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Auf die österreichischen Snowboarder ist Verlass: Nach Benjamin Karl (Gold) und Sabine Payer (Silber) in den Parallelbewerben haben auch die Snowboardcrosser zugeschlagen. Alessandro Hämmerle hat seinen Titel von Peking verteidigt, ist erneut Olympiasieger. Jakob Dusek jubelte über Platz drei und die Bronzemedaille. Silber ging in einem packenden Finale an den Kanadier Eliot Grondin.

Der Bewerb war aus österreichischer Sicht an Spannung kaum zu überbieten. Dusek, der Weltmeister von 2023, und Titelverteidiger Hämmerle hatten sich in ihren Halbfinalläufen jeweils erst im Foto-Finish durchgesetzt. Im Finale fuhren die beiden Österreicher lange hinterher, setzten sich erst auf den letzten Metern durch. David Pickl und Lukas Pachner scheiterten bereits im Achtelfinale.

Cornelia Hütter hat in ihrem letzten Olympia-Wettkampf die ersehnte Medaille geholt. Die Steirerin gewann am Donnerstag im Super-G in Cortina Bronze. Olympiasiegerin in einem Rennen, in dem einige Mitfavoritinnen ausschieden, wurde die Italienerin Federica Brignone, die somit ihr Comeback krönte. Bronze ging an die Französin Romane Miradoli. Zu den Ausfällen zählten neben Mirjam Puchner und Nina Ortlieb auch Sofia Goggia, Emma Aicher oder Breezy Johnson.

„Scheinbar brauche ich ein bisschen einen Druck in meinem Leben“, meinte Hütter im ORF-Interview. „Ich habe gewusst, wenn du heute nicht all-in gehst, dann hast du verloren. Und das habe ich probiert, ich habe gekämpft während dem Fahren.“ Der Super-G der Frauen ist weiter eine olympische Medaillenbank aus österreichischer Sicht. Seit 2006 gab es immer zumindest eine Medaille für eine ÖOC-Athletin. 

Sie merke sich so etwas nicht, sagt Cornelia Hütter, aber ein Blick in die Geschichtsbücher hilft ihr auf die Sprünge. Im Super-G von Cortina war sie im Weltcup schon einmal Zweite, 2023. Also so schlimm kann es zwischen ihr und der Tofana ja nicht sein. Auch wenn die Steirerin immer wieder mit irgendwelchen Stellen zu kämpfen hat. Kleine Fehler schlichen sich sowohl in Abfahrt, als auch Kombiabfahrt in ihren Lauf.

"Von unten her passt alles"

Doch eines gefalle ihr in dieser Woche. Sie und Olympiasiegerin Ariane Rädler haben denselben Servicemann. Und der habe in beiden Rennen dafür gesorgt, dass die Ski perfekt auf die Piste abgestimmt sind. „Ich bin 100% überzeugt, dass es von unten her passt, das ist schon einmal die halbe Miete.“

Reserven wisse sie im dritten Rennen auch noch zu aktivieren: „Ich habe ein Kernöl mit und werde einen guten Salat essen, dann ist die Energie wieder da.“

Alessandro Hämmerle hatte eine ganz falsche Vorstellung, was sein Olympiasieg mit ihm machen würde. Der Snowboardcrosser aus dem Montafon war der Meinung, er würde fortan ein Leben auf der Sonnenseite führen und den Alltag mit einer Leichtigkeit und einem Lächeln meistern, um das ihn alle beneiden. Aber das war aus heutiger Sicht ein völliger Irrglaube.

Zwölf Tore und sieben Assists hat Christoph Baumgartner in 23 Pflichtspielen (Liga und Cup) bisher vorzuweisen in dieser Saison. Am Mittwoch stellte Österreichs Teamspieler seine glänzende Form erneut unter Beweis und traf schon wieder. Sehenswert, handlungsschnell und aus der Drehung, bezwang der Leipziger den fünffachen Welttorhüter Manuel Neuer schon in der 4. Minute im Cup-Viertelfinale gegen die Bayern in der Allianz Arena.

Baumgartner jubelte und seine Kollegen mit ihm. Was er in diesem Moment noch nicht ahnte: Er jubelte zu früh. Wegen einer Abseitsstellung, die so knapp war, dass sie mit freiem Auge nicht zu erkennen war, wurde der Treffer vom VAR annulliert.

Es blieb beim 0:0 und das ziemlich lange in einer offenen Partie, in der die Gäste aus Sachsen den Rekordmeister immer wieder vor Probleme stellten. Mit Baumgartner, aber auch mit Xaver Schlager und Nicolas Seiwald. Die drei Österreicher bildeten wie gewohnt das Dreier-Mittelfeld im 4-3-3 von Leipzig-Trainer Ole Werner.

Die Bayern brauchten schließlich einen Elfmeter, um in Führung zu gehen. Harry Kane verwandelte eiskalt (64.), nachdem Leipzig-Goalie Vandevoordt Bayerns Stanisic von den Beinen geholt hatte. Luis Diaz legte drei Minuten später das 2:0 nach. Das ließen sich die Bayern nicht mehr nehmen – und stehen nun im Halbfinale des DFB-Pokals. Mit Konrad Laimer, der ab der 69. Minute mitwirken durfte.

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