Rücktritt mit 30: Das Mädchen von der Alm hat genug
Christina Ager zieht einen Schlussstrich
Den größten Auftritt ihrer Karriere hatte Christina Ager als Teenager. Als die junge Tiroler Skiläuferin bei der Premiere der Youth Games 2012 in Innsbruck den Olympischen Eid sprechen sollte.
Und Ager damals vor Weltpublikum ein lautes, aber umso sympathischeres "Scheiße" entfuhr, weil sie den Text vergessen hatte.
14 Jahre nach diesem denkwürdigen Versprecher hat Christina Ager, die sich auf ihrer Homepage "das Mädchen von der Alm" nennt, ihre Rennläufer-Karriere beendet. Nach exakt 100 Starts im Weltcup.
"Die letzten 13 Jahre im Spitzensport waren eine prägende Reise mit Höhen und Tiefen, auf die ich mit Dankbarkeit zurückblicke", sagt die 30-Jährige aus Söll.
4. mit Nummer 53
Das Debüt im Weltcup war verheißungsvoll verlaufen. 2013 fuhr Christina Ager im Slalom von Levi mit Startnummer 53 sensationell auf den vierten Rang.
Doch in dieser Tonart sollte es nicht weitergehen. Ager wurde immer wieder durch schwere Verletzungen zurückgeworfen.
Das Karriere-Highlight war ein dritter Platz in der Weltcup-Abfahrt von Cortina (2024). In diesem Winter kam die 30-Jährige nicht mehr richtig in Fahrt, mehr als ein 27. Rang schaute nicht heraus.
"Nun ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um ein neues Kapitel aufzuschlagen und mich neuen Aufgaben zu widmen", sagte Christina Ager.
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