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Zweimal hat die österreichische Sprint-Frauenstaffel den österreichischen Rekord heuer schon verbessert, die Marke steht bei 43,11 Sekunden. Das Antreten in Birmingham ist das dritte in Folge bei einer Leichtathletik-EM. Das langfristig ausgelegte Projekt läuft vielversprechend, soll in England den ersten Finaleinzug bringen. Gelaufen wird am Samstag (13.40 MESZ) in der Reihenfolge Karin Strametz, Magdalena Lindner, Christania Williams und Isabel Posch - allesamt hatten auch Einzelstarts.

Die schnellen Staffel-Zeiten fußen auf den verbesserten Einzelleistungen der Akteurinnen, erklärte Sprint-Nationaltrainer Philipp Unfried im APA-Gespräch. „Um ganz schnell zu rennen, da muss natürlich alles passen. Ich denke, dass sie ready sind.“ Gemeinsames Training der meisten Läuferinnen bewirke freilich einiges, vor allem sei es aber das Commitment zur Staffel. „Wenn alle sehen, dass eine Chance da ist und die Staffel nicht nur ein lästiges Anhängsel ist, ist das ein Riesenvorteil, als wenn man wen überzeugen muss.“

Aufbauarbeit läuft, weitere Athletinnen warten

Das aktuelle Quartett sei eine „günstige Konstellation“. Lindner habe sich stark weiterentwickelt, Posch habe heuer einen Riesenschritt gemacht. Dazu kommen die im Vorjahr eingebürgerte Williams, Unfrieds Ehefrau, und Hürdensprinterin Strametz. „Als Verband müssen wir schauen, dass wir diese Konstellation, die nicht ewig lange bestehen wird, nützen, um unten was aufzubauen. Und vielleicht so, wie es die Schweizer gemacht haben, langfristig was entwickeln zu können.“

Mit Patricia Brunninger (2006), Lenia Standfest (Jahrgang 2007) und Sandra Eigner (2008) warten bereits die nächsten. „Da entsteht hintennach etwas, das macht es insgesamt einfacher. In den letzten Jahren hatten wir vier Leute und wenn eine ausgefallen ist, hatten wir schon ein Problem. Sie kompensieren derweil oben die Ausfälle immer noch nicht, aber es entwickelt sich was. Das hebt das ganze Niveau“, sagte Unfried.

Der Österreicher Christian Giefing verpasste am Freitag eine EM-Medaille denkbar knapp. Der erst 18-jährige Burgenländer konnte seine starke Form im Finale über 200 Meter Freistil zwar bestätigen, für Edelmetall reichte es trotzdem nicht.

Giefing, der nach der dritten Wende zwischenzeitlich auf Platz drei lag, wurde letztlich mit einer Zeit von 1:45.14 Vierter. Auf Europameister David Popovici aus Rumänien fehlten dem OSV-Talent damit 99 Hundertstelsekunden. Auf die Bronzemedaille des Briten James Guy waren es 27 Hundertstel.

Am Donnerstag hatte Giefing in 1:44,96 Minuten den am 26. Juni 2022 von Felix Auböck aufgestellten österreichischen Rekord um 0,15 Sekunden verbessert. Diese Zeit, die ebenso nur Platz vier bedeutet hätte, verpasste Giefing im Finale am Freitag.

Ryan Fosso verlässt Sturm Graz nach nur einem halben Jahr wieder. Der 24-Jährige wechselt zu Standard Lüttich nach Belgien. Zuletzt hatten mehrere Klubs um den Mittelfeldspieler geworben.

Fosso war erst im Winter von Fortuna Sittard in die Steiermark gekommen, mit seiner Rolle als Wechselspieler zuletzt aber unzufrieden. Nun entsprach Sturm seinem Wechselwunsch. Über die Ablösesumme machten die Klubs keine Angaben, zuletzt war von knapp unter einer Million Euro die Rede.

„Ryan ist ein Musterprofi und absoluter Teamplayer, daher haben wir seinem Wechselwunsch entsprochen und sind mit Standard Lüttich zu einer guten Übereinkunft gekommen“, erklärte Sturms Geschäftsführer Sport Michael Parensen.

Andreas Weimann setzt seine Karriere in England fort. Der 35-jährige Stürmer wechselt zu Cheltenham Town und unterschreibt beim Klub aus der vierten englischen Liga. Das gab der Verein am Freitag bekannt.

Weimann bringt reichlich Erfahrung aus dem englischen Profifußball mit. Seine Karriere begann bei Aston Villa, für den Klub aus Birmingham absolvierte er mehr als 100 Einsätze in der Premier League. Danach spielte der Wiener unter anderem für Watford, Derby County, die Wolverhampton Wanderers, Bristol City, West Bromwich Albion und die Blackburn Rovers. Zuletzt war er auch für seinen Jugendverein Rapid Wien tätig.

In seiner bisherigen Laufbahn erzielte Weimann mehr als 100 Tore. Für die österreichische Nationalmannschaft kam der Angreifer auf 26 Einsätze.

„Kann es kaum erwarten“

Bei Cheltenham Town freut man sich auf die Erfahrung des Routiniers. Trainer Steve Cotterill bezeichnete Weimann als Spieler mit „bewährter Qualität“ und erwartet, dass er die Offensivmöglichkeiten seiner Mannschaft erweitert.

Für Victoria Hudson ist in diesem Sommer vieles anders. Statt bei der derzeit laufenden EM ihren Titel im Speerwurf zu verteidigen, bestimmt die Vorfreude auf ihr erstes Kind die kommenden Monate. Die österreichische Rekordhalterin trainiert weiterhin, passt Belastungen aber laufend an und hört genauer denn je auf ihren Körper. Mit dem KURIER sprach sie über ...

… ihre Schwangerschaft: Bei mir verläuft bis jetzt alles sehr unkompliziert. Ich bin total entspannt und genieße die Schwangerschaft. Bei etwaigen Komplikationen würde ich mich mit meiner Prä- und Postnataltrainerin abstimmen.

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