Sport-News

Österreichs Eishockey-Rekordmeister KAC hat sich mit Coach Kirk Furey auf eine langfristige Zusammenarbeit geeinigt. Wie die Klagenfurter am Donnerstag mitteilten, erhielt der Kanadier einen neuen, für die kommenden drei Saisonen gültigen Vertrag.

Furey ist seit 2023 für die Kampfmannschaft des KAC zuständig, die er seither zu zwei ersten und einem zweiten Platz in den ICE-Grunddurchgängen, zwei Finalteilnahmen und drei Qualifikationen für die Champions Hockey League führte.

Die vergangene Spielzeit schloss der KAC als Grunddurchgangs-Zweiter ab, es folgte das überraschende Aus im Viertelfinale gegen Fehervar.

Furey kam 2007 als Spieler zu den Kärntnern und holte mit ihnen zwei Meistertitel. 2015 beendete er nach 488 Liga-Einsätzen seine aktive Laufbahn und begann danach beim KAC als Nachwuchstrainer.

Im Vorjahr scheiterte Straßburg im Halbfinale, heuer will man den Bundesliga-Titel nach Kärnten holen. Zum ohnehin starken Team um Österreichs Nummer eins Sebastian Ofner, Jurij Rodionov, zuletzt mehrfach Held im "KURIER Austria Davis Cup Team" und Ex-Profi Dennis Novak kommen noch zwei nahmhafte Verstärkungen.

Beide tragen den Namen Melzer. So  wird im Mai Daviscup-Kapitän Jürgen Melzer, 2011 beispielsweise im Einzel und Doppel in den Top 10,  für Straßburg aufschlagen. Mit Bruder Gerald, dem Assistent Coach beim Davis Cup Team, kommt auch ein ehemaliger starker Profi zum Klub. „Wir haben sehr viel Qualität! Die Frage ist, wie oft unsere international spielenden Asse zu den Spieltagen kommen können. Wir wollen auf jeden Fall weit kommen“, betonte Mannschaftsführer Georg Pirkebner gegenüber der Kärntner Krone. Jürgen Melzer soll zumindest im Doppel das Team verstärken. 

Antimuslimische Gesänge beim Fußball-WM-Testspiel zwischen Spanien und Ägypten (0:0) am Dienstag in Barcelona lösten Empörung aus. Spaniens Teamchef Luis de la Fuente verurteilte die Vorfälle im Espanyol-Stadion mit klaren Worten und sprach von "totaler und absoluter Abscheu". Spanische TV- und Radiokommentatoren kritisierten das Verhalten einiger der rund 35.000 Zuschauer ebenfalls scharf. "Weltweite Schande", titelte die Sportzeitung AS am Mittwoch auf Seite eins.

Was war passiert? Etwa ab der 20. Spielminute skandierten Teile der Fans - insbesondere aus einem Bereich hinter einem Tor - wiederholt rassistische, antimuslimische Parolen. Zudem war bereits vor dem Anpfiff die ägyptische Nationalhymne von Teilen des Publikums ausgebuht worden. Auch Beleidigungen gegen den spanischen Ministerpräsidenten, den linksgerichteten Politiker Pedro Sanchez, waren vereinzelt zu hören.

Der Präsident des spanischen Fußballverbandes, Rafael Louzan, sagte nach dem Abpfiff: "Wir verurteilen solche Situationen, die punktuell und vereinzelt auftreten." Louzan verwies darauf, dass verurteilende Worte des Verbandes während der Begegnung auch auf den Videoleinwänden im Stadion zu sehen gewesen seien. Dort war groß zu lesen: "Es wird daran erinnert, dass die Gesetzgebung zur Prävention von Gewalt im Sport die aktive Beteiligung an gewalttätigen, fremdenfeindlichen, homophoben oder rassistischen Handlungen verbietet und sanktioniert."

