Mit 18 Jahren: Österreichs größte Kletter-Hoffnung hat genug
Flora Oblasser mag keine Wettkämpfe mehr klettern
Die Weltmeisterschaft im September in Seoul war bis auf weiteres der letzte Wettkampf von Flora Oblasser. Die beste österreichische Nachwuchs-Kletterin, die in Korea mit dem achten Rang im Vorstieg aufgezeigt hatte, hat den Spaß am Wettkampfklettern verloren.
Flora Oblasser konzentriert sich auf die Schule und das Studium
Den Spaß verloren
„Nach der WM habe ich gemerkt, dass ich nicht mehr gerne zum Training gehe. Klettern an sich macht mir nach wie vor Spaß, das Setting mit den Wettkämpfen aber nicht. Ich hatte dabei kaum Freude, sondern hatte das Gefühl, dass ich nur funktioniere“, sagt die 18-jährige Tirolerin.
Großer Verlust
Flora Oblasser ist die größte heimische Kletter-Hoffnung und gilt als legitime Nachfolgerin der Olympia-Medaillengewinnerin Jessica Pilz. Bei der Junioren-WM war die junge Tirolerin zu zwei Silbermedaillen geklettert, in sieben Weltcup-Starts schaffte sie es vier Mal in die Top Ten.
Nicht das Richtige
Die Schule hat für Oblasser oberste Priorität. „Die Matura steht kurz bevor, danach wäre es der endgültige Sprung in den Profisport gewesen. Ich habe aber einfach gemerkt, dass Wettkampfklettern aktuell nicht das Richtige für mich ist.“
Die Tirolerin plant ein Medizinstudium und wird vorerst das Klettern nur mehr als Hobby betreiben. „Ich werde auf jeden Fall weiterklettern – aber nicht nach irgendwelchen Trainingsplänen, sondern nach Lust und Laune."
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