpson zurück, der Kampf um Platz drei wurde zum Hundertstelkrimi. Eriksson blieb am Ende fünf Hundertstel hinter dem Österreicher.
Nur der Halbzeitführende Bertagnolli ließ sich von alldem nicht beeindrucken und sicherte sich Gold.
Medaillenjubel bei Grochar
Als zweiter Medaillenkandidat ins Rennen ging Thomas Grochar im Stehend-Bewerb. Der Kärntner zeigte im Super-G einen starken Auftritt und freute sich über Zwischenrang zwei. Im Slalom fiel der 32-jährige Routinier dann zwar erst auf Rang drei zurück, der zur Halbzeit führende Russe Bugaew schied aber auf dem Weg zu Gold aus. Und so konnte Grochar bei seinen letzten Paralympics doch noch über die Medaille jubeln.
Für den Kärntner ein Wellental der Gefühle. Als Rang drei aufleuchtete war der Frust groß, er rechnete fix schon mit Platz vier. Den Ausfall des Russen bekam er beinahe gar nicht mit. Nun belohnte er sich für die jahrelange harte Arbeit. Dementsprechend emotional ist diese Bronzene auch für ihn. Am Abend wird dann ausgiebig gefeiert, verspricht er: "Ich werde mir, wie man auf italienisch sagt, einen hinter die Rüstung römern."
Hinweis: Die Reise zu den Paralympics in Cortina erfolgte auf Einladung des ÖPC.
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