Für Pernille Harder ist es anders als für ihre österreichische Teamkollegin Sarah Zadrazil. Denn während die ÖFB-Spielerin, die sich gerade von einem Kreuzbandriss erholt, schon als Kind im Bayern-München-Dress zu sehen war, in dem sie seit 2020 spielt, war Pernille Harder, Jahrgang 1992, ein großer Fan von Manchester United

„Mein Vater war schon ein Fan und ich bin mit diesem Klub aufgewachsen“, sagt die dänische Teamkapitänin, Landsfrau der ManUnited-Torhüterlegende Peter Schmeichel.

Heute, Mittwoch (18.45 Uhr/live Disney+) geht es in der Allianz Arena im Rückspiel um den Aufstieg ins Halbfinale. 

Schlüsselspielerin

Dass Offensivspielerin Harder ein großer Fan von Manchester United ist, hat sie nicht davon abgehalten, vergangene Woche im altehrwürdigen Old Trafford die roten Teufelinnen für das Rückspiel in der Allianz Arena gehörig unter Druck zu bringen.

Schon in der zweiten Minute hatte die 33-Jährige die Bayern nach einem langen Pass von Arianna Caruso mit ihrem sechsten Saisontreffer in der Königsklasse in Führung gebracht. Das Spielgeschehen wechselte ständig, Manchester United glich aus, Harder sorgte erneut für die Führung, die Engländerinnen glichen erneut aus, bevor Momoko Tanikawa sehenswert für den 3:2 Siegestreffer für die deutschen Gäste sorgte. 

Die Straßen der bosnischen Hauptstadt Sarajevo waren gestern Abend blockiert – nichts ging mehr vorwärts, die Nation stand still. Fast still, denn Zehntausende Menschen tanzten, jubelten und feierten das Ticket für die Weltmeisterschaft 2026.

Nahezu im Chor sangen die Fans das Lied "U.S.A." der Band Dubioza Kolektiv: "I am from Bosnia, take me to America." Ein Video, das offenbar von einem Balkon aufgenommen wurde, verzeichnete auf Instagram mehr als 156.000 Likes.

Die Euphorie war auch heute spürbar: In zahlreichen Schulen Sarajevos läuteten nicht die Glocken, stattdessen erklangen Songs von Dino Merlin ("Bosnom behar probeharao") und Halid Bešlić ("Ljiljani"). Bešlić, der als eine Art Nationalheld galt, verstarb im vergangenen Herbst und löste eine Trauerwelle am Balkan aus.

"Empfinde Stolz und Liebe"

Der Sportdirektor der bosnisch-herzegowinischen Fußballnationalmannschaft, Emir Spahić, zeigte sich nach dem 4:1 im Elfmeterschießen gegen Italien sprachlos. "Ich empfinde Stolz und Liebe. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich muss erst wieder zu mir kommen", sagte Spahić gegenüber bosnischen Medien.

Von Emotionen ergriffen war auch Sportkommentator Anel Džanković vom Sender BHT 1. Er rief die Bürger Bosnien und Herzegowinas dazu auf, auf die Straßen zu gehen, zu weinen und zu singen. Džanković stimmte am Ende der Sendung selbst ein bekanntes bosnisches Lied an – und wurde damit zum viralen Hit.

Gegen drei Uhr früh wurde das Nationalteam bei der "Ewigen Flamme", einem Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs im Zentrum Sarajevos, von jubelnden Fans empfangen. Dort feierte die Mannschaft rund eine halbe Stunde gemeinsam mit den Anhängern. Anschließend zogen Bosniens "Diamant" Edin Džeko und seine Teamkollegen weiter in ein Lokal, wo Džeko den Kultsong "Grbavica" von Mladen Vojičić Tifa anstimmte.

Džeko begann seine Karriere beim Verein FK Željezničar Sarajevo, dessen Stadion im Sarajevoer Stadtteil Grbavica liegt.

Bosnien und Herzegowina hat bislang nur einmal an einer Fußball-Weltmeisterschaft teilgenommen – bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014.

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