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Karriere-Ende? Davon will Fadi Merza nichts wissen. Ein paar Mal wäre es schon soweit gewesen, aber da gibt es eben noch einiges zu tun.

Auch mit 48 will sich der Wiener nicht zum alten Eisen zählen lassen, will es sich, den Jungen und eigentlich allen noch einmal beweisen. 

„Ich werd's wohl nie lernen“, schmunzelt Fadi Merza. Denn das rot-weiß-rote Kampfsport-Aushängeschild, mehrfacher Ex-Weltmeister im Thaiboxen, will sich nicht zur Ruhe setzen.  „Ja, es gibt wieder einen Fight! Ich brenne wie eh und je.“

Also steigt der Thaibox-Haudegen nach drei erfolgreichen Ausflügen ins klassische Boxen erneut in den Ring? Nicht ganz! Diesmal heißt es für Merza: „back to the roots“!

Ab in den Käfig

Es wird also wieder ein Thaibox-Fight – allerdings nicht im Ring, sondern im Käfig! „Ich hab im Jahr 2024 eine MMA-Veranstaltung der XCC-Reihe in Wien besucht. Die Stimmung hat mich so gepackt, dass ich sofort wieder das Feuer gespürt hab und ich dem Veranstalter gesagt hab, dass ich bereit bin“, erzählt der Veteran, der am 8. März seinen 48. Geburtstag feiert. Am 2. Mai steigt dann in der Steffl-Arena das Comeback.

Und Merza tritt in der selben Gewichtsklasse an, in der er einst international für Furore sorgte.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat am Montag Benfica-Profi Gianluca Prestianni wegen des Vorwurfs, Real-Madrid-Star Vinicius Junior rassistisch beleidigt zu haben, vorläufig für eine Europacuppartie gesperrt. Damit versäumt der Argentinier das Play-off-Rückspiel der Champions League am Mittwoch beim Klub von ÖFB-Teamkapitän David Alaba. Gleichzeitig betonte der Kontinentalverband, die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen.

Vinicius Junior hatte vor einer Woche zunächst das Tor zum 1:0-Auswärtssieg Reals gegen Benfica erzielt und danach angegeben, dass er von Prestianni rassistisch beschimpft worden sei. Der Spieler des Klubs aus Lissabon bestritt dies.

"You can’t take our country — and you can’t take our game", hatte Kanadas damaliger Premierminister Justin Trudeau auf X geschrieben, als Kanada im Februar 2025 das Finale des prestigeträchtigen 4-Nations-Face-Off der National Hockey League mit einem Finalsieg gegen die USA gewann.

Kanada ist noch immer nicht der 51. Bundesstaat der USA, aber zumindest im Eishockey musste das Mutterland der Sportart eine empfindliche Niederlage hinnehmen. 

Am Sonntag postete das Weiße Haus ein Bild, auf dem ein Weißkopfadler eine kanadische Gans erlegt. Das Eishockey-Team der USA besiegte in einem hochklassigen Finale der Olympischen Spiele Kanada mit 2:1 nach Verlängerung und holte den ersten Olympiasieg im Eishockey seit dem "Miracle on Ice", als sich 1980 eine Gruppe von Collegespielern  u.a. gegen die schier unbesiegbaren Stars aus der Sowjetunion durchgesetzt hatte.

Nach dem Finale von Mailand war also Genugtuung angesagt. Kriegsminister Pete Hegseth schrieb zu einem Bild des überragenden US-Torhüters Connor Hellebuyck auf X: "Now we have a Secretary of War…and a Secretary of Defense!"  Also übersetzt: "Jetzt haben wir einen Minister für Krieg und einen Minister für Verteidigung."

Nach den ausgelassenen Feierlichkeiten und der Medaillenvergabe auf dem Eis ging die Party in der Kabine weiter. Dort war auch FBI-Direktor Kash Patel zu sehen. Er sang und trank ausgelassen mit den NHL-Stars. Von einem Spieler bekam Patel auch eine Goldmedaille umgehängt. Danach sang er mit den Sportlern den US-Song "Courtesy of the Red, White and Blue".

Der Schock sitzt tief. Für Valon Berisha wurde der Sonntagmorgen auf der Höhe der Raststation Lindach bei Laakirchen zur persönlichen Tragödie. Der Profifußballer musste mitansehen, wie sein Cousin bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

Gegen 8.10 Uhr war ein 38-Jähriger aus Aargau mit einem Lieferwagen von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen die Seite einer hölzernen Lärmschutzwand geprallt. So lautete die offizielle Meldung der Polizei. 

Direkt vor dem Unfallfahrzeug war Valon Berisha unterwegs. Im Rückspiegel sah er, wie der Wagen seines Cousins ins Schleudern geriet und von der Straße abkam.

Für den Cousin kam die Hilfe zu spät

Der 31-jährige ehemalige LASK- und Salzburg-Spieler hielt an und lief zur Unglücksstelle zurück. Gemeinsam mit weiteren Ersthelfern leistete er Erste Hilfe und verständigte die Rettungskräfte. Rund 30 Minuten lang kämpften die Einsatzkräfte um das Leben des 38-Jährigen – vergeblich. 

Berishas Cousin musste noch an der Unfallstelle für tot erklärt werden.

Alle Unfallzeugen wurden anschließend vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut. 

Berisha übersiedelte in die Schweiz

Nur wenige Stunden zuvor war der Mittelfeldspieler noch auf dem Platz gestanden. Mit dem FC Zürich gewann er am Samstagabend das Zürcher Derby gegen den Grasshopper Club Zürich mit 2:1. Erst vor zwei Wochen war Berisha vom LASK in die Schweiz gewechselt. Gemeinsam mit seinem Cousin hatte er sich nach dem Spiel offenbar auf den Weg nach Linz gemacht, um persönliche Gegenstände aus einer Wohnung zu holen.

Der FC Zürich zeigte sich am Montag tief betroffen. In einer Aussendung sprach der Klub von einem „tragischen Unfallereignis“ und sicherte seinem Spieler in dieser „außerordentlich belastenden Situation“ umfassende Unterstützung zu. Die Anteilnahme gelte der Familie und allen Angehörigen.

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