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Jetzt wird es ernst: Michaela Kotaskova steht vor dem bislang größten Kampf ihrer Karriere. Die 34-jährige Bounce-Boxerin trifft am 5. April in London (20 Uhr, live ORF Sport Plus) auf keine Geringere als Chantelle Cameron, ehemalige unangefochtene Weltmeisterin (Undisputed) im Superleichtgewicht und eine der konstantesten Boxerinnen Europas. Die beiden kämpfen um den WBO Jr. Middleweight World Champion Titel.

Der gleichaltrige Cameron, die unter dem Kampfnamen „Il Capo“ von Sieg zu Sieg eilt, zählt seit Jahren zur Weltspitze. Die technisch starke und taktisch äußerst disziplinierte Britin war Weltmeisterin aller vier großen Verbände (WBA, WBC, IBF, WBO) im Halbweltergewicht und schrieb im Mai 2023 Boxgeschichte mit ihrem Sensationssieg gegen Katie Taylor. Der spätere Rückkampf ging zwar verloren, die Rivalität gilt jedoch als eine der bedeutendsten im modernen Frauenboxen.

„Chantelle Cameron ist eine der besten Boxerinnen unserer Zeit. Genau solche Kämpfe wollte ich immer haben – gegen die Besten, auf der größten Bühne“, sagt Kotaskova. 

Hunderte Menschen stehen jede Woche vor einem ungewöhnlichen Ort Schlange, um sich Essen in Plastikbehälter zu füllen. Das Haus in Villa Fiorito, einem Armenviertel am Stadtrand von Buenos Aires, ist der Geburtsort der im Jahr 2020 verstorbenen argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona. Das Haus gehört nicht mehr der Familie Maradona und wird vom neuen Besitzer seit einem Monat als provisorische Suppenküche zur Verfügung gestellt.

Ein Wandgemälde an der Hausfassade zeigt Maradona neben den Worten "Das Haus Gottes". Nächstenhilfe praktiziert dort eine Gruppe von Freiwilligen, die für die Nachbarn kochen. Geleitet wird die Einrichtung von Pfarrer Leonardo Fabian Alvarez, der von einem gestiegenen Bedarf an Lebensmitteln in Villa Fiorito berichtet, seitdem die Wirtschaftspolitik von Präsident Javier Milei zur Schließung kleiner Fabriken geführt hat. "Die Menschen haben offensichtlich ihre Arbeit verloren. Sie stellen sich an, bekommen Essen und nehmen, was wir ihnen geben", erklärte der Geistliche.

Nach dem 1:5 am Freitag gegen Österreich in Wien sowie nur wenige Stunden nach dem 1:2 gegen die deutsche Nationalmannschaft in Stuttgart trennte sich WM-Teilnehmer Ghana "mit sofortiger Wirkung" von seinem Trainer Otto Addo. Das teilte der ghanaische Fußball-Verband (GFA) in der Nacht auf Dienstag mit. Man danke Addo für seinen Beitrag und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft, hieß es. Ein Nachfolger werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Addo war seit zwei Jahren Cheftrainer der "Black Stars". 2022 hatte er das Team schon einmal als Interimscoach betreut und war auch bei der WM in Katar zuständig, als Ghana in der Gruppenphase ausschied. Bei der in den USA, Kanada und Mexiko stattfindenden WM trifft Ghana in der Gruppenphase auf England, Kroatien und Panama.

Addo ist der Sohn ghanaischer Eltern und in Deutschland aufgewachsen. Der 50-Jährige spielte in der deutschen Bundesliga unter anderem für den Hamburger SV und Borussia Dortmund. Er lebt inzwischen in Düsseldorf.

Addo sprach nach dem Abpfiff noch über die WM

Nach der späten Niederlage hatte er am Montagabend eine Steigerung im Vergleich zum Debakel in Österreich festgestellt. "Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt. Es war besser von der Einstellung, von der Mentalität. Die Jungs haben sich reingehauen. Die zweite Halbzeit fand ich richtig gut von uns gegen eine sehr, sehr starke deutsche Mannschaft", erklärte Addo im ARD-Interview.

Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda ist mit dem Kosovo nur einen Sieg von der WM entfernt. Fürs Play-off-Finale gegen die Türkei hätte man weit mehr als 100.000 Karten verkaufen können. Die Euphorie im 1,8-Millionen-Einwohner-Staat ist riesig, man könnte das drittkleinste europäische Land sein, dass sich je für eine WM qualifiziert hat (nach Island und Nordirland).

Das würde auch für rot-weiß-roten Jubel sorgen. Ex-Sturm-Trainer Foda hat mit Thomas Kristl, Robert Ibertsberger und Altach-Co-Trainer Atdhe Nuhiu drei Österreicher in seinem Betreuerstab. Teuerster Spieler im Kader ist der Ex-Austrianer Fisnik Asllani, der mittlerweile für Hoffenheim stürmt.

„Wir sind gerade in Euphorie, aber wir müssen das letzte Spiel gelassen angehen“, betonte Foda, der mit dem Kosovo bei einem Punkteschnitt von 2,05 hält. Als ÖFB-Teamchef waren es einst nur 1,81.

Vier Tage nach dem 5:1 gegen Ghana geht es für Österreichs Team auch schon weiter im WM-Countdown. Gegen Südkorea steht im Ernst Happel Stadion Test Nummer zwei von vier auf dem Programm. Dabei werden die Österreicher erstmals im neuen roten WM-Dress mit schwarzen Ärmeln und schwarzen Hosen auftreten. Was es rund um das allererste Aufeinandertreffen der beiden Nationen zu wissen gilt.

  • Wer wird bei den Österreichern einlaufen?

Ausfälle gibt es nicht wirklich. Sogar Kapitän David Alaba wird in den letzten 20 bis 25 Minuten zu sehen sein, wie Ralf Rangnick ankündigte. Die zuletzt geschonten Xaver Schlager und Konrad Laimer werden laut Teamchef ebenso in der Startelf stehen wie Patrick Wimmer und Tormann Patrick Pentz. Für Nicolas Seiwald reißt eine Serie: Der 24-Jährige wird erstmals seit 36 Länderspielen auf der Bank Platz nehmen. Gutes Omen: Auch ohne Seiwald von Beginn gab es damals beim Rangnick-Debüt in der Nations League im Juni 2022 einen 3:0-Sieg in Kroatien. Im Sturm ist Marko Arnautovic zu erwarten, wenngleich sich Rangnick dazu nicht äußerte. Indes kündigte der Deutsche an, das Wechselkontingent von elf Spielern wieder annähernd ausschöpfen zu wollen.

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