Meister in der Krise: Nicht nur eine Ferse war bei Sturms 0:1 die Achillesferse
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch
Der Meister fällt langsam vom Himmel – und ins Mittelmaß. Sturm unterlag bei der WSG nach einem harmlosen Auftritt 0:1.
Sturm hatte zuletzt mit zwei 1:0-Siegen gegen Brann Bergen und Ried aufsteigende Heimtendenz gezeigt. Dafür hapert’s auswärts: In Tirol agierte man harmlos und eines Meisters unwürdig, wie bei der Cup-Pleite in Altach. Zwei Höhepunkte gab es vor der Pause: Sturms wichtigster Akteur Kiteishvili musste wegen einer Oberschenkelverletzung vom Platz (wie später auch Gazibegovic).
Dann hatte Karic die größte Chance, er scheiterte aber an Stejskal. Und sonst? Malone stolperte aus einer guten Position. Eine Szene mit viel Symbolwert, der Fehlkauf von der Austria wurde wie Angriffskollege Kayombo in der 65. Minute erlöst.
Die Steirer agierten auch in Hälfte zwei zu statisch, um gefährliche Situationen zu kreieren, die Tiroler waren etwas aktiver, aber auch da gab es nur Stückwerk. Richtig flüssig gingen nur die Austäusche über die Bühne. Lediglich die eingewechselten Hödl, zuletzt Goldtorschütze gegen Ried, und Beganovic brachten Gefahr. Die Inaktivität wurde bestraft, Jamie Lawrence traf in der 78. Minute nach einem Corner und einem anschließenden Getümmel mit der Ferse zum nicht unverdienten Sieg.
Zu hinterfragen ist auch, warum es zwei Oberschenkelverletzungen gab bei Sturm.
Später Stangenschuss
Ein anderer steirischer Klub verpasste den vorübergehenden Sprung auf Platz vier. Hartberg hatte leichte Vorteile, Altach traf aber durch Hrstic am Ende die Stange. Nach dem 0:0 sind auch die Vorarlberger noch im Rennen um ein Ticket für die Meistergruppe.
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