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Hit gegen England: Familientreffen in Atlanta für drei Kongolesen

Gleich für drei Spieler der DR Kongo wird das Sechzehntel-Final-Duell gegen England ein ganz Besonderes. Manche warteten vergeblich auf eine Chance bei den „Three Lions“.
Der kongolesische Rechtsverteidiger Aaron Wan Bissacka liegt im Spiel gegen Usbekistan am Boden und richtet sich die Stutzen.

Obwohl die Demokratische Republik Kongo nie eine britische Kolonie gewesen war, wären drei Spieler aus dem aktuellen WM-Kader der Afrikaner auch für die „Three Lions“ spielberechtigt gewesen. Aaron Wan-Bissaka, Aaron Tshibola und Axel Tuanzebe durchliefen sämtliche Junioren-Nationalteams Englands, entschieden sich schlussendlich aber für die DR Kongo. Das Sechzehntelfinal-Spiel um 18.00 Uhr gegen die Briten wird somit ein Wiedersehen mit einigen ehemaligen Kollegen. 

Wan-Bissaka wurde in England geboren, hat einen kongolesischen Vater und eine englische Mutter, wechselte 2019 für 55 Millionen Euro von Crystal Palace zu Manchester United und ist im selben Jahr sogar ins A-Nationalteam der „Three Lions“ einberufen worden. Aufgrund einer Verletzung kam Wan-Bissaka jedoch nie zu einem Länderspiel-Einsatz. Die DR Kongo warb weiter um ihn. Erst im Herbst 2025 entschied sich der mittlerweile 28-jährige Rechtsverteidiger, der aktuell für West Ham United spielt, für das Heimatland seines Vaters und debütierte kurz darauf in der WM-Qualifikation.

Tshibola entscheidet sich früh, Tuanzebe wartet vergeblich

Auch Tshibola ist in England geboren, beide Elternteile stammen jedoch aus der DR Kongo. Sowie Wan-Bissaka spielte der zentrale Mittelfeldspieler ebenfalls in der Jugend für sein Geburtsland. Der mittlerweile 31-Jährige entschied sich jedoch schon 2016 für einen Verbandswechsel, mittlerweile trägt Tshibola, der bei Klimarnock in Schottland spielt, nur noch eine Reservistenrolle und kam in dieser WM noch zu keinem Einsatz. 

Anders sieht es bei Tuanzebe aus. Der Innenverteidiger wurde zwar in der DR Kongo geboren, wuchs aber seit seinem fünften Lebensjahr in England auf und bekam die britische Staatsbürgerschaft. Ebenso wie Wan-Bissaka bei Manchester United ausgebildet, durchlief auch Tuanzebe sämtliche U-Nationalteams der „Three Lions“. Den richtigen Durchbruch schaffte er in England nie, der Traum vom A-Nationalteam rückte in weite Ferne, somit nahm auch der 28-Jährige vor zwei Jahren das Angebot der Kongolesen an und spielt seitdem für die Afrikaner.

Während Tshibola sich schon früh für das Heimatland seiner Eltern deklarierte, warteten Wan-Bissaka und Tuanzebe einige Jahre vergeblich auf eine Chance in Englands A-Nationalmannschaft. Die DR Kongo war somit nur die Zweitwahl der beiden Abwehrspezialisten, die sich den Traum von der WM dennoch erfüllen wollten. Heute haben sie die Chance, sich vor der ganzen Nation zu beweisen. Nach dem historischen, erstmaligen Einzug in ein K.-o.-Spiel der WM haben diese drei Kongolesen auch noch Extra-Motivation vor der Brust, um für eine Sensation zu sorgen. 

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