Austrias Traum vom Europacup-Halbfinale platzte in der Verlängerung

Erst nach 120 Minuten war das Europacup-Abenteuer der Austria vorbei. Die Frauen von Sparta Prag siegten nach Verlängerung im Viertelfinale mit 3:1.
Später Jubel von Prag bei der Austria

Der große Traum vom Halbfinale platzte am späten Mittwochabend in Wien-Favoriten. Nach dem 0:0 im Viertelfinal-Hinspiel des Women’s Europacup Cup gingen die Austria und Sparta Prag nach einem 1:1 in die Verlängerung, in der dann die Tschechinnen das bessere Ende mit dem 3:1 für sich hatten.

Die Austrianerinnen verabschiedeten sich vor 1.882 Fans von der Europacup-Bühne mit einer anständigen Leistung, denn viel hatte nicht gefehlt für das Halbfinale.

FUSSBALL WOMEN'S EUROPA CUP: VIERTELFINALE -RÜCKSPIEL: FK AUSTRIA WIEN - SPARTA PRAG

Das Spiel startete, wie man erwarten hatte können. Die Pragerinnen übernahmen spielerisch das Kommando, die Austrianerinnen verteidigten wie gewohnt kompakt und stark, warteten auf gute Umschaltmomente.

Man blickte einander auf Augenhöhe an, Chancen gab es vor der Pause auf jeder Seite nur eine wirklich gute. Auf der einen zwang Bergford mit einem Schuss aufs lange Eck Austria-Torfrau Pal zu einer sehenswerten Parade. Auf der anderen Seite hätte Austrias Triendl aus einem Konter für die Führung sorgen können, ja müssen, doch sie wurde auf dem Weg zum Tor immer langsamer und zögerlicher, bis der Moment verstrichen war.

Auch im zweiten Durchgang gab es lange Zeit eine Pattsituation, bis Starova sehenswert abzog und mit dem Schuss ins lange Eck für das 0:1 sorgte (70.).

Nur zwei Minuten später antworteten die Wienerinnen mit dem Ausgleich durch Lotta Cordes nach einem Eckball.

FUSSBALL WOMEN'S EUROPA CUP: VIERTELFINALE -RÜCKSPIEL: FK AUSTRIA WIEN - SPARTA PRAG

In der Verlängerung präsentierte sich Prag gefährlicher, bei der Austria schwanden doch die Kräfte.

Bergford sorgte nach einer Ecke für das 2:1 (97.), Khyrova mit dem 3:1 (106.) für die endgültige Entscheidung in diesem Duell und den Aufstieg der Pragerinnen ins Halbfinale.

Titelchance

Die violetten Frauen könnten in dieser für sie starken Saison immer noch Titel holen, für den ersten Meistertitel der Wiener Austria seit 2013 sorgen. „Das wäre natürlich ein Traum“, weiß Trainer Stefan Kenesei, dass sich auch das Standing des Frauenfußballs innerhalb des Vereins deutlich verbessern würde.

„Träumen dürfen wir, mehr nicht. Wir sind nicht mit dieser Rolle in die Saison gegangen.“ St. Pölten, so Kenesei, wird bis zur letzten Runde gefährlich bleiben. „Sie haben einen qualitativ sehr guten Kader und einen neuen Trainer, der jetzt schon eine komplette Vorbereitung bestreiten konnte.“

FUSSBALL WOMEN'S EUROPA CUP: VIERTELFINALE -RÜCKSPIEL: FK AUSTRIA WIEN - SPARTA PRAG

Der violette Trainer glaubt nicht, dass die (nunmehr) Doppelbelastung von Liga und Cup das Saisonfinish negativ beeinflussen kann. „Es sind überschaubar viele Spiele. Außerdem haben uns die internationalen Spiele Kraft und Selbstvertrauen gegeben.“

Auch wenn das Aus schmerzt.

Kommentare