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Der Einsatz einer Russin als Trägerin des ukrainischen Länderschilds bei der Olympia-Eröffnungsfeier sorgt in der Ukraine für Empörung. Es scheine so, als seien die IOC-Verantwortlichen "nicht nur Trottel, sondern auch regelrechte Sadisten", schrieb der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhij Tychyj, auf der Plattform X.

Zuvor hatte die seit langem in Italien lebende russische Architektin Anastassija Kutscherowa öffentlich gemacht, dass sie bei der Nationenparade während der Auftakt-Zeremonie als Plakatträgerin die ukrainische Delegation ins San-Siro-Stadion geführt hatte. "Die ukrainische Mannschaft wurde nicht über die Entscheidung informiert, sie bei einem so wichtigen Ereignis von einer Staatsangehörigen des Landes, das Krieg gegen die Ukraine führt, anführen zu lassen", hieß es in einem X-Post der staatlichen ukrainischen Spendeninitiative.

Den Auftakt in die K.o.-Phase der Champions League hat sich Juventus Turin ganz anders vorgestellt. Nach der 2:5-Niederlage im Play-off-Hinspiel bei Galatasaray Istanbul droht den Italienern das vorzeitige Aus in der Königsklasse. Es war eine historische Niederlage.

Dabei war zur Pause noch alles in Ordnung. Juventus führte dank Teun Koopmeiners, der doppelt traf mit 2:1. Doch nach der Pause fiel die Juve-Abwehr komplett auseinander und kassierte noch vier Gegentreffer. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeit: So etwas passiert der Alten Dame nicht oft. Im Europacup hat man erst zum zweiten Mal in der Vereinshistorie fünf oder mehr Gegentreffer kassiert. Nur einmal kam es noch schlimmer - und das gegen einen österreichischen Klub.

Der philippinische Ex-Weltmeister Manny Pacquiao kehrt mit 47 Jahren ein weiteres Mal in den Boxring zurück. In einem Schaukampf im Weltergewicht über zehn Runden tritt Pacquiao am 18. April in Las Vegas gegen den fünf Jahre jüngeren Ruslan Prowodnikow aus Russland an. „Die Rückkehr nach Las Vegas bedeutet mir sehr viel“, sagte Pacquiao in einer Pressemitteilung. Er wolle den Fans einen großartigen Kampf liefern, „und ich bin bereit“.

Im Juli des vergangenen Jahres hatte Pacquiao sein Comeback nach vierjähriger Pause ebenfalls in der Glücksspielstadt im US-Bundesstaat Nevada gefeiert. Den Kampf gegen WBC-Weltmeister Mario Barrios aus den USA verlor er aber knapp nach Punkten. 

Pacquiao war 2021 als einziger Boxer mit WM-Titeln in acht verschiedenen Gewichtsklassen in den vorläufigen Ruhestand gegangen. In seiner Karriere siegte er in 62 Kämpfen, kassierte neun Niederlagen und kam auf zwei Unentschieden. Seit 2010 ist Pacquiao zudem als Politiker aktiv. Von 2016 bis 2022 war er Senator und kandidierte 2022 für das Präsidentenamt.

Katharina Truppe war in einer herausfordernden emotionalen Situation in den vergangenen Tagen. Während sie sich von Herzen für ihre beste Freundin und Zimmerkollegin Katharina Huber über deren Olympiagold freute, haderte sie selbst mit ihrer Leistung in der Teamkombination, in der sie mit Cornelia Hütter Fünfte wurde.

Real Madrid hat sich im Playoff-Hinspiel bei Benfica Lissabon für die dramatische Niederlage zum Ende der Gruppenphase revanchiert. Vinicius Jr. erzielte beim 1:0-Auswärtserfolg den Treffer des Tages (50. Minute) - und löste danach eine minutenlange Spielunterbrechung aus. Nach einer verbalen Auseinandersetzung mit dem Argentinier Gianluca Prestianni gab Vinicius bei Schiedsrichter Francois Letexier an, rassistisch beleidigt worden zu sein und verließ den Platz. Erst nach langen Diskussionen, unter anderem mit Lissabons früherem Real-Trainer José Mourinho, ging die Partie weiter. Der Portugiese sah in der Schlussphase wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte, nachdem er vehement einen Platzverweis gegen Vinicius gefordert hatte - und wird somit seine Rückkehr ins Bernabeu im Rückspiel verpassen. 

Madrid,ohne ÖFB-Star David Alaba, ließ sich von den Portugiesen drei Wochen nach dem letzten Aufeinandertreffen nicht erneut düpieren. Am letzten Spieltag der Gruppenphase hatte Benfica-Torhüter Anatolij Trubin Lissabon in letzter Minute in die Playoffs geköpft - ebenso wie Real.

Champions-League-Titelverteidiger Paris Saint-Germain hat nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch mit 3:2 (2:2) das französische Duell bei der AS Monaco gewonnen. Monaco ging durch zwei frühe Treffer von Folarin Balogun in Führung (1./18.). Vitinha verpasste zunächst den möglichen Anschlusstreffer, als er mit einem Foulelfmeter an Ex-Salzburg-Keeper Philipp Köhn scheiterte (22.). Doch der für den angeschlagenen Weltfußballer Ousmane Dembélé früh eingewechselte Desiré Doué (29./67.) sowie Achraf Hakimi (41.) drehten die Partie. Kurz nach der Halbzeitpause sah Monacos Aleksandr Golowin zudem die Rote Karte (49.).

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