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Der große Traum vom Halbfinale platzte am späten Mittwochabend in Wien-Favoriten. Nach dem 0:0 im Viertelfinal-Hinspiel des Women’s Europacup Cup gingen die Austria und Sparta Prag nach einem 1:1 in die Verlängerung, in der dann die Tschechinnen das bessere Ende mit dem 3:1 für sich hatten.

Die Austrianerinnen verabschiedeten sich vor 1.882 Fans von der Europacup-Bühne mit einer anständigen Leistung, denn viel hatte nicht gefehlt für das Halbfinale.

Das Spiel startete, wie man erwarten hatte können. Die Pragerinnen übernahmen spielerisch das Kommando, die Austrianerinnen verteidigten wie gewohnt kompakt und stark, warteten auf gute Umschaltmomente.

Man blickte einander auf Augenhöhe an, Chancen gab es vor der Pause auf jeder Seite nur eine wirklich gute. Auf der einen zwang Bergford mit einem Schuss aufs lange Eck Austria-Torfrau Pal zu einer sehenswerten Parade. Auf der anderen Seite hätte Austrias Triendl aus einem Konter für die Führung sorgen können, ja müssen, doch sie wurde auf dem Weg zum Tor immer langsamer und zögerlicher, bis der Moment verstrichen war.

Anna Gasser ist und bleibt eine der ganz Großen ihres Sports. Auch wenn die zweifache Olympiasiegerin bei ihren letzten Spielen leer ausgegangen ist. Nach Rang acht in ihrer Paradedisziplin Big Air kam die 34-Jährige am Mittwoch im Slopestyle auf Platz zehn. In ihrem dritten und allerletzten Olympia-Run riskierte Gasser auf der langsamen Piste alles, konnte aber einen Sprung nicht stehen, und der Traum von der dritten Medaille war vorbei. 

Der Sieg ging an Mari Fukada (JPN) vor Zoi Sadowski Synnott (NZL) und Kokomo Murase (JPN).

„Ich habe Olympia genossen. Die zwei Goldmedaillen, die ich daheim habe, sind jetzt noch viel mehr wert“, blickte Gasser auf ihre letzten Spiele zurück. „Die Anspannung vor dem letzten Run war schon sehr groß. Ich hätte gerne mit einem schönen Run aufgehört. Aber vom Speed her war es für mich am unteren Limit. Was aber auch klar ist: Mir ist es nicht gelungen, mich auf die Verhältnisse einzustellen. “

Traurige Tage für Ski-Star Lindsey Vonn: Die Amerikanerin stürzte am 8. Februar schwer in der olympischen Abfahrt und musste sich seitdem bereits mehreren Operationen unterziehen. Jetzt macht die 41-Jährige bekannt, dass einen Tag nach ihrem Sturz ihr geliebter Hund Leo gestorben ist.

"Leo ist von uns gegangen und hat sich Lucy und Bear im Himmel angeschlossen", schrieb Vonn in einem Instagram-Beitrag. Vonn lag im Krankenhausbett, als sie sich von Leo verabschiedete. "Als ich am Tag nach meinem Sturz im Krankenhausbett lag, haben wir uns von meinem großen Jungen verabschiedet. In so kurzer Zeit habe ich so viel verloren, was mir etwas bedeutet hat. Ich kann es nicht fassen", sagte Vonn. "Die letzten Tage waren unglaublich hart. Wahrscheinlich die härtesten meines Lebens. Ich kann immer noch nicht begreifen, dass er nicht mehr da ist."

Mit einem Vorsprung von eineinhalb Sekunden gewann Mikaela Shiffrin am Mittwoch souverän den Olympia-Slalom der Frauen in Cortina d'Ampezzo. Im Fokus des zweiten Durchgangs stand jedoch eine andere: die Deutsche Lena Dürr.

Die 34-Jährige hatte sich mit einem starken ersten Lauf auf Rang zwei geschoben und nahm den entscheidenden Durchgang mit festem Blick auf die Medaille in Angriff. Doch der Traum zerplatzte schnell: Keine zwei Sekunden nach dem Start fädelte Dürr bereits am ersten Tor ein.

Nicht das erste bittere Olympia-Kapitel für Dürr

Es war nicht das erste bittere Kapitel dieser Spiele. Schon im Riesentorlauf hatte Dürr zur Halbzeit auf Platz zwei gelegen, fiel am Ende jedoch aufgrund eines Fehlers im Schlussabschnitt auf Rang neun zurück. Und auch ein Blick in die Vergangenheit zeigt ein ähnliches Muster: Bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking führte sie nach dem ersten Slalom-Durchgang, verpasste die Bronzemedaille letztlich jedoch um hauchdünne 0,07 Sekunden. Immerhin durfte sie sich damals im Teamwettbewerb über Olympia-Silber freuen. Bei den Spielen 2030 werde sie nicht mehr dabei sein, kündigte die Münchnerin an.

"Man kann es immer noch gar nicht realisieren im Ziel. Katastrophe, Worst Case. Aber so ist es jetzt", sagte Dürr sichtlich enttäuscht in einer ersten Reaktion. Eine Enttäuschung war der Slalom auch für die ÖSV-Damen. Katharina Truppe (5.) und Katharina Huber (6.) verpassten die Medaillenränge um knapp drei Zehntel. Die anderen beiden Österreicherinnen blieben weit zurück: Katharina Gallhuber wurde 22., Lisa Hörhager landete auf Platz 25.

Der Einsatz einer Russin als Trägerin des ukrainischen Länderschilds bei der Olympia-Eröffnungsfeier sorgt in der Ukraine für Empörung. Es scheine so, als seien die IOC-Verantwortlichen "nicht nur Trottel, sondern auch regelrechte Sadisten", schrieb der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhij Tychyj, auf der Plattform X.

Zuvor hatte die seit langem in Italien lebende russische Architektin Anastassija Kutscherowa öffentlich gemacht, dass sie bei der Nationenparade während der Auftakt-Zeremonie als Plakatträgerin die ukrainische Delegation ins San-Siro-Stadion geführt hatte. "Die ukrainische Mannschaft wurde nicht über die Entscheidung informiert, sie bei einem so wichtigen Ereignis von einer Staatsangehörigen des Landes, das Krieg gegen die Ukraine führt, anführen zu lassen", hieß es in einem X-Post der staatlichen ukrainischen Spendeninitiative.

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