Nächste Medaille für Österreich: Aigner holt Silber, Tränen nach Stary-Sturz
Veronika Aigner und Guide Lilly Sammer im Ziel.
Nach der Gold-Fahrt in der paralympischen Abfahrt am Samstag in Cortina war Veronika Aigner und Neo-Guide Lilly Sammer ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Im Super-G konnte das Duo dann mit etwas weniger Druck agieren.
Doch auch da lieferte die Aigner-Familie ab: Die erst 16-jährige Sammer führte Aigner zur zweiten Medaille bei diesen Winterspielen, diesmal wurde es Silber. Nur die Lokalmatadorin Chiara Mazzel war schneller, auf Gold fehlten am Ende 6 Zehntel.
Die beiden freuten sich natürlich über die Medaille, ganz zufrieden war man allerdings doch nicht. "Wir wissen, wo die Zeit liegen geblieben ist. Wir wissen, dass wir mehr können – und dass wir es heute nicht auf die Piste gebracht haben", so Aigner. Aber: "Wir wären echt blöd, wenn wir über eine Medaille nicht froh wären."
Sturz und Tränen bei Stary
Einen Schreckmoment gab es für Elina Stary. Die 19-Jährige erwischte mit Guide Stefan Winter einen guten Start, fädelte kurz vor dem Ziel aber bei einem Tor ein und stürzte. Sie konnte allerdings selbstständig aufstehen und gab ein Okay. Ein erster Check im Ziel, wo auch Tränen flossen, wies keine gröberen Verletzungen auf.
Elina Stary vergoss Tränen im Ziel.
"Ich bin ziemlich auf den Kopf gefallen. Ich habe meinen Daumen geprellt", erzählt Stary im Ziel: "Aber zum Glück nichts Schlimmes. Ich hatte eher Angst, dass bei den Knien etwas ist. Aber zum Glück nichts. Ich glaube, es hat gröber ausgeschaut, als es wirklich war." Stary wäre wohl auf Bronze-Kurs gewesen, sie nahm den Ausfall allerdings sportlich: "Ich glaube, ich habe noch öfter die Chance." Immerhin startet sie noch bei drei Rennen.
Die Sonne als Problem
Ein großes Problem war für die 19-Jährige die Sonne. "Desto weiter wir runtergekommen sind, desto heller war es. Und ich bin nicht mit hundertprozentigem Selbstvertrauen über die Kuppen drüber gefahren." Für Veronika Aigner war das hingegen weniger eine Schwierigkeit: "Ich habe sehr dunkle Skibrillen. Darum fährt die Lilli auch mit einem extrem neonfärbigen Anzug, weil sie aus der Menge heraussticht."
Österreich hält damit bei drei Medaillen, zwei davon in Gold. Johannes Aigner hat am Montag-Vormittag ebenfalls noch die Chance auf das nächste Edelmetall.
Hinweis: Die Pressereise zu den Paralympics in Cortina erfolgte auf Einladung und Kosten des Österreichischen Paralympischen Committees.
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