Premiere mit zwei Österreichern: So funktioniert Skibergsteigen

Skitourengehen in Zeitraffer auf der legendären Pista Stelvio. Erstmals ist Skibergsteigen olympisch. Österreich ist mit einer Athletin und einem Athleten vertreten.
Erstmals bei Olympia: Skibergsteigerin Hiemer.

Es ist eine Premiere bei Olympia, die am Donnerstag auf dem Zielhang in Bormio zu sehen sein wird. Johanna Hiemer und Paul Verbnjak nehmen den Sprint im Skibergsteigen mit Vorläufen (9.50 Uhr) und Finale (12.55 Uhr) in Angriff und wollen sich Selbstvertrauen für die Mixed-Staffel am Samstag (13.30) holen, in der das österreichische Duo um eine Medaille laufen will. Doch was ist Skibergsteigen?

Boom und Kritik

Skibergsteigen ist so etwas wie Ski-Tourengehen im Zeitraffer. Die Athletinnen und Athleten sprinten mit ihren Skiern einen Hang hinauf. Oben angekommen, werden die Felle blitzschnell von den Laufflächen gerissen und es geht in die Abfahrt.

Statt ausgedehnter Touren im Gelände besteht der olympische Wettkampf aus kurzen K.-o.-Runden. Im Sprint geht es einen Anstieg mit „nur“ 70 Höhenmetern hinauf, ein Teil davon ist eine Tragepassage, in der die Ski auf den Rücken geschnallt werden müssen. Während eine klassische Skitour gerne auch über einen ganzen Tag führen kann, dauert eine Runde im Skibergsteigen nur etwa drei Minuten.

Skibergsteigen boomt in den Alpenländern, doch Puristen üben Kritik. Denn die eigentliche Königsdisziplin im Skibergsteigen ist das „Individual“, ein rund eineinhalb Stunden langer Wettkampf mit mehreren Anstiegen und Abfahrten, bei dem deutlich mehr als 1.000 Höhenmeter überwunden werden müssen. Doch diese Disziplin erschien dem IOC nicht TV-tauglich.

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