Sport-News

Der amtierende MotoGP-Vizeweltmeister Alex Marquez wird ab der Saison 2027 für Red Bull KTM Factory Racing an den Start gehen. Zugleich endet die vierjährige Amtszeit beim Ducati-Kundeteam Gresini, mit denen der 30-Jährige vier Grand-Prix-Siege feierte. Für die Italiener werden bis einschließlich 2028 Joan Mir und Daniel Holgado fahren.

KTM ist der dritte Hersteller, für den der jüngere Marquez-Bruder in der „Königsklasse“ fahren wird. Vor Ducati war er bereits bei Honda heimisch. In der Garnitur der Mattighofener fuhr er allerdings bereits 2013 in der Moto3-WM.

„Wir sind unfassbar stolz und froh, dass wir ein außergewöhnliches Talent wie Alex Marquez für uns gesichert haben. Er bringt nicht nur herausragendes Können und Renntaktik mit, sondern auch Entschlossenheit und eine Siegermentalität, die perfekt zu unserer DNA passen. Gemeinsam verfolgen wir ein klares Ziel: die KTM RC16 auf die nächste Stufe zu heben und ganz vorne in der MotoGP mitzukämpfen“, freut sich Motorsportchef Pit Beirer.

Die Scuderia Ferrari feierte dank Charles Leclerc den 250. Sieg in der Formel 1. Während der Traditionsrennstall die Korken knallen ließ, erlebte der italienische Jungstar Kimi Antonelli eine sportliche Katastrophe.

Der Mercedes-Pilot absolvierte seinen Boxenstopp erst nach 35 Runden und hatte daher frischere Reifen als der Monegasse. Sukzessive holte der 19-jährige WM-Leader mitsamt der schnellsten Rennrunde auf Leclerc auf, bis die Copse-Kurve für einen bitteren Einschnitt in das Rennen sorgte. 

Was war passiert? Bei der Überfahrt des Randsteins brach offenbar ein Teil an der Radabdeckung. Dieses verkeilte sich anschließend in der Radaufhängung, das Lenkrad des Antonelli-„Silberpfeils“ stand in der Folge schief, wie in der Onboard-Aufnahme zu sehen gewesen ist.

Weil Max Verstappen seinen Red Bull ins Kiesbett der Stowe-Kurve setzte, endete der Großbritannien-GP hinter dem Safety-Car. Antonelli lag zu dem Zeitpunkt zwar in den Punkterängen, wegen einer Zeitstrafe fiel er jedoch auf Rang 15 zurück und blieb damit zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Zählbares.

„Schwer zu verdauen“

Der WM-Leader war nach der Zieldurchfahrt sichtlich frustriert. „Ich konnte es nicht glauben, weil es immer schlimmer wurde“, sagte er im Nachgang. „Als ich zum letzten Mal aus der Boxengasse gefahren bin, war das Auto noch einigermaßen fahrbar. Aber mir fehlte so viel Abtrieb, aber ich denke, dass der zehnte Platz dennoch drin gewesen wäre.“

Zwei Nuller in drei Rennen sei „schwer zu verdauen“, betonte Antonelli. In Barcelona lag er auf dem zweiten Platz, in Silverstone kämpfte er gegen Leclerc um den Sieg. „Ich denke, wir hatten eine echte Chance und ich war in Schlagdistanz. Es ist eine Schande, dass ich nicht einmal die Chance gehabt habe, (Leclerc anzugreifen). Aber es ist, wie es ist.“

Die Daily Mail schrieb ihrerseits von „zehn katastrophalen Runden“, die der Wolff-Schützling erlebte. Bei Mercedes herrscht nun vor dem Belgien-GP am 19. Juli Hochbetrieb: Wolff versicherte, dass man in der Fabrik nun der Ursache auf den Grund gehen werde, um künftige Defekte, die nicht zum ersten Mal in der Saison bei den „Silberpfeilen“ aufgetreten sind, ausschließen zu können.

England steht nach einem Schlagabtausch mit Mexiko im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Three Lions schlugen den Co-Gastgeber am Sonntag (Ortszeit) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt 3:2 (2:1). Jude Bellingham mit einem Doppelschlag (36., 38.) und Harry Kane (60.) per Foul-Elfmeter trafen für die Engländer. Mexiko konnte durch Julian Quinones (42.) und Raul Jimenez (69.) ebenfalls vom Elferpunkt nur verkürzen.

Nach einer Roten Karte für Jarell Quansah (54.) spielte England über 50 Minuten in Unterzahl. Die Mannschaft von Thomas Tuchel trifft nun in einem rein europäischen Viertelfinale am kommenden Samstag in Miami (23.00 Uhr MESZ) auf Norwegen. Mit Mexiko verabschiedete sich nach Kanada der nächste Gastgeber. Für „El Tri“ war es in der elften WM-Partie im Estadio Azteca die erste Niederlage überhaupt.

Warten in Mexiko-Stadt

In Mexiko-Stadt war zunächst einmal Warten angesagt. Wie im Sechzehntelfinale gegen Ecuador verzögerte sich der Ankick aufgrund eines Gewitters um eine Stunde. Die breite Mehrheit der 80.824 Zuschauer wollte ihr Team stimmungsvoll nach vorne peitschen. Mit dem Stadion im Rücken begann Mexiko mit unveränderter Startelf druckvoll. Wolverhampton-Stürmer Jimenez machte bei seinem Kopfball alles richtig, Jordan Pickford tauchte in seinem 17. WM-Einsatz - er liegt nun gleichauf mit Rekordhalter und Torhüter-Legende Peter Shilton - aber erfolgreich ab.

Isaac del Toro hat am Sonntag seinen ersten Tour-de-France-Etappensieg gefeiert. Der Mexikaner vom UAE-Team fuhr auf der zweiten Etappe Schulter an Schulter, aber noch vor seinem Teamkollegen Tadej Pogacar in Barcelona über die Ziellinie. Der im Gelben Trikot fahrende Jonas Vingegaard (Visma) belegte hinter Remco Evenepoel vom Red-Bull-Rennstall den vierten Platz, der Däne verteidigte somit die Gesamtführung. Er liegt nun sechs Sekunden vor Pogacar.

Auf der welligen Etappe von Tarragona in die katalanische Hauptstadt hatten sich mit Alex Molenaar und Felix Engelhardt lange zwei Fahrer an der Spitze gehalten. In Barcelona hatte das Feld jedoch aufgeholt und vollendete den Zusammenschluss. Im Sprint um den Etappensieg auf den Berg, der 1992 einen Großteil der Entscheidungen der Olympischen Spiele beheimatete, setzten sich Pogacar und Del Toro auf den letzten gut 500 Metern entscheidend ab.

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