2016 hatten die Isländer bei der EM ihr „Hu“, mit einem immer schneller werdenden Klatschrhythmus. 2026 haben die Norweger ihr „Ro“. Synchron führen die Fans auf den Rängen Ruderbewegungen aus – und haben dabei sichtlich Spaß.
Auch beim Spiel gegen die Elfenbeinküste in Dallas wurde auf den Rängen ordentlich gerudert – und gejubelt. Norwegen gewann 2:1 und trifft im Achtelfinale auf Brasilien.
Ausgeglichene Partie
Die Ivorer begannen druckvoll und stellten die Skandinavier in der Verteidigung vor einige Probleme. Doch mit der ersten echten Chance schlugen die Norweger zu. Antonio Nusa ging ins Dribbling und schlenzte den Ball ins Kreuzeck – ein Traumtor (39.) des 21-jährigen Flügelstürmers von RB Leipzig. Kurz darauf kam Erling Haaland zu seiner ersten Großchance, Ibrahim Sangare konnte den Ball in höchster Not noch blocken.
In der zweiten Halbzeit blieb das Spiel ausgeglichen. Die Ivorer machten ordentlich Druck, doch Norwegen konterte gefährlich.
Eine wunderbare Aktion führte zum Ausgleich. Amad Diallo spielte sich per Doppelpass in den Strafraum, tanzte einen Verteidiger mit enger Ballführung aus und schoss aus kurzer Distanz zum 1:1 ein. Ein tolles Tor des 23-Jährigen von Manchester United.
Auch der dritte Treffer des Tages verdiente das Prädikat sehenswert. Oscar Bobb spielte auf Patrick Berg, der brachte den Querpass in die Mitte und dort stand Erling Haaland goldrichtig (86.). Die Ivorer warfen im Finish alles nach vorne, Norwegens Tormann Ørjan Nyland fischte einen gefährlichen Freistoß aus dem Eck. Die Elfenbeinküste ist ausgeschieden, Norwegen rudert ins Achtelfinale nach New Jersey